Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbequem vor allen für Naturschützer und Öko-Freaks,
Rezension bezieht sich auf: Mythos Wildnis (Broschiert)
In diesem Buch versucht Suchanek mit dem Begriff "Wildnis" aufzuräumen. Denn Wlldnis existierte nicht - sie wurde erst vom Menschen künstlich erschaffen. Der Begriff "Wildnis" wird vielmehr als Schlagwort für Umweltschutzorganisationen oder als Lockmittel in der Tourismusbranche verwendet, aber auch als Bezeichnung neu "entdeckter" Gebiete (z.B. Amerika) für die Rechtfertigung des Besetzten des Landes - aber mehr dazu in dem Buch. Suchanek kritisiert die sehr fehlerhafte Nationalpark- und Naturschutz-Ideologie wie sie heute weltweit von der zivilisierten Bevölkerung, den Biologen, Ökologen,... (wenn auch mit guter Absicht) praktiziert wird. Gerade dadurch ist das Buch vor allem für Naturschützer und Öko-Freaks (zu denen ich mich auch zähle) sehr u n b e q u e m.Man wird aufgefordert zum Umdenken - der Mensch ist aus einem intaktem Ökosystem nicht auszuschließen wie es in Nationalparks gehandhabt wird, sondern er ist Teil des veworrenem ökologischen Ganzen. Der Autor schildert die Tatsachen sehr anschaulich, sachlich und fundiert und zwingt zum kritischen Betrachten der Naturschutzpraxis. Eine Empfehlung für jeden der offen genug ist die Realität der "Wildnis" zu begreifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Natur-Schmähs und andere wilde" Lügen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mythos Wildnis (Broschiert)
Als Amerika von den Neuankömmlingen besiedelt wurde, kultivierten die Menschen ein wildes" Land, indem sie es urbar machten, eine Infrastruktur aufbauten und es mit ihrer Zivilisation bis in die letzten Winkel durchdrangen. Um die schönsten Fleckchen dieser Wildnis" zogen sie jedoch Grenzen, damit die Natur" in ihrer Unberührtheit" für spätere Generationen bewahrt werde. Durch diese Nationalparks wälzen sich nunmehr alljährlich Millionen von Städtern mit ihrem Fahrzeugen, um am Busen der Natur zu frohlocken....Jede Menge Spaß haben die postmodernen Naturliebhaber sicher, doch damit endet bereits der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte. Denn die Wildnis gibt es in Wahrheit gar nicht, sie hat es auch niemals gegeben. Jeder Quadratzentimeter Boden war immer schon von Menschen besiedelt und durch ihre jeweilige Wirtschaftsform kultiviert. Amerikas Prärie war genauso wenig wild" und unbewohnt wie Australien oder die Weiten des afrikanischen Busches. Vielmehr war den Bewohnern dieser Landstriche kurzerhand ihre menschliche Qualität und somit ihre Kulturkompetenz aberkannt und das Land von den Übermenschen der westlichen Kultur annektiert worden. Noch Ende des 19. Jahrhunderts, wenige Jahrzehnte vor dem Holocaust, riefen US-Politiker dazu auf, die Indianer endlich auszurotten, um sich dieses Problems" zu entledigen. Was nach diesem Aufruf von den Ureinwohnern noch übriggeblieben war, wurde vor allem in Südamerika, Afrika und Fernost seit der Mitte des 20. Jahrhunderts abermals vertrieben - diesmal unter dem Vorwand, die Ureinwohner würden die Natur durch ihre archaischen Wirtschaftsmethoden übernutzen und somit zerstören: Wolle man die verbliebenen Teile der unberührten" Natur in Gestalt von Nationalparks nach dem US-Vorbild bewahren, so müssten diese von allen menschlichen Einflüssen befreit werden. Und das tat man auch: Allein die Massai-Nomaden hatte man zweimal von ihren traditionellen Weiden vertrieben, erst Mitte der 60er Jahre aus der Serengeti-Region, um das gleichnamige Schutzgebiet zu errichten, und dann nochmals aus ihrem zugewiesenen Exil, dem Ngorongoro-Krater, nachdem auch dieser als Naturjuwel" entdeckt wurde... Kein Platz für Wilde"! Wie falsch dieser Mythos von einer unberührten Natur jedoch ist, zeigte sich z. B. anhand der immer wieder kehren, vernichtenden Waldbrände in den USA oder auch in Australien: Infolge der rigiden Brandschutz-Politik der Waldbehörden konnte sich über die Jahre hinweg Massen an totem Holz ansammeln. Ein einziger Blitz oder eine Zigarette konnte bereits eine Katastrophe auslösen... was früher, unter der Kotrolle der Wilden" nicht möglich war: Die sogenannte Wildnis war nämlich durch traditionelles Feuermanagement in Form gezielter und kontrollierter Brände gepflegt worden, wodurch sich ausdifferenzierte und komplexe Biotope entwickeln konnten - mit einer beträchtlichen Artenvielfalt. Diese Landschaften möchten für einen fremden Städter eine Wildnis" dargestellt haben. Für diejenigen, die darin und davon gelebt hatten, waren es Gärten, Kulturlandschaft, die seither... verwildern. Mit einer Fülle von wissenschaftlichem Datenmaterial führt der Wissenschaftsjournalist engagiert Beweis, wie konstruiert die Ideologie von der Wildnis" ist und zu welchem Desaster sie für die Bewohner dieser Wildnis" als auch für die Wildnis" selbst geführt hat. Vom Öko-Kolonialismus der Naturschützer über die Biopiraterie transnationaler Konzerne bis zu den Auswüchsen des boomenden Ökotourismus" analysiert der Autor die zahllosen Aspekte und Konsequenzen einer Utopie, die für uns so selbstverständlich natürlich" erscheint wie das tägliche Glas Vollmilch" oder der frische Apfel". Mit Natur hat all dies so viel zu tun wie eine Bombe auf Kabul mit Friedensstiftung. Aber bekanntlich sind ja die frechsten Lügen immer mit verblüffendem Erfolg gekrönt... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||