Eigentlich habe ich ja bisher nur die Federspanner gebraucht, aber da abzusehen ist dass auch andere Achsteile ziemlich bald (200.000 km) zum Austausch anstehen dürften der Abzieher und der Ausdrücker auch bald in Einsatz gehen. Da ich die beiden Werkzeuge aber bisher nicht verwendet habe, kann ich nur sagen dass sie einen stabilen Eindruck machen und sauber verarbeitet sind.
Die Federspanner dagegen habe ich benützt (4 Stoßdämpfer gewechselt). Sie funktionieren einwandfrei, und sind augenscheinlich ausreichend massiv augeführt. Dem Set liegt keinerlei Anleitung bei, aber man findet haufenweise Anleitungen auf Youtube wie man "Shock Absorbers" bzw. "Struts" wechselt, da sieht man genau wie man mit den Federspannern umgehen muss. Da gibt es übrigens auch ein Video das zeigt wie toll einem die Feder um die Ohren fliegt wenn man sie ohne Federspanner ausbaut :-)
Diese einfachen Universal-Spanner eignen sich meiner Meinung nach uneingeschränkt nur für Autos mit McPhearson Federbeinen, bei denen Dämpfer und Feder zu einem Federbein zusammengefasst sind. Für den Feder- oder Dämpferwechsel wird das ganze Federbein aus dem Auto geschraubt und dann kann man die Federspanner leicht an der Werkbank seitlich ansetzen. Bei Systemen, bei denen die Feder bereits im Auto gespannt werden muss, sind diese Spanner m.E. fahrzeugabhängig nicht oder nur sehr bedingt geeignet. Es muss neben der eingebauten Feder beidseitig noch genügend Platz für die Spanner sein, und an den Federenden muss Platz für einen gewissen Überstand der Spindeln sowie das Ansetzen der Ratsche zum Spannen vorhanden sein. Diese Spanner werden unweigerlich Probleme machen bei Federsystemen die tief in einem Dom verschwinden, oder wo sich am hinteren Ende relativ breit bauende Achsschenkel/Lenker befinden. Für solche Konstruktionen gibt es andere Federspanner, die z.B. von unten durch ein Loch hindurch ins Innere der Feder eingesetzt werden müssen. Das geht mit diesen Spannern natürlich nicht.
Ein Tipp noch: natürlich spannt man nicht die ganze Feder zusammen bis sie Windung an Windung als Paket vorliegt, man greift nur ein paar Windungen ab und spannt sie nur einige Zentimeter bis die zentrale Haltemutter bzw. der obere oder untere Federteller am Federbein drucklos wird und man sie gefahrlos ab/anschrauben kann. Korrekt angebracht liegen die Spanner paarweise gegenüber senkrecht zu den Federwindungen, also schräg zur Federbeinachse.
Fazit: angesichts des günstigen Preises kann man die Spanner m.E. nicht besser machen, und da sie - etwas Mitdenken und eine geeignete Federbeinkonstruktion am Auto vorausgesetzt - sehr gut funktionieren und auch sonst einen ordentlich verarbeiteten Eindruck machen:
5 von 5.
AL.