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Nabokovs Katze [Broschiert]

Thomas Lehr
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 10,00  
Broschiert, 2005 --  

Kurzbeschreibung

2005
Ebenso zärtlich wie obszön, so sprach- wie bildversessen: ein ironischer und cineatischer Roman über das Kopfkino einer erotischen Passion, über die Projektionen von Leidenschaften und, nicht zuletzt, über die Nach-68er-Generation, "die stets zu klug war, um an irgend etwas zu glauben".
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Broschiert: 511 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 3. A. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374662097X
  • ISBN-13: 978-3746620978
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 895.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Lehr, ein junger Berliner Autor, hat bereits für seinen ersten Roman Zweiwasser oder die Bibliothek der Gnade den Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Erstveröffentlichung erhalten.

Georg und sein Freund Hermann experimentieren im milchgesichtigen Alter von fünfzehn Jahren mit LSD. Für Georg endet diese Phase der Pubertät mit einem Horrortrip. Nach seinem Krankenhausaufenthalt trifft er Camille, ebenfalls fünfzehn. Sie wird seine erste Freundin, und die beiden halten in den nächsten zwanzig Jahren ihr platonisches Band der Freundschaft aufrecht, das immer wieder bei ihren Besuchen vor sexueller Spannung vibriert.

Georg schlägt sich mit Sartres Das Sein und das Nichts herum, verschreibt sich der Mathematik und wandert von der reifen Lisa zu Brigitte und lebt während seiner Zeit im Zivildienst eine Weile mit Stella zusammen. Für seine Beziehung zu Frauen hat Camille Maßstäbe gesetzt, die auch Maria, die angehende Architektin, nicht befriedigen kann. Mit ihr lebt Georg während seines Studiums in Berlin. Dort verwirklicht er einen Jugendtraum: Er dreht seinen ersten Film. Endlich scheint er am Ziel seiner Suche angekommen zu sein.

Die Faszination von Nabokovs Katze liegt neben der intensiven Sprache, die in keiner Zeile angestrengt wirkt, im fein schattierten historischen Hintergrund. Thomas Lehr beschreibt das Leben der "Nach-68er-Generation", der er selbst angehört, ungeheuer treffend -- es stimmt einfach alles: von den diskutierten Büchern, der Musik, bis zu den Bildern im Fernsehen und der IKEA-Einrichtung in der Studentenbude. Bitte mehr Autoren dieses Kalibers. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Lehr erzählt noch einmal in einer in der deutschen Literatur einzigartigen Intensität des Erotischen die Pathologiegeschichte des Intelleks, die Geschichte vom menschlichen Hirntier zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit. Zugleich ist der Roman ein Glanzstück erzählerischer Polyphonie, eine wunderbare Hommage an Nabokov, eine Liebeserklärung an das Kino und die Entfesselung einer Erotik, die scharfsinnig ist."
Sibylle Cramer, Frankfurter Rundschau

"Lehr hat mit Nabokovs Katze einen ganz altmodisch-gediegenen Bildungs- und Künstlerroman geschrieben, zugleich eine Education érotique - mit einer Ernsthaftigkeit und Könnerschaft, die das Buch über die meisten Literaturtitel dieses Herbstes hinaushebt."
Volker Hage, Der Spiegel

"Es gibt Sätze in diesem Roman, da ist Thomas Lehr nicht der Epigone Nabokovs, sondern der nachgeborene Mitschüler."
Hermann Wallmann, Süddeutsche Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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3.9 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bildgewaltige erotische Obsession! 7. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Thomas Lehr gehört zu denn sogenannten jungen deutschen Autoren, welche im Sog von Günter Grass Nobelpreis der breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurden. Bei Thomas Lehr und seinem Roman: Nabokovs Katze ist eine breitere Öffentlichkeit, ein kommerzieller Erfolg nur wünschenswert, denn Lehr ist ein angenehm großer Wurf gelungen. Ein Schelmenroman, die Geschichte einer erotischen Passion, manchmal fast bodenlos pubertär, manchmal getragen von Tiefe und Zärtlichkeit, erzählt er die Geschichte von Georg und seiner end- und aussichtslosen Liebe zu Camille. Obwohl er Camille nie wirklich nahegekommen ist, bedeuten die Begegnungen die beide über die Jahre hinweg haben für Georg tiefe Einschnitte und sind rückschauend betrachtet, die Auslöser grundlegende Veränderungen in seinem Leben vorzunehmen. Sein Verhältnis zu Camille ist geprägt von Missverständnissen und unausgesprochenen Begierden. Zu Beginn durchleben beide eine Art kleinstädtischer Jugendliebe, die aber nur den Auftakt gibt, für ein von Georgs philosophischer Manie zu Bildern und Mathematik geprägtes Furiosum, welches durch das Sprachgefühl von Lehr lebendig wird und eine Ironie zur Schau stellt, die ihres gleichen sucht. Lehr hat einen durchweg berauschenden Roman geschrieben.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den einen bewegt's, den anderen nicht 19. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Für mich war das Buch eine Offenbarung - sozusagen als bessere Fortsetzung von Andrea Di Carlos "Zwei von zwei", weil es genau meinem Lebensgefühl entsprach (bin 1958 geboren, und damit kein 68er mehr). Ganz genau so habe ich in verschiedenen Lebensphasen (70er, 80er, 90er) gedacht und meine Umwelt empfunden.

Das Buch gibt eine faszinierende Beschreibung des Zeitgeistes im Wandel der letzten 30 Jahre. Die vielen Erotikszenen fand ich ausgesprochen anregend.

Insgesamt ein Männerbuch, für eine bestimmte Generation. Dafür ist es fantastisch.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviele Längen 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein nicht ganz schlechtes Buch, eines sicherlich sehr talentierten Autors mit fast unerträglichen Längen. Eine nervtötend geschwätzige Darstellung von Erotik, die den Spannungsaufbau überhaupt nicht förderlich ist. Auch nimmt man dem Protagonisten seine Besessenheit für "die eine Frau" nicht ab. Ich habe das Buch anfangs als sehr amüsant und als recht gut geschrieben, mit einigen absolut brillianten Passagen empfunden - was sich mit zunehmder Lesedauer nicht bestätigt hat. Leider. Wie so oft wäre weniger mehr. Ich bin aber auf weitere Bücher von Michael Lehr gespannt.
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