Nachdem ich mit die Techspecs unzähliger Navis von Becker, NavGear, Navigon, TomTom und Garmin durchgelesen hatte,
bin ich irgendwann zufällig auf den 2510 Explorer gestoßen.
Ich hatte diese Geräteklasse vorher völlig ausser Acht gelassen, weil ich in den Spezifikationen der anderen Hersteller in dieser Klasse nichts gefunden habe, was mich angesprochen hat.
Einen Kompromiss habe ich bei diesem Navi machen müssen - Ursprünglich wollte ich mir wieder eins mit großem Display kaufen, wie mein TomTom zuvor es hatte.
Mir war jedoch wichtiger, dass das Gerät TMC, Reality View Pro, Lane Assist und Text-to-Speech mitbringt.
Dass der verbaute SiRFAtlasIV Chip bereits Galileo kompatibel ist, habe ich erst nach meinem Kauf erfahren - und mich gefreut.
Auf Extras wie Bluetooth, FM-Transmitter, MP3, Video und DVBT habe ich bewusst verzichtet - diese Features habe ich bei meinem TomTom schon alle nicht genutzt.
Der erste GPS-Fix dauerte in Bewegung etwa 15-20 Minuten, danach wurde die Verbindung aus dem Standby heraus innerhalb weniger Sekunden hergestellt.
Die Berechnung jeder der 3 vorgeschlagenen Routen dauert ca. 5-10 Sekunden, myRoutes empfiehlt anschließend eine der 3 zur Auswahl stehenden Strecken
anhand des persönlichen Fahrstils. In wie weit hier mitgedacht wird, kann ich noch nicht beurteilen, da die meisten Routen mich über die A40 lotsen.
So würde ich persönlich sie auch fahren. Der 2510 Explorer schlug jedoch bereits andere Ausfahrten vor, als die sonst von mir genutzten.
Beide Vorschläge habe ich akzeptiert und mich an die Fahranweisungen gehalten. Strecke Bochum-Mülheim-Bochum.
Auf dem Weg zum Zielort Mülheim lotste mich das Navi deutlich geschickter durch die Stadt, als ich persönlich gefahren werde.
Weniger Ampeln, einfachere Streckenführung.
Auf dem Rückweg nach Bochum, schlug es eine Ausfahrt vor, die hinter meine normalen Ausfahrt liegt.
Beide Strecken waren mir schon vorher bekannt, beide sind in etwa gleich schnell und lang.
Ich persönlich fahre nur nicht gern Autobahn. Vielleicht lernt das Navi das noch.
Die Fahranweisungen sind erheblich klarer, logischer und einfacher als bei meinem alten TomTom, auf das Display muss man hier nicht achten.
Das wird besonders durch Text-to-Speech unterstüzt, was mein altes Gerät noch nicht unterstützt hat. Zumindest nicht in Deutschland,
wegen des Preises von fast 480 Euro hatte ich mich damals entschlossen, mir das Gerät aus den USA für knapp die hälfte mitbringen zu lassen.
Vor dem Abbiegen werden Straßennamen genannt, auf Autobahnen die Städtenamen in deren Richtung man fahren soll.
TMC funktioniert prima. Auch wenn das Navi mir immer sagt "Eine Ausweichroute wird nicht empfohlen".
Das kann ich aber bei der immer gleichen Baustelle auch nachvollziehen, Ausweichen wäre hier viel zu zeit-intensiv.
An Autobahnkreuzen springt das Navi in die Reality View Ansicht und zeigt eine gute Übersicht der Fahrbahn, die nutzbaren Spuren sind mit gelben Pfeilen markiert.
Zudem bekommt man die gesprochene Anweisung z.B. "Folgen Sie den linken Spuren in Richtung..."
Extrem schnell, im vergleich zu meinem alten Navi, berechnet der 2510 Explorer neue Routen. Sobald man vergisst abzubiegen oder sich bewusst für eine andere Route entscheidet, dauert es etwa 3 Sekunden bis das Navi die neue Route kommentarlos anzeigt und unbeirrt weiter navigiert.
Features die ich noch nicht genutzt habe, die aber an Bord sind, wären bspw.
Merian Reiseführer
Sightseeing infos
und Fußgängernavigation mit Autofinder für den Rückweg.
Sollte der Bordstrom an die Zündung des Wagens gekoppelt sein, was bei mir leider nicht der Fall ist,
dann schaltet sich das Navi nach dem Abschalten des Wagens innerhalb von 5 Sekunden auf Standby.
Das gleiche tut es aber auch wenn man einfach den Stecker raus zieht - Das heisst: Kein Strom = Standby.
Natürlich kann man diesen Vorgang unterbrechen oder das Navi direkt wieder einschalten - Auch ohne Strom.
Angesichts der vielen Features und des niedrigen Preises, war ich, wie erwähnt, bereit auf 1" beim Display zu verzichten.
Durch die geringere Größe, kann man das Navi auch mal eben in die Hosentasche stecken - falls man den Wagen
irgendwo parken muss, wo man es nicht ins Handschuhfach werfen möchte.
Einen halben Stern würde ich wenn möglich dennoch abziehen, auch wenn ich das Navi für empfehlenswert halte:
Es reagiert manchmal sehr träge auf Eingaben. Das war bei meinem alten aber auch so.
Da es kein haptisches Feedback gibt, ist so manchmal für 2-3 Sekunden unklar, ob es überhaupt reagiert.