Thomas Lehr gehört zu denn sogenannten jungen deutschen Autoren, welche im Sog von Günter Grass Nobelpreis der breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurden. Bei Thomas Lehr und seinem Roman: Nabokovs Katze ist eine breitere Öffentlichkeit, ein kommerzieller Erfolg nur wünschenswert, denn Lehr ist ein angenehm großer Wurf gelungen. Ein Schelmenroman, die Geschichte einer erotischen Passion, manchmal fast bodenlos pubertär, manchmal getragen von Tiefe und Zärtlichkeit, erzählt er die Geschichte von Georg und seiner end- und aussichtslosen Liebe zu Camille. Obwohl er Camille nie wirklich nahegekommen ist, bedeuten die Begegnungen die beide über die Jahre hinweg haben für Georg tiefe Einschnitte und sind rückschauend betrachtet, die Auslöser grundlegende Veränderungen in seinem Leben vorzunehmen. Sein Verhältnis zu Camille ist geprägt von Missverständnissen und unausgesprochenen Begierden. Zu Beginn durchleben beide eine Art kleinstädtischer Jugendliebe, die aber nur den Auftakt gibt, für ein von Georgs philosophischer Manie zu Bildern und Mathematik geprägtes Furiosum, welches durch das Sprachgefühl von Lehr lebendig wird und eine Ironie zur Schau stellt, die ihres gleichen sucht. Lehr hat einen durchweg berauschenden Roman geschrieben.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)