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Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte. Der Schlüssel zu Harry Potter! Mit einem Nachwort zu Harry V.
 
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Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte. Der Schlüssel zu Harry Potter! Mit einem Nachwort zu Harry V. [Taschenbuch]

Michael Maar
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 199 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383330037X
  • ISBN-13: 978-3833300370
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 248.887 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Maar
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Nabokov trifft Rowling

Michael Maar hat «Harry Potter» gelesen

Sollten wir uns je die etwas müssige Frage gestellt haben, ob Nabokov «Harry Potter» gemocht hätte: Michael Maar nennt uns in seinem jüngsten Essayband ein paar gute Gründe, die doch sehr dafür zu sprechen scheinen. Er zählt Gemeinsamkeiten auf: Die «Kunst der Komposition» etwa sei Joanne K. Rowling und Nabokov gleichermassen eigen, ebenso das Parodistische und Unprüde oder das Magische und Wunderbare, wobei gerade Letzteres bei beiden die Beobachtung der Wirklichkeit geschärft haben soll. Einen weiteren Grund nennt Maar, zwar sei es «ein schlechter», meint er einschränkend, «aber selbst ein Nabokov wäre nicht gegen ihn gefeit»: Es gebe nur zwei Bücher, so zitiert er Joanne K. Rowling, «deren letzte Seite mich zum Weinen bringt, ohne dass ich die vorhergehenden Seiten zu lesen brauche». Eines davon sei «Lolita». Nun gut, wollen wir annehmen, es sei so, und Nabokov hätte sich von solcher Vorliebe einnehmen lassen. Um Nabokov freilich geht es hier nur am Rande. Er ist gleichsam nur Vorwand für den allerdings verführerischen Titel. Michael Maar hat anderes im Sinn. Er will uns mit den kompositorischen Finessen von Joanne K. Rowling bekannt machen; er singt uns das Loblied auf eine Autorin, die ihre Romane wie ein feines Räderwerk konstruiert; er zeigt uns mit dem Eifer des tüftelnden Forschers, dass wir beim Lesen und zumal bei «Harry Potter» immer mehr wissen könnten, wenn wir nur wollten und wachsam genug wären. Und zu diesem Zweck erzählt er uns die Romane – und rennt bei uns weit geöffnete Scheunentore ein. Jedes Kind weiss mittlerweile, dass Joanne K. Rowling kein Motiv einführt, das nicht in ihrem Plan verzeichnet ist und an einer vorbestimmten Stelle wieder zum überraschenden Einsatz gelangt. Wir wissen es – und lassen uns doch immer wieder überraschen. Und sind nicht unglücklich darüber, dass uns manches kompositorische Geheimnis dieser Bücher verborgen bleibt, uns vielleicht auch nur ahnungsweise dämmert, denn nur so bleibt uns der Zauber erhalten. Es ist ein überflüssiges Buch, gewiss, aber brillant geschrieben, und es bereitet auch intellektuell kein geringes Vergnügen, wenn Michael Maar die Handlung paraphrasiert, wenn man ihm zuschauen kann bei der minuziösen Analyse des Textes, wenn er die hintergründigen Motivverbindungen freilegt und wenn dann also der Konstruktionsplan der Romane sichtbar wird. Man wird es also nicht bedauern müssen, dieses Buch gelesen zu haben. Und sei es bloss darum, weil uns Michael Maar auf den selbst vor Obszönitäten nicht zurückschreckenden Humor von Joanne K. Rowling hinweist. Manches davon bleibt nämlich dem Leser der deutschen Übersetzung – wie wohl auch vielen flüchtigen Lesern des Originals – verborgen. «Can I have a look at Uranus too?», fragt Ron im vierten Band seine Mitschülerin Lavender Brown im Wahrsage-Unterricht – worauf die ganze Klasse – überraschend vielleicht auch für die Schüler, vor allem aber für die deutschen Leser – mit zusätzlichen Hausaufgaben bestraft wird. Doch Ron wird wohl, als er die Frage stellte, an einer heiklen Stelle gestockt und zwischen der ersten und zweiten Silbe von «Uranus» eine kleine Pause gemacht haben, vielleicht bewusst, wozu er imstande wäre, vielleicht aus Ignoranz, was zu ihm passen würde, vielleicht auch nur aus einer unschuldig ahnungsvollen Eingebung heraus, was man ihm zutrauen würde. Roman Bucheli -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Er wird berühmt werden - es werden Bücher über ihn geschrieben werden - jedes Kind in unserer Welt wird seinen Namen kennen!" So prophezeit es die Hexe Minerva McGonagall auf den ersten Seiten eines Buches, das 1996 in einer Auflage von 500 Exemplaren erschien. Hundert Millionen Leser haben Minervas kühne Prophezeiung inzwischen in eine Tatsache verwandelt. Harry Potter ist der größte Bucherfolg der Geschichte. Das ist in sich bereits wunderbar genug, das größere Wunder aber ist: diese Bücher haben es verdient. Das sagt Michael Maar, der, geschult an Autoren wie Nabokov und Proust, Harry Potter auf der Höhe liest, die ihm zukommt: Er nimmt die Bücher von Joanne K. Rowling als literarische Kunstwerke von Rang ernst. Wie die Autorin ihren Helden Harry, so führt Maar den Leser durch die verwinkelten Flure und Spiegelsäle, die Geheimnisse und Verliese der vier Bände. Dies ist ein Buch zur gründlichen Orientierung, wie Harry sie aus der "Karte des Rumtreibers" bezieht. Während di ese magi sche Karte nur die Gegenwart anzeigt, riskiert Maar allerdings etwas Neues. Er setzt sich über den schlechten Ruf hinweg, den die Wahrsagekunst in Hogwarts genießt, und wagt das Spiel der Vorausschau auf die Bände fünf, sechs und sieben...
Für die Leser, die noch nicht das Vergnügen mit Harry hatten, und für solche, die zu Unrecht glauben, ihn zu kennen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erhellend 9. Januar 2005
Von schlassel
Format:Taschenbuch
Der Titel wird dem Buch zwar nicht zu 100% gerecht - aber trotzdem ist dieses Büchlein "Der Schlüssel zu Harry Potter". Michael Maar scheint nur anfangs die Handlung der Potter-Romane zu referieren; schnell kommt er ins Schwärmen, das über die neutrale Darstellung weit hinauswächst. Dabei stellt er gekonnt die Qualität der Bücher heraus, beleuchtet einzelne Handlungselemente und stellt sie einander gegenüber, wobei sein Detailblick dem Leser neue Potter-Perspektiven eröffnet. Sehr zu schätzen ist die Tatsache, daß Maar die englischen Originale ebenfalls gelesen hat und auf gewisse Diskrepanzen und Probleme der deutschen Übersetzung hinweist.
Erst gegen Ende des Bändchens kommt er zur Kernfrage, die seinen Titel bildet - und beantwortet sie zwar knapp, aber gerade anhand des vierten Potter-Bandes sehr einleuchtend, manchmal fast verblüffend. Ein Statement zum fünften Potter-Buch fehlt nicht, also ist Maars Buch (noch) einigermaßen aktuell.
Meine Einschätzung: Wer Harry Potter mag, wird Michael Maars "Schlüssel" lieben!
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sehr gespannt war ich auf das vorliegende Werk, welches mir empfohlen worden war. Es ist leicht lesbar und witzig geschrieben. Der Autor verrät intime Kenntnisse über Mythologie und kann so seine Thesen souverän erklären. Insgesamt ist er ein Bewunderer der Harry-Potter-Bände, die er mit dem Werk Nabokovs vergleicht. Leider ist jedoch die Interpretation der Bände etwas dürftig geraten. Viel mehr als eine Zusammenfassung der bisherigen 4 Bände finden sich nicht. Hintergründe zur Autorin sind ebenfalls nur in Ansätzen vorhanden. Besonders enttäuschend, da viel zu kurz und kursorisch abgehandelt, ist das Kapitel: "Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte". Gerade aufgrund des Titels hatte ich mir dieses Buch besorgt und besonders zu diesem Themenkomplex mehr Substanz erwartet. Gut und daher dennoch empfehlenswert ist das Buch vor allem wegen des eingegangenen Wagnisses, den Inhalt der weiteren 3 noch nicht publizierten Bände in etwa zu prognostizieren (Kapitel: Der Tagesprophet). Fazit: Wer die Faszination der Harry-Potter-Bände und mehr zum Hintergrund der Autorin wissen möchte, sollte zu den Titeln: "Im Bann des Zauberlehrlings?: Zur Faszination von Harry Potter" / Kaspar H. Spinner (Hrsg.) greifen oder zu dem Buch von Jörg Knobloch: "Die Zauberwelt der J. K. Rowling: Hintergründe und Facts zu "Harry Potter". Als Ergänzung dazu - aber nicht zu mehr - ist das vorliegende Werk brauchbar, das allerdings vom Stil her witzig geschrieben ist und - bisherige - Nicht-Leser der Harry-Potter-Werke neugierig machen dürfte.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin leidenschaftlicher Nabokov-Fan. Und ich habe keine Zeile "Harry Potter" gelesen, geschweige denn die Verfilmungen gesehen - das Buch wurde mir von einem Harry-Potter-Fan geschenkt. Für einen HP-Kenner mögen die Zusammenfassungen ermüdend sein, mir gaben sie einen kurzweiligen Überblick über Inhalt & Struktur des Plots. Maars Vergleichspunkt liefert ein intelligentes Buch. Vielleicht sollte ich Nabokov mal beiseite legen und Harry Potter doch lesen ;-) Und ja, es stimmt: Nabokov hätte HP gemocht. Nabokov, der in einem Interview auf die Frage, warum er seine Bücher geschrieben habe, antwortete "I like to compose riddles with elegant solutions."
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Veröffentlicht am 12. Mai 2010 von sabatayn76
Guter Einstieg für Potter-Novizen
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Veröffentlicht am 2. Oktober 2007 von Floetelei
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Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von elipal
Gute Idee, spannendes Buch - nicht nur für Fans!
Der Literaturkritiker Michael Maar beleuchtet in diesem Buch die "Harry Potter" Bücher als literarische Kunstwerke. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2004 von Holly Short
völlige Enttäuschung
Wer sich eine Interpretation bzw. Analyse der Potterbücher von diesem Buch erwartet wird völlig enttäuscht sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2004 von taciturus
positiv überrascht
Nachdem ich die doch eher negativen Rezensionen auf dieser Seite gelesen habe habe ich mich zuerst dazu entschlossen, dass Buch nicht zu kaufen und mich dann aber, als ich es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2003 von Misah
Sackgasse der Ratlosigkeit
Hier wird endlich eine dringend notwendige Untersuchung gewagt:
Michael Maar belächelt die Harry-Potter-Bücher nicht als Kinderbücher, sondern nimmt sie als... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2002 von "ismene9"
Enttäuschend
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, das mir empfohlen wurde und war dann doch sehr enttäuscht, als ich es endlich in den Händen hielt. Lesen Sie weiter...
Am 3. Juni 2002 veröffentlicht
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