- Er war der bekannteste Soldat des Dritten Reiches, dessen Name schon vor 1933 auch von Alliierten mit Respekt und Bewunderung ausgesprochen wurde.
- Seine bekannteste militärische Mission war die in Afrika, wo er (z.T. mit Hilfe der Italiener) den Briten manche Schlappe beibrachte und Teile Nordafrikas besetzte. Zeitweise war angeblich schon allein sein Name eine psychologische Waffe, die "Wüstenfuchs" Versteck- und Blitzangriffs-Taktiken umgaben ihn beim Feind mit einer Aura der Unbesiegbarkeit. Da er 3000 km von Berlin operierte hatte er in manchen Dingen freie Hand, er respektierte z.B. die internationalen Bedingungen (im Gegensatz zu Hitler) in der Behandlung von Kriegsgefangenen und war um das persönliche Wohl seiner Leute besorgt.
- Sein Siegeszug hörte bei El Alamein auf. Die Armee war eingekesselt, wenig Reserven. Da wurde er von Hitler das erste Mal verraten, der ihm sowohl keinen Nachschub, wie auch keine militärische Hilfe mehr zukommen lies + Befehl des Durchhaltens bis zum letzten ... (siehe Stalingrad). Er setzte sich - im Gegensatz zu General Paulus - über den Führer-Befehl hinweg und brachte seine Soldaten unter abenteuerlichem Geschick (fast) unbeschadet zurück in die Nähe des europäischen Festlandes. Alleine diese Aktion gab Stoff für einige Abenteuerromane und Filme des Auslands (z.B. mit Mason "der Wüstenfuchs") ab, wo die Deutsche Armee dieser Zeit mal den "guten" Part abgab, um deren geglückter Flucht sich der deutsche wie britische Zuschauer freut.
- Anschließend wurde er trotz Befehlsverweigerung nicht exekutiert und mit anderen militärischen Aufgaben betraut. Er weigerte sich angeblich sich den (durch Machtwechsel abgefallenen) Italienern nach Einmarsch mit Gewalt zu begegnen (ehemalige Partisanen sprechen in dem Film). Zuletzt mit der Küstensicherung vor der Invasion, an deren Erfolg er selbst bald nicht mehr glaubt. Von Hitler hört er in diesen Tagen, daß auch dieser nicht an eine Wende glaubt.
- Die DVD zeigt durch den Mund von Zeitzeugen die Zwiesältigkeit seines Verhältnisses zu Hitler auf. Einerseits hört er nicht auf ihm ergeben (Eid) zu sein, schiebt unsinnige Befehle aus Berlin auf seinen Mitarbeiterstab wie Bormann oder Keitel, anderer seits ist er von Hitlers Desinteresse der eigenen Bevölkerung/Soldaten abgestoßen und sieht in seinen militärischen Befehlen seit 1942 wenig sinnvolles. In Frankreich nimmt die Widerstandsgruppe um Stauffenberg Kontakt mit ihm auf, er will nicht beitreten, allerdings verrät er die Gruppe nicht.
- 1944 soll er seine Meinung geändert haben und will sich nach geglücktem Attentat der neuen Regierung zur Verfügung stellen. Er hat angeblich in jenen Tagen auch von Methoden in den Konzentrationslagern erfahren.
Exkurs: Man stelle sich vor: Dresden und dutzende große deutsche Städte waren noch nicht durch Bomben zerstört, nach 1944 fielen proportional die meisten Deutschen (wie russischen) Soldaten ... Ob dies zu verhindern eine ehrenvolle Sache gewesen wäre, ist dem einzelnen Zuschauer überlassen ...
- In den Schauprozessen gegen die Generäle unter Freisler wird sein Name erwähnt, Rommel alsbald unter Schutzhaft in seiner Villa genommen und zum Selbstmord gezwungen. Sein Sohn schildert die letzten Tage. Unter Ehren wird der "Gefallene" öffentlich beigesetzt.
Der Mythos Rommel - sein Ansehen bei der Bevölkerung -war so groß, daß Hitler seine (wenn auch nur geringe) Verstrickung um das Attentat geheimhalten lies.
- Wer Rommel nicht schon von vorneherein verurteilt wegen seines Berufes als General und Teilnahme an Hitlers Eroberungskrieg kann durch diese DVD einen eigenwilligen wie mutigen Deutschen kennenlernen, der von der Nachwelt etwas Sympathie und Verständnis verdient, und das nicht nur von Lesern von Landser-Kriegstechnik-Büchern.
- Die DVD ist mit z.T. unveröffentlichten Filmaterial und vielen Zeitzeugen aufwendig recherchiert, interessant und spannend. Es wird ein insgesamt meist positives Bild des Generals gezeigt.