Oder um es auf Deutsch zu sagen: Das Gerät ist sein Geld wert, denn tatsächlich erhält man fürs Geld eine ganze Menge Gegenwert - wenn auch mit kleinen Schwächen... Ich fasse mich so kurz es geht und verdichte das, was in den anderen Rezensionen steht, mit meinen Erfahrungen der letzten beiden Monate:
Das Gerät *ist* de facto langsam, verglichen mit anderen Navis, auch mit dem aktuellen Release 5.1 noch (Stand Jan. 2006). Bei sehr vielen Aktionen zeigt der hinter den Kulissen werkelnde Windows CE-Kern die berüchtigte Sanduhr und man hat immer wieder einige Sekunden zu warten. Der Garmin iQue 3600 etwa, ein Palm OS basiertes Navi das ich schon länger besitze, ist dagegen blitzschnell und führt jeden Befehl geradezu verzögerungsfrei aus (außer der rechenintensiven Routenberechnung an sich, versteht sich).
Die Auswahl einzelner Fahrziele und auch das planen von Routen sind beim Transonic halbwegs intuitiv gelöst, wobei auch hier wieder der o.g. Garmin deutlich besser geeignet ist, mal eben die Route zu ändern und ein Zwischenziel einzubauen etc. - nicht zuletzt wieder wegen dessen schon genannter Schnelligkeit, aber auch wegen des Handlings an sich.
Hat man die Planung hinter sich und beginnt mit der Navigation, schlägt die große Stunde des Transonic. Europa komplett als Daten babei -in bester Qualität, da (wie beim iQue auch) von NAVTEQ- sind schonmal ein dicker Pluspunkt, und die Führung zu den Zielen ist wirklich spitze. Auch hier wieder der Vergleich: Im Straßenverkehr besser als beim iQue! Und das gebe ich nur ungern zu, da ich nun wirklich bekennender Palm OS und iQue Fan bin... ;-)
Die Sprachansagen kommen auf den Punkt, es sind nicht zuviele und nicht zu wenige, sie werden unterstützt von durchdachten, kompakten Bildschirmanzeigen. Auf Autobahnen z.B. wird nicht nur der Wechsel auf die neue AB angezeigt sondern auch die Richtung, die dabei einzuschlagen ist. Etwa "A3 in Richtung Köln" oder "A3 in Richtung Frankfurt", wobei diese Vorgabe immer der obersten Ortsangabe auf den Autobahnschildern entspricht. Wirklich sehr, sehr fein gelöst.
Auch innerorts bietet das Helferlein alles, was das Herz begehrt: Anzeige und Ansage der richtigen Ausfahrt im Kreisel, Entfernungsbalken bis zur nächsten Abbiegung, Zeit- und Entfernungsangaben der nächsten Aktion usw.
Ein richtig tolles Schmankerl sind die im Navi vorhandenen Infos über Tempolimits. Das Display zeigt einem an, wenn z.B. außerorts 80 km/h ausgeflaggt sind und warnt sogar per "Achtung!" Sprachhinweis, wenn man dieses Tempo überschreitet. Hierbei ist die tolerierte Überschreitung des Tempolimits konfigurierbar oder das Feature auch einzeln für Straßentypen abschaltbar. Wirklich eine sehr nette Dreingabe.
Die Menge an Sonderzielen (POIs = Points of Interest) ist gut. Ich habe beispielsweise bisher jede Tankstelle oder jeden McDonalds in der Karte eingezeichnet gesehen, die zuletzt besuchten Hotels waren auch alle drin usw. Was will man mehr?
Alles in allem kann man dem Transonic PNA 4000 auch 5 Sterne geben, Preis/Leistung stimmen jedenfalls. Nur eben durch die zum Teil doch etwas nervige Zähigkeit ("Hat er meinen Screen-Tap jetzt registriert oder nicht...?") büßt es bei mir einen Stern ein.
P.S.: Der Garmin iQue 3600 ist übrigens ein Immer-dabei-Navigations-PDA und hat als solcher Funktionen und Möglichkeiten, die deutlich über reine Straßennavigation wie beim Transonic hinaus gehen - das erledigt er quasi "nebenbei". Der iQue ist und bleibt in meinen Augen das Maß aller Dinge in seinem Segment, im Punkt "Straßennavigation" muss er sich dem Transonic jedoch geschlagen geben.