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Wer das nicht versteht, sollte schleunigst das Buch lesen, wer es versteht erst recht!
Wie kann Sebastian Glubrecht nur so unterhaltsam schreiben, oder besser gesagt, warum können das andere nicht?
Das Buch ist zum brüllen komisch, durchweg unglaublich kurzweilig und dabei keineswegs banal, weil jede Episode, jede Anmerkung, jeder Charakter so treffend ausgesucht und dargestellt wird, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe. Die Personen sind allesamt so authentisch dargestellt, dass es wirkt, als würde ein guter Freund die Geschichte erzählen. Einige Personen sind so liebenswert und wahrhaftig, dass sie schon nach ein paar Seiten gute Freunde zu sein scheinen oder sie haben zumindest etliches mit unseren Freunden gemein.
Ein Buch über den Umgang mit dem Erwachsenwerden oder auch über den richtigen Umgang beim Erwachsenwerden: "Aber Du kommst doch hoffentlich noch ab und zu zum Spielen nach Berlin, oder?"
Eine Liebesgeschichte, so ergreifend, dass unweigerlich die Identifikation mit der schönsten eigenen Liebesgeschichte erfolgt. Und so ist das Buch durchaus in der Lage schlaflose Nächte zu bereiten, wenn es zur falschen Stelle weggelegt werden muss oder noch schlimmer, doch nicht weggelegt wird.
So kann man als Leser auch keinen echten Groll gegen den Autoren erzeugen, wenn er eine Wendung in der Handlung, sagen wir freundlich, unnötigerweise überdramatisiert. Nein, die Freude am Buch kann es kaum trüben, denn Sebastian Glubrecht tischt weiter unablässig Kapriolen der Vergnügsamkeit auf und gleicht etwaige kurze Entrüstung über den Handlungsverlauf mehr als aus.
Ein Thriller - naja nicht so richtig, aber es gibt wirklich nervenaufreibend spannende Passagen, in denen das Buch nicht weglegbar ist.
Ein Leitfaden für das Leben in Bayern. Selten ist Mundart so direkt und schlüssig in einen ohnehin grandiosen Erzählfluss eingefügt worden (siehe z.B. Überschrift).
Unterhaltung wie sie besser nicht sein kann, in einem tollen flüssigen Schreibstil, der sich hervorragend zum gegenseitig Vorlesen eignet. Bitte jedoch nicht abends im Bett, wenn am nächsten Morgen wichtige Termine anstehen. Denn erstens ist auch der müdeste Krieger nach der Lektüre von wenigen Zeilen wieder quietschfidel und zweitens ist es ehrlich ein ganz gemeines Unterfangen, das Buch wegzulegen bevor es ausgelesen ist.
Wir sind inzwischen richtig sauer, weil wir längst durch sind und weit und breit kein adäquater Ersatz in Sicht ist.
Bitte lieber Sebastian Glubrecht, schreib weiter, wir haben Tränen gelacht.