Schade! Birk Engmann hat die Chance, sich objektiv mit dem Thema Nahtoderfahrung auseinanderzusetzen, vertan. "Objektiv" würde nämlich bedeuten, dass Engmann sich auch mit der Nahtodforschung des letzten Jahrzehnts auseinandersetzt. Leider Fehlanzeige. Warum geht er z.B. nicht näher auf die Fakten der Nahtod-Studie ein, die Pim vam Lommel 2001 in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte und 2009 in seinem Buch "Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung" ausführlich vorstellte? Stattdessen wärmt Engmann alte, nicht mehr in der aktuellen Diskussion stehende Deutungsversuche wieder auf. Ist es Arroganz oder Hilflosigkeit, wenn nur diejenigen Teilbereiche von Nahtoderfahrungen betrachtet werden, die die eigenen Thesen stützen können, und alles andere ausgeklammert wird? Und wenn Forschungsergebnisse ignoriert werden, die nicht ins eigene Konzept passen?
Meiner Auffassung nach ist wahre Naturwissenschaft 1. objektiv, d.h. alle Aspekte berücksichtigend, 2. zukunftsgerichtet und 3. innovativ und offen. All das fehlt bei Engmann.
PS: zur Klarstellung: Hier soll nicht der Esoterik das Wort geredet werden.