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NICHT SCHULDIG!: Wie ich zum Opfer der US-Justiz wurde [Gebundene Ausgabe]

Jens Söring , Ulrike Strerath-Bolz
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 2012
Seit einem Vierteljahrhundert sitzt der Deutsche Jens Söring in den USA im Gefängnis – für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Als junger Student legte er aus blinder Liebe ein falsches Geständnis ab, um seine damalige Freundin vor der Todesstrafe zu bewahren. Am Ende lautete das Urteil: zweimal lebenslänglich. Sörings Fall sorgte für internationale Schlagzeilen. Nun berichtet er von dem fatalen Fehler, der sein Leben zerstörte, von der Hoffnungslosigkeit des amerikanischen Haftalltags und von seinem bis heute andauernden Kampf um die Freiheit. Authentisch, packend und eindringlich erzählt: Jens Sörings Lebensgeschichte geht unter die Haut.

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NICHT SCHULDIG!: Wie ich zum Opfer der US-Justiz wurde + Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet: Barmherzigkeit und Strafvollzug
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Droemer (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426275791
  • ISBN-13: 978-3426275795
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 136.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es ist ein Lehrstück über verweigerte Gerechtigkeit, das viele Facetten hat. Man muss Jens Söring nicht zwingend für unschuldig halten, um das alles zu sehen." Milos Vec Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2012

"Sein "Image als Ungeheuer" habe es politisch unmöglich gemacht, ihn nach Hause zu schicken. Das Buch soll helfen dies zu ändern." Frank Herrmann aus Washington Der Standard, 02.03.2012

"Dafür liest sich das Buch packend von der ersten Seite an. Söring zieht den Leser mit in den Sog, in den ihn Elizabth Haysome riss." Nina Baumann Focus, 29.02.2012

"Denn es geht in dem Fall längst nicht mehr um Gerechtigkeit..... In Virginia ist Sörings Schicksal zum Politikum geworden - und der frühere Geschichtsstudent zum Spielball in einem brutalen Senatswahlkampf." Marc Pitzke, New York Der Spiegel, 28.02.2012

Über den Autor

Jens Söring wurde 1966 in Bangkok geboren. Der Sohn eines deutschen Diplomaten wuchs in den USA auf, wo er ein Hochbegabtenstipendium für die Universität Virginia bekam. Dort lernte er Elizabeth Haysom kennen, die heute wegen Anstiftung zum Mord an ihren Eltern im Gefängnis sitzt. 2001 lehnte der Oberste Gerichtshof Sörings Revision endgültig ab, 2009 tauchten neue DNA-Spuren auf, die Söring entlasten. Jedes Jahr stellt er einen Antrag auf Begnadigung, die nächste Anhörung ist im Frühjahr 2012.

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Objektivität wahren! 9. April 2012
Von S. Kittel
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn der Unschuldige selbst zur Feder greift, ist immer mit (freilich unvoreingenommener) Vorsicht damit umzugehen. Der Leser erfährt hier vieles über das Warum, sein Leben in den Gefängnissen und seinen Kampf mit dem System. Aber der rote Faden des Hasses auf das amerikanische Justizsystem zieht sich durch das gesamte Buch.

Daß es einem wie mir schwer fällt jemandem zu glauben, der bereits 1985 massiv getrickst und gelogen hat, Scheckbetrug und andere Straftaten beging, hat sich in meinem Fall auch durch das Lesen des Buches nicht gebessert. Es bleibt in mir einfach ein fader Beigeschmack. Wenn ein Fußabdruck nicht passt, DNA-Spuren (jedoch nur 11 von 42 - was nicht generell ausschließt, daß nicht doch eine der anderen 31 von ihm stammen könnte) nicht passen und ein Fahrzeug nicht von ihm zur Reparatur mit abgegeben wurde bedeutet dies trotzdem nicht, daß eine Tatbeteiligung unbedingt ausgeschlossen werden kann. So mancher Täter wurde mit verurteilt, nur weil er draußen Schmiere stand oder nur ein Alibi beschaffte.

Auch mir fiel doch sehr negativ auf, daß Jens 1985 seine Freundin wohl kaum bei ihren Fantasien, die Sie bzgl. des möglichen Todes ihrer Eltern hegte in eine andere Richtung lenkte. Wenn das Geschriebene in dieser Art und weise korrekt ist, dann muß sie sich ja in ihren Ideen richtig bestätigt gefühlt haben. Anstiftung zum Mord? Dafür reicht es jedoch wohl kaum.

Genau dieser Umstand bereitet jetzt wohl den Entscheidungsgremien Probleme. Wir kennen nur unser deutsches Rechtssystem und unsere Einstellung zum Rechtsstaat aber Amerikaner sind weitaus radikaler in ihrem Denken, wenn es auch bei der Verhinderung von Straftaten bisher nichts half. Daher gibt es dort die Möglichkeit des Schußwaffenbesitzes, werden eigene Besitztümer auch damit verteidigt und ist eine Todesstrafe bzw. Strafen weit über die Lebenserwartung eines Täters überhaupt möglich. Daß hierbei dann ein Gremium eher gegen als für einen Gefangenen entscheidet ist dem geschuldet.

Solange man keinen "Ersatz" für ihn als Verurteilten zur Verfügung hat und (auch wenn mancher es nicht mehr hören kann), jemand einst zigfach beteuert hat der Schuldige zu sein, wird man sich an ihn halten. Wenn das amerikanische Recht dann nur 21 Tage für einen Neuaufnahmeantrag vorsieht, ist das halt so. Bei einem Eingeständnis einer Straftat muß man wissen, was man tut und in welchem Rechtssystem man es tut. In Saudi Arabien hätte man ihn noch am nächsten Tag mit dem Schwert gerichtet.

Und ob man im amerikanischen Rechtssystem mit "Vortäuschen einer Straftat", Scheckbetrug in xxx Fällen, Irreführung der Justiz und Flucht durch die halbe Welt nicht sowieso mehr als 20 Jahre erhalten hätte, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Als Buchtitel hätte mir persönlich "I'm innocent" oder "Ich bin unschuldig" besser gefallen, da es sich auf die abschließenden Worte des Jens Söring bezieht. "Nicht schuldig" zieht mir zu sehr auf seine persönliche Meinung ab, welche aber bisher nicht festgestellt wurde. Das Thema selbst bleibt auf jeden Fall spannend.

Das Buch selbst ist interessant geschrieben, lässt sich flüssig lesen und gibt einen gibt einen wesentlich besseren Eindruck in das Leben in den amerikanischen Gefängnissen wieder als so manche Fernsehsendung es bisher tat.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Nicht Schuldig!" und doch im Knast 24. Februar 2012
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor dieses Buches ist Deutscher und sitzt seit mehr als zwei Jahrzehnten im amerikanischen Knast.

Seit Jahren kämpft der Diplomatensohn erfolglos um seine Freilassung. Sein Pech war, dass er in Amerika eine Freundin fand, die gerade geplant hatte ihre Eltern zu ermorden. Laut Jens Söring ist er unschuldig und dient nun als Sündenbock für das was im August 1984 geschah.

Zu zwei mal lebenslänglich verurteilte ihn die amerikanische Justitz. Immer wieder macht er sich neue Hoffnungen auf seine Entlassung aus dem Gefängnis und einer anschließenden Abschiebung nach Deutschland. Immer wieder sieht er sich enttäuscht.

In 21 Kapiteln beschreibt Söring seine komplizierte Beziehung zu seiner Freundin Elisabeth. Seitenweise Sexerlebnisse mit Elisabeth hätte der Autor sich meines Erachtens sparen können, sie lassen aber doch ganz offensichtlich etwas von der Beziehung der beiden zueinander erahnen. Hat Elisabeth Jens von Anfang an in der Hand? Benutzt sie ihn nur?

Das eigentlich spannende und für den deutschen Leser unglaubliche an diesem Buch sind die Beschreibungen des Autors wie er mit seinem Fall inzwischen sogar zwischen politische Fronten gerät und den Amerikanern beim Senatswahlkampf als Thema dient.

Dieser unglaubliche Fall wäre so in Deutschland undenkbar. Im Februar 2011 besuchte ihn der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning. Noch hat Jens Söring Hoffnung. Sein letzter Satz im Buch: "Irgendwann fällt jede Mauer. Wer wüsste das besser als wir Deutschen?"

Betroffen bleibe ich als Leser zurück!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I am innocent ! 29. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Selten hat mich ein Buch so berührt wie Nicht schuldig". Das Buch schildert die Lebensgeschichte von Jens Söring, einem Deutschen der seit über 25 Jahren unschuldig im Gefängnis in Virginia inhaftiert ist. Es beschreibt seinen verzweifelten und unermüdlichen Kampf um Freiheit und um die Möglichkeit noch einmal ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Wer dieses Buch einmal in die Hand genommen hat, legt es nicht eher weg, bevor er nicht die ganze Geschichte von Jens erfahren hat.

Aus Liebe zu einer Frau nahm er die Schuld an einem fürchterlichen Verbrechen auf sich, weil er sie vor der Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl retten wollte. Er dachte in seiner Naivität, sein Status als Diplomatensohn würde ihn vor Strafverfolgung retten. In einem aufsehenerregenden Prozess wurde er 1990 zu lebenslanger Haft verurteilt. Nur die Intervention des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte bewahrte ihn vor der Todesstrafe. Hauptindiz gegen ihn war ein blutiger und verwischter Sockenabdruck vom Tatort, der ihn verurteilende Richter war ein Freund der Opfer und sein Verteidiger litt an psychischen Störungen, weshalb ihm später die Lizenz entzogen wurde.

Sein letzter Satz nach der Urteilsverkündung im Gerichtssaal war "I am innocent". Seit dieser Zeit hat Jens nicht aufgehört seine Unschuld zu beteuern, seit dieser Zeit kämpft er um sein Leben, um seine Freiheit, um seine Rehabilitation. 2009 wurden sämtliche, damals am Tatort gefundenen Beweisstücke auf DNA Spuren untersucht .In 42 untersuchten Proben gab es KEINEN Hinweis auf die Anwesenheit von Jens am Tatort. Es gab einen neuen Zeugen, dem seine damalige Freundin in Begleitung eines anderen Mannes unmittelbar nach der Tat ein Fahrzeug zur Reparatur brachte, in dem ein blutverschmiertes Messer lag.

Jens hätte die Wiederaufnahme seines Falles beantragen können. Er verzichtete darauf, weil ihm der damalige, demokratische Gouverneur am Ende seiner Amtszeit die Haftüberstellung nach Deutschland zusicherte. Nach 2 Jahren in einem deutschen Gefängnis wäre er dann begnadigt worden. Genau das wurde ihm zum Verhängnis, die Einspruchsfrist lief ab und die erste Amtshandlung des republikanischen Nachfolgers war der Widerruf seiner geplanten Haftüberstellung. Seitdem wird Jens im US-Senatswahlkampf als Spielball zwischen Demokraten und Republikanern benutzt und rücksichtslos politisch instrumentalisiert. Jeder gestellt Antrag auf Begnadigung wird abgewiesen, denn Gnade ist im amerikanischen Strafvollzug nicht vorgesehen, das Wort ist dort gänzlich unbekannt.

Das Buch ist unglaublich spannend zu lesen, in jedem einzelnen Wort steckt die Verzweiflung, mit der Jens seinen Kampf führt. Man muss sich immer vor Augen halten, dies ist KEINE fiktive Geschichte. Es ist die Lebensbeichte eines Mannes, der in seiner Jugend einen großen Fehler begangen hat als er aus Liebe zu einer Frau ein falsches Schuldgeständnis abgab. Sein Fall geht im Moment durch alle Medien, er braucht Öffentlichkeit für seinen Kampf. Es gibt hier keine rechtlichen Möglichkeiten auf Berufung mehr, ihm kann nur noch auf politscher Ebene durch die Bundesregierung geholfen werden.

Seit ich das Buch gelesen habe, bin ich fest entschlossen, Jens in seinem Kampf zu unterstützen. Er braucht unser aller Hilfe. Aus eigener Kraft schafft er es nicht. Wie man ihm helfen kann steht auf seiner Homepage, wie ich herausgefunden habe.
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5.0 von 5 Sternen Jens Söring
Dieses Buch wird auch unsere Freunde aus Chiang Mai auf ihrer 3 Monatigen Reise durch Europa begleiten und für Spannung sorgen. L. Wegelin
Vor 1 Monat von Wegelin Lys veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen inspirierend
Selbst (oder gerade) wenn man Objektivität walten lässt: Jens Söhrings Geschichte hat mich sehr berührt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bendick's veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super interessant und mitreißend
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da mich der Titel dieses Buches und auch der Kurzinhalt schon sehr angesprochen haben. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Jenny Tiltack veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen An den Verfasser des Kommentars "The Never Ending..."
DAS IST EINE FRECHHEIT!!!! Der Mann oder die Frau die diesen Kommentar geschrieben hat sollte sich schämen. 25 Jahre Haft sind Folter. Noch dazu wenn man unschuldig ist. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Geli Sommer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bis zum Tod unschuldig im Gefängnis?
Jens Söring schreibt über seine erste Begegnung mit Elizabeth Haysom,über die gemeinsame Flucht nach Europa und Asien , den Betrug mit Schecks,die gefälschten... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von kiel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ausgang der Geschichte Jens Söring: ungewiss
Bis heute konnte die Aufklärung im Mordfall der Haysoms, der Eltern von Jens Sörings' damaliger Freundin, nicht abschließend geklärt werden und würde... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Danny B. veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen The Never Ending Söring
Liest man in deutschen Medien zur Thematik "Jens Söring", so handelt es sich dabei häufig um extrem einseitige Berichterstattungen, die sich in der Masse stark an Jens`... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Latur veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Fragwürdiger Fall!
Das Buch von Jens Söring ist sehr spannend geschrieben und seine Darstellung des Falls klingt äußerst glaubwürdig. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Pseudonym veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen authentisch, packend und aufwühlend
Ich habe die knapp 400 Textseiten in einem Rutsch innerhalb von 24 Stunden gelesen. Es wäre ein Stoff für einen packenden Film, wenn ihm nicht bis dato das Happy End... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von M. Niesen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert!
Erstmal vielen Dank an Herrn Söring für das Schreiben dieses Buches! Es zeigt sehr deutlich auf, was für Abhängigkeiten bei Angehörigen von Borderlinern... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Waldi veröffentlicht
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