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Der Mythos vom guten Krieg: Die USA und der Zweite Weltkrieg
 
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Der Mythos vom guten Krieg: Die USA und der Zweite Weltkrieg [Taschenbuch]

Jacques Pauwels , Renate Heike van der Laan
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 317 Seiten
  • Verlag: Papyrossa Verlagsges.; Auflage: 3., erw. u. verb. A. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894382201
  • ISBN-13: 978-3894382209
  • Originaltitel: De mythe van de >goede oorlog<. Amerika en de Tweede Wereldoorlog
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,4 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 614.017 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jacques R. Pauwels
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Good for business" war der Nationalsozialismus für viele Amerikaner, für Wirtschaftsbosse ebenso wie für Politiker. Den einen versprach er satte Gewinne, den anderen die Abwehr des viel schlimmeren Feindes Kommunismus. Nichts mit der hehren Vorstellung des amerikanischen Eintritts in den Zweiten Weltkrieg, um Freiheit und Demokratie zu erreichen. Jedenfalls nicht, wenn man den Analysen des belgischen Historikers Jacques Pauwels folgt.

Pauwels beseitigt den Mythos vom guten Krieg der USA ohne falsche Rücksichtnahme auf amerikanische Befindlichkeiten. Dass er dabei, insbesondere als nicht-amerikanischer Autor, den Vorwurf des Anti-Amerikanismus geradezu herausfordert, ist ihm wohl bewusst. Doch dieser Attacke kann sein Buch widerstehen, eine kritische Analyse ist noch kein USA-feindlicher Ansatz!

Bei seiner Missbilligung des gängigen Geschichtsbilds hält sich Pauwels wirklich nicht zurück. Ob allgemein politische Aspekte, wie die fanatische US-Kommunismusfurcht als Kriegshintergrund, oder Militärisches, wie ein unangenehmes Erklärungsmuster für den verheerenden Bombenangriff auf Dresden 1945, diese Arbeit provoziert. Die Erkenntnisse in Sachen Geschäftemacherei US-amerikanischer Konzerne mit den Nazis respektive der spätere Verdienst am Krieg sind zwar nicht neu, in dieser zusammengefassten Form aber dennoch ernüchternd. Pauwels listet gnadenlos US-Schwachpunkte und -Eigeninteressen auf, rückt so das schiefe Bild vom "guten Krieg" gerade.

Die Tendenz zum Negativen beherrscht Pauwels, die historische Wahrheit dürfte eher in der Mitte liegen: Die USA zogen nicht nur aus Demokratiebegeisterung in den Krieg, die unselige Allianz aus Kommunismusangst und Wirtschaftsinteressen war aber auch nicht alleiniger Auslöser. Pauwels gebührt dennoch ausgesprochenes Lob dafür, dass er historische Fakten neu bewertet und seine Leser durch die argumentative Härte gegenüber dem Mythos vom guten Krieg sensibilisiert. Kratzer an dessen blank polierten Oberfläche können nicht schaden. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Im Zweiten Weltkrieg führten die USA einen Kreuzzug für Demokratie und Freiheit: Dieses Bild widerlegt Jacques R. Pauwels als Mythos. Bis zur deutschen Kriegserklärung waren die US-Machteliten fixiert auf die "rote Gefahr". Hitler dagegen war "gut fürs Geschäft", Antifaschismus deshalb nicht gefragt. Auch nach Pearl Harbor trieben US-Konzerne "business as usual" mit Nazi-Deutschland, wähnten sich im Krieg "gegen den falschen Feind" und auf Seiten "des falschen Alliierten". Ein "guter Krieg" war der Zweite Weltkrieg für sie trotzdem, bescherte er ihnen doch reiche Früchte und - mit Ausnahme des sowjetischen Bereichs - "offene Türen" auf der ganzen Welt. Sollte er zum "perfekten Krieg" werden, mußte er nach 1945 nur gegen den "richtigen Feind" fortgesetzt werden. Dieser Kalte Krieg lohnte sich noch mehr als sein Vorläufer und erreichte mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch das erstrebte Ziel.

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Interessante und querliegende Übersichtsdarstellung, 11. November 2001
Von 
Dietrich Marquardt (Frankfurt/M, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Mythos vom guten Krieg: Die USA und der Zweite Weltkrieg (Taschenbuch)
Die USA als Verkörperung der westlichen Demokratie und "natürlicher" Gegner des Nationalsozialismus in Deutschland und des Faschismus in Japan und Italien - das ist offenbar ein Mythos. Mit diesem Mythos, seiner Funktion und seinem nur begrenzten Wahrheitsgehalt befasst sich das Buch von Pauwels, eines in Kanada lebenden Wissenschaftlers belgischer Herkunft. Hitler und sein Regime konnten sich in den USA wie auch in Großbritannien und Frankreich zunächst einer gewissen Sympathie erfreuen, war ihr Feind doch die kommunistische Sowjetunion - die es auch für die genannten Staaten war.
Die Aufnahme des Kampfes gegen Japan und Deutschland unter Roosevelt folgte einer nüchternen Abwägung der eigenen Interesse - um die Wiederherstellung der Demokratie in Europa ging es dabei nur nachrangig. Der Krieg war nicht zuletzt ein ausgezeichnetes Geschäft vor allem für die USA - erst durch ihn konnte die große Depression der 30er Jahre überwunden werden. Die Kriegführung in Deutschland und Japan war dann überwiegend davon bestimmt, den sowjetischen Partner/Gegner zwar mit Material zu beliefern, aber auch "ausbluten" zu lassen und ihm nachhaltig etwa durch die Zerstörung von Städten wie Dresden und Hiroshimo die Überlegenheit der amerikanischen Waffentechnik zu demonstrieren. Das Buch ist mit diesen Interpretationen "gegen den Strich" der gängigen Geschichtsdarstellungen (oder -mythen ?) geschrieben.
Pauwels will ein Übersicht, eine "Synthese" liefern, es wird auf zahlreiche originäre, auf Quellenstudium beruhende Darstellungen verwiesen, die z.T. ebenfalls quer zum Mainstream liegen. Der Text ist flüssig und z.T. etwas locker-flockig geschrieben, was aber die Solidität der Argumente nicht beeinträchtigen muss. Die Personalisierungen und die Benutzung zeitgenössischer Medienbegriffe wie "uncle Joe" für Stalin wird manchen Leser irritieren. Simple Schwarz-Weiß-Malerei ist trotz der eindeutig US-kritschen Tendenz des Buches nicht vorherrschend. Trotz gewisser Mängel und der genannten Einschränkungen ein anregendes Buch.
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