Wie schon in einer anderen Rezension erwähnt, ist dieser Artikel wohl vor allem für N64-Liebhaber und -Nostalgiker zu empfehlen, denn man kann beliebige ROMs von alten Spielen in hoher Qualität und grafisch vom PC aufbereitet nochmals spielen- mit Originalfeeling! Denn mit einer Tastatur wird das ganze manchmal etwas hakelig und diese streikt auch gerne, wenn man viele Tasten auf einmal drückt. Und natürlich kann man seine Spiele im Emulator mit beliebigen Steuergeräten spielen, aber dieser Adapter bietet eben alles, was ein Nostalgiker braucht: Zwei Anschlüsse (Dieses Minimum an Multiplayer muss schon sein.) und das wichtigste: es ist ein Adapter für den Originalcontroller.
Wenn da nur noch das berühmte "schnelle Loslegen" wirklich so schnell wäre. Man hat im Spiel oft Probleme mit zu insensitiver Steuerung beim Analogstick. Da bewegt sich die Auswahlhand in Super Smash Bros. zu langsam und/oder unterscheidet nicht gut zwischen "ganz durchgedrückt" oder "leicht angedrückt" und so rennen einem die Charaktere ständig über den Bildschirm - so richtig spielen kann man damit natürlich auch nicht. Allerdings verdient hier der Adapter selbst keine Abwertung, denn der überträgt die Werte optimal. Es sind vielmehr eventuell ausgeleierte Controller oder die Einstellungen im Steuerungsplugin des Emulators schuld - falls man denn überhaupt das richtige Plugin ausgewählt hat, denn manche unterstützen den Analogstick schon an sich nicht. Doch hier lässt sich mit Optionengeschraube einiges machen: Ich verwende Project64 in der Version 1.6 und das mitgelieferte "Kontrollerplugin" namens "N-Rage`s Direct-Input8 V2 1.80a", das allerdings nicht standardmäßig ausgewählt ist und welches man deshalb manuell auswählen muss (Menü "Optionen"->"Einstellungen..."->unter "Kontrollerplugin" genanntes auswählen und mit "OK" bestätigen"). Dann sollte man am besten die Controller mit den Gameadapter-Optionen in der Systemsteuerung kalibrieren und anschließend im Emulator die Tasten belegen - und, noch viel wichtiger - an dem "Range" und der "DeadZone" (beides in der Konfiguration des Kontrollerplugins in Project64 auffindbar) herumdrehen. Für besonders ausgeleierte Controller sollte man einen hohen Range wählen - es können auch schnell 100% nötig werden - und eine niedrige DeadZone, am besten unter 10%. Entsprechend bei "frischeren" Controllern einen niedrigen Range (allerdings sind hier auch unter 50% nach meinen Erfahrungen Schwachsinn, da reagiert nichts mehr wirklich) und eine hohe DeadZone (auch hier eher höchstens um 10-30%). Danach hat man dann auch endlich das Gefühl, wirklich vor einem N64 und einem Röhrenfernseher zu sitzen - naja, fast. Denn die Grafik ist mit Antialiasing und Anisotropischer Filterung und hoher Auflösung (und und und) natürlich um einiges ansehnlicher - wenn auch mancher Nostalgiker hier die Nase rümpfen mag.