Da ich in vielen Rezensionen immer gute Hilfestellungen für meine Kaufentscheidung gefunden habe und manchmal sogar ganze Anleitungen zu bestimmten Problemen, möchte ich das heute auch mal tun.
Erst mal dickes Lob an Amazon, die ohne Wenn und Aber mein Erstgerät getauscht haben, weil ich einen Pixelfehler mitten auf dem Bildschirm hatte. Eigentlich gehört das noch zur Fehlertoleranz, aber es ist doch recht ärgerlich bei einem Gerät dieser Preiskategorie und auch noch mitten auf dem Bildschirm.
Viele Worte über den Laptop insgesamt möchte ich nicht verlieren, das haben Andere schon ausreichend getan. Ich persönlich finde das Design sehr schick, ich schätze vor allem das matte Display mit Full-HD-Auflösung, den leisen Lüfter, dass die Tastaur beim schreiben schön leise ist, das BluRay-Laufwerk und natürlich die Performance des Prozessors und der Grafikkarte.
Folgende Dinge sollte man unbedingt wissen, wenn man überlegt sich diesen Laptop zuzulegen:
DIE FESTPLATTE:
die eingebaute Festplatte hat eine Umdrehung von 5.400 rpm. Dies ist defintiv der Flaschenhals bei diesem Gerät. Wenn ihr wirklich wollt, dass diese Kiste rennt, dann tut euch selbst einen Gefallen und nehmt noch mal ca. 200 EUR für eine SSD in die Hand!
Das Ganze hat noch einen weiteren Vorteil: die neue SSD ist LEER. Der ganze Mist, der auf dem Laptop vorinstalliert ist, bremst dermaßen aus, dass man nicht weiß, wo da die gute Performance geblieben ist.
Mit SSD und Neuintallation des Betriebssystems schlägt der ASUS jedes MacBook Pro beim hoch- und runterfahren (und in einigen Dingen mehr, vor allem wenn man sich das Preis/Leistungsverhältnis ansieht, aber das will ich hier nicht weiter ausführen).
SSD EINBAUEN:
Die Festplatte lässt sich leicht tauschen. An der Unterseite gibt es nur eine Kreuzschraube unter einer kleinen Gummiabdeckung, die man lösen muss, danach kann man den Deckel abziehen. Die Festplatte ist mit 4 Kreuzschrauben befestigt, die wiederum in einem Rahmen steckt, ebenfalls mit 4 Schrauben. Beim Austauschen der eingebauten Platte sollte man diese möglichst SEITLICH rausziehen anstatt nach oben, sonst könnten Kontakte brechen.
Neue Platte auf dem gleichen Weg rein (evt. wird noch ein schwarzer Plastikrahmen bei der SSD mitgeliefert, dieser muss unter die Platte gelegt werden, bevor diese wieder angeschraubt wird.
DAS BETRIEBSSYSTEM INSTALLIEREN:
Genau wie wir werdet ihr spätestens nach dem Einbau der SSD feststellen, dass das Betriebssystem ja auf der ausgebauten Festplatte verweilt. Eine CD mit Windows 7 gibt es nämlich nicht dazu. Man kann natürlich eine Recovery brennen, aber soweit ich weiß, kann man damit keine Neuinstallation durchführen.
Was haben wir gemacht? Nach einer vollwertigen Demo von Windows 7 gesucht! Und zwar ganz legal. Da ihr eine Lizenz zusammen mit dem Kauf des Gerätes erworben habt, könnt ihr diese Demo dann auch ganz normal aktivieren. Und zwar mit euer Seriennummer auf der Unterseite des Laptops und der Akivierung per Telefon bei Microsoft.
Alle notwendigen Treiber für Netzwerkkarte, Grafikkarte usw. gibt es bei ASUS.
WICHTIG!
Kommen wir zu den Dingen, mit denen man leben muss, solange es keine Lösung dafür gibt:
1. LEISES KNACKEN IN DEN LAUTSPRECHERN
Diese sind im Grunde ok und klingen auch gut. Allerdings geben diese ab und zu in unregelmäßigen Abständen ein leises Knacken von sich, z.B. beim Hochfahren, beim anklicken von Ordnern usw. und NEIN, es hat nichts mit dem Soundschema von Windows zu tun und sofern ihr ne SSD drin habt, logischerweise auch nichts mit der Festplatte.
Das Problem ist der Treiber von Realtek! Deinstalliert man diesen, ist das Knacken weg. Schön und gut, aber dadurch funktioniert weder das Mikro noch der Subwoofer.
Ich hab schon mehrfach mit ASUS geschrieben, die das Problem angeblich nicht nachvollziehen können an ihrem eigenen Gerät. Allerdings sieht es so aus, als hätte fast jeder das gleiche Problem mit dem N56VZ (als auch mit dem N76). ASUS wollte, das ich meinen Laptop einschicke, da dieser aber nicht kaputt ist, sondern lediglich ein Treiberproblem vorliegt, habe ich das Gerät nicht aus der Hand gegeben. Ich lebe damit und hoffe auf ein Treiberupdate.
Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, googelt mal nach "n56vz crackling sound" und/oder "n56vz knacken Lautsprecher".
EDIT
LÖSUNG!!!!!
ich habe von jemandem eine englische Anleitung gepostet bekommen. Nachdem ich diese ausgeführt habe, war das Knacken weg!!!
Habe die Anleitung für euch auf deutsch übersetzt mit den Schritten, die ich gemacht habe. Bei mir hat es funktioniert. Lasst mich wissen, ob es bei euch auch geklappt hat!
1. Rechtsklick auf die Lautstärkesteuerung unten rechts in der Taskleiste
2. Klick auf "Aufnahmegeräte"
3. Im Reiter "Aufnahme" Rechtsklick und "Deaktivierte Geräte anzeigen" sowie "Getrennte Geräte anzeigen" aktivieren.
4. "Steromix" erscheint. Rechtsklick darauf und auf "Aktivieren", nochmals Rechtsklick darauf und auf "als Standardgerät auswählen"
5. anschließend ein Weiteres Mal mit Rechtsklick auf "Stereomix" und auf "Eigenschaften"
6. im Reiter "Abhören" bei "Dieses Gerät als Wiedergabequelle verwenden" Haken setzen
7. Im Klappmenü unter "Wiedergabe von diesem Gerät" auswählen "Lautsprecher (Realtek High Definition Audio)" (bei "Energieverwaltung" sollte der Punkt bei "Bei Bateriebetrieb weiterhin ausführen" gesetzt sein)
8. im Reiter "Pegel" den Pegel auf 0 setzen! Dadurch wird vermieden, dass ein Halleffekt auftritt. Der Lautstärkepegel hat mit diesem Regler nichts zu tun. (An dieser Stelle ein Dankeschön an
Alex für den Tipp!)
Edit 17.01.2013: hier noch ein erweiterter Ratschlag von S. Reimers:
"Unbedingt erwähnt werden sollte bei der Anleitung zum Entfernen des Knisters jedoch, dass im Realtek Sound Manager (!) der Pegel bei Stereomix auf 0 gesetzt werden muss, und dass man beim Autostart den Realtek Sound Manager nicht herausnimmt. Ansonsten bekommt man den Rückkopplungeffekt, also einen ständigen Dauerton.
Wichtig hier: Es genügt nicht einfach den Pegel vom Stereomix beim Lautsprechersymbol im Taskmanager auf 0 zu setzen. Das funktioniert zwar, aber nur bis zum Neustart, den irgendwie scheint der Realtek Soundmanager beim Neustart den Pegel zu setzen, egal was manuell davor in Windows verstellt wurde. Daher schön im Realtek Sound Manager den Pegel auf 0 setzen."
9. im Reiter "Erweitert" auswählen "2 Kanal, 16 Bit, 44100 Hz (CD-Qualität). Hier könnt ihr noch experientieren, denn das war aus der englischen Anleitung nicht ganz klar hervorgegangen.
Nicht vergessen überall OK und "Übernehmen" zu klicken. Das war's!
Noch als Hinweis: es wird anfangs 1x in den Boxen knacken beim Hochfahren. Im laufenden Betrieb aber dann hoffentlich nicht mehr! Das Brummen im Sufwoofer behebt es nicht, wäre auch zu schön gewesen ;-)
2. BRUMMEN IM SUBWOOFER BEIM SCROLLEN
Es geht hier nicht um den Klang, sondern um ein weiteres ominöses Problem: wenn man z.B. im Browser mit dem Mausrad scrollt, dann brummt es ganz leise im Subwoofer. Googelt zu diesem Thema mal unter "N56VZ Subwoofer brummt scrollen" oder "N56VZ farting sound" (heißt dort wirklich so...)
Ob dies auch am Treiber liegt, kann ich nicht genau sagen. Ich befürchte aber fast, dass es mit einem Treiberupdate nicht behoben ist, denn das Brummen ist auch zu hören, wenn der realtek-Treiber deinstalliert wurde. Ich hatte ein ähnliches Problem mit alten PCs, die Soundkarten onboard hatten. Diese habe ich dann immer deaktiviert und eine eigene Karte reingesteckt.
Bei den Lautsprechern kann es an einem einfachen Energiemanagementproblem liegen, dass die Lautsprecher immer wieder ab- und einschaltet, wodurch das Knacken erzeugt wird. Bei den Lautsprechern habe ich kein Brummen während des Scrollens festgestellt.
EDIT
mein Tipp: wenn euch sowohl das Knacken der Lautsprecher als auch das Brummen im Sufwoofer auf den Keks geht, so würde ich zumindest in den eigenen 4 Wänden externe Boxen (vorne rechts beim Kopfhörersymbol) anschließen. Dadurch werden die internen Lautsprecher deaktiviert und es knackt auch nicht in den externen Boxen. Den Sufwoofer würde ich abziehen bzw. nur unterwegs benutzen um Musik zu hören oder einen Film zu schauen. Ansonsten weglassen! Das Brummen, welches beim scrollen im Sufwoofer zu hören ist (muss wohl am Anschluss liegen), ist zudem NICHT in den externen Boxen zu vernehmen.
3. DAS TOUCHPAD
Hier kann ich nicht so viel zu sagen, da ich dieses Problem nicht habe. Der Vollständigkeit halber weise ich aber darauf hin, was andere User dazu geschrieben haben.
Selbst bei leichten Berührungen kann es vorkommen, dass das Touchpad klappert. Da es eine große Fläche ist, die am oberen Ende befestigt wurde und sich unten links und rechts drücken lässt für die beiden Maustasten, kommt es offenbar vor, dass nicht alle Touchpads gleichermaßen gut befestigt wurden. Einige (wie ich) müssen schon etwas drücken, um die linke oder rechte Ecke (Maustaste) runterzudrücken, bei Anderen scheint dies ein klappern hervorzurufen bereits beim leichten Tippen auf die Mitte des Touchpads. Hier wäre eine Abtrennung zwischen dem Touchpad und den Maustasten sicher besser gewesen.
4.
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