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Mythos Motivation: Wege aus einer Sackgasse
 
 

Mythos Motivation: Wege aus einer Sackgasse (Gebundene Ausgabe)

von Reinhard K. Sprenger (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Unternehmensberater Reinhard Sprenger hat sich durch Bücher wie: Das Prinzip Selbstverantwortung oder Die Entscheidung liegt bei Dir! einen Namen gemacht. Seine provokativen Thesen haben seine Leser in zwei Lager gespalten. Auch mit dem in 14. Auflage neu erschienenen Buch zum Mythos Motivation sprengt Sprenger gängige Muster der Unternehmensführung.

Motivationsspritzen durch Prämien, Urlaube, Geschenke haben sich in den Köpfen vieler Unternehmer als notwendige Methode festgesetzt. Sie gehen davon aus, daß Mitarbeiter dadurch zu Höchstleistungen gebracht werden können. Sprenger argumentiert sehr raffiniert dagegen. Seiner Ansicht nach verliert durch diese versprochene Belohnung die Arbeit ihren eigentlichen Zweck. Die Kreativität bleibt auf der Strecke, weil nicht mehr um der Tätigkeit willen, sondern nur noch wegen des Köders gearbeitet wird.

Einleuchtend ist seine These, daß diese Haltung ein grundsätzliches Mißtrauen dem Mitarbeiter gegenüber innewohnt. "Eigentlich -- so die implizierte Annahme -- sind tendenziell alle Mitarbeiter Betrüger. Sie betrügen den Arbeitgeber um einen Teil der Arbeitskraft, die er bezahlt." Sprenger räumt ein, daß ein versprochenes Geschenk durchaus kurzfristig seine Wirkung durch einen erhöhten Einsatz erzielt. Aber nur für eine kurze Zeit. Die Prämien werden immer mehr nach oben geschraubt und hohe Kosten entstehen. Eine weitere Folge tritt ein: Die Begeisterung für die Bestechung verliert an Wert.

Der Mitarbeiter verliert seine Begeisterung für die Idee, er wird sich so niemals mit dem Unternehmen identifizieren. Er wird sogar quengelig, anspruchsvoll und von aggressiver Langeweile gepackt. Es ist also kontraproduktiv. Aber was schlägt der Autor als Alternative vor? Bis Sprenger diese Katze aus dem Sack läßt, hat der Leser vielleicht schon fast aufgegeben. Fast zum Schluß des Buches erst listet der Unternehmensberater auf, was sinnvoll ist.

Die Arbeit sollte gestalterisch sein, produktiv, im Dienste der Gemeinschaft stehen, Planung und Ausführung beinhalten und interaktiv sein, mit vielfältigen sozialen Kontakten. Sprenger hat erneut bewiesen, wie geschickt er Klischees sprengen kann. --Corinna S. Heyn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Deutschlands meistgelesener Managementautor« DER SPIEGEL »Der bekannte Führungsexperte Reinhard K. Sprenger trifft ins Schwarze.« CAPITAL »Deutschlands einziger Management-Guru, der diesen Titel wirklich verdient.« FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Sehr gute Problemdiagnose, doch wo ist die Alternative?, 8. April 2007
Sprengers Mythos Motivation dürfte eines der meistgelesenen populärwissenschaftlichen Management Bücher in Deutschland sein. Dies ist wenig verwunderlich, wenn man die Thematik betrachtet derer er sich widmet. Anreizsysteme waren bei Veröffentlichung des Buchs vor mehr als 10 Jahren eines der Top-Themen in deutschen Unternehmen und sind es auch heute noch. Der Schlüssel des Erfolgs liegt wohl darin, dass Sprenger die Antithese zu dem vertritt, was in 98% der Unternehmen zur Realität gehört.

Diese Antithese besteht darin, dass er die Effektivität von Anreizsystemen, welche Bonuszahlungen beim Erreichen von Zielvorgaben beinhalten, negiert. Diese These ist hochinteressant, bedenkt man den Siegeszug von Management by Objectives in der betrieblichen Praxis. So einleuchtend Sprenger die Nachteile dieses Ansatzes offen legt und immer wieder auf die intrinsische Motivation des Menschen verweist, so wenig kann er aber ein klares Konzept vorlegen, wie denn nun genau eine effektivere Unternehmens- und Mitarbeitersteuerung in seinen Augen auszusehen hat.

Dieses Buch ist ein gutes Wirtschaftsbuch, detaillierte arbeitspsychologische Einseichten sollte man aber nicht erwarten. Das Buch ist nun mal Populärwissenschaft und will wohl auch gar nichts anderes sein. Alles in allem eine sehr gute Problemdiagnose, allerdings kann auch Sprenger nicht das ultimative Alternativkonzept präsentieren.
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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Als Streitschrift zu betrachten, 13. Mai 2003
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Es gibt Bücher, die muss man lesen, weil sie andere auch lesen. Bei Sprengers Werken ist das so. Und wer mit Personalführung und Management zu tun, bisher aber an Sprengers Büchern vorbeigeschlittert ist, braucht für anhaltende Verweigerung eine gute Ausrede. Mit der gekonnten Aufarbeitung eigener Verletzungen durch Vorgesetzte katapultierte sich Sprenger vom Doktor der Philosophie in den Olymp der meistgelesensten Managementautoren. Klar, dass er heute als gefragter Unternehmensberater tätig ist. Wieviel seine Ratschläge der Untertanenwelt gebracht haben, bleibt offen. Klar ist, dass er die Welt nicht neu erfunden hat. Aber er sprach laut und süffig aus, was bei Insidern schon lange gemunkelt wurde: Motivation durch Belohnung ist auf Dauer kontraproduktiv. Weil Begeisterung durch Bestechung an Wert verliert. Ausserdem labten sich viele daran, dass hier einer hörbar am Lack der Führungselite kratzt und einem erklärt, weshalb man/frau nicht mehr arbeitet. Das belastet die Oberen und entlastet das Fussvolk. Nicht ungefährlich, aber notwendig und befreiend. Kurz und knapp verkündet Sprenger "Alles Motivieren ist Demotivieren". Das stimmt in dieser Absolutheit natürlich nicht, rüttelt aber verkrustete Denkchips durcheinander. Nachdem sich die Aufregung gelegt hat und die Betriebe wieder der vorsprenger'schen Alltag zurückkehrten, hat der Führungsexperte seinen Longseller überarbeitet und erweitert. Da neue Studien bestätigen, dass der Nachweis für eine Leistungssteigerung durch Anreizsysteme fehlt, rückt Sprenger von seinem Dogma nicht ab. Aber er gab der Frage "Wie denn besser?" mehr Raum. Und ausserdem verweist er für die Umsetzung - nicht zuletzt aus Marketinggründen - auf seine Folgebücher. Bei der plakativen Formulierung "Fordern statt verführen" weckt Sprenger bei mir Widerspruch. Denn "verführen" ist nicht das gleiche wie "verwöhnen". Anhand dieses Kapitels lässt sich schön zeigen, was der Fachwelt aufstösst. Der liebe Doktor nimmt es mit den Begriffen nicht sehr genau. Und der häufige Gebrauch des Wörtchens "natürlich" suggeriert eine überzeitliche und universelle Ordnung hinter den Dingen. Aber eine Streitschrift darf man nicht mit wissenschaftlichen Kriterien messen. Eine Überarbeitung hingegen verliert diesen Narrenfreiraum. Selbst Luther hat seine an die Tür gehämmerten Thesen mit etwas Distanz neuen Erkenntnissen angepasst. Sprenger-Fans wird das mentale Beharrungsvermögen ihres Gurus nicht kümmern. Für sie wird die Neuauflage zum Pflichtkauf werden. Wer aber bei Smalltalks keine roten Ohren bekommt, wenn vom "neuen" Sprenger die Rede ist, wird auf eine Anschaffung verzichten. Die Lektüre lohnt sich übrigens auch für die Gattung "Angestellte". Denn mit Sprengerzitaten lässt sich bei Personalverantwortlichen und Vorgesetzten gewaltig Eindruck schinden.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Immer wieder lesenwert!, 3. Oktober 2005
Von "wernerdrger" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Als vor über zehn Jahren die Erstausgabe dieses Buches erschien, war der Begriff "Motivation" in aller Munde. Als gute Führungskraft galt nur, wer viel Zeit darauf verwendet hat, seine Mitarbeiter durch Lob, finanzielle Anreize und sonstige "Führungs-Techniken" auf Kurs zu bringen.
Reinhard K. Sprenger hat als erster Autor entlarvt, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen Motivation und Motivierung gibt. Als "Motivation" definiert er den Eigenantrieb des Mitarbeiters, dessen Lust an der Arbeit. Als "Motivierung" bezeichnet er den künstlichen Versuch eines Personalverantwortlichen, die Mitarbeiter anzutreiben.
Das Buch belegt eindrucksvoll, dass Motivierung von außen oft die Eigenmotivation zerstört. So zitiert der Autor das Beispiel von zwei Studentengruppen, die eine Bastelaufgabe verrichten sollen. Die erste Gruppe wird dafür bezahlt (also von außen motiviert). Die zweite bastelt freiwillig (also ohne Motivierung von außen). Und was passiert, als die vereinbarte Zeit abgelaufen ist? Die erste Gruppe lässt alles stehen und liegen (weil fremdmotiviert). Die zweite Gruppe bastelt einfach weiter (weil von innen, sprich: intrinsisch motiviert).
Reihard K. Sprenger legt Führungskräften nahe, mehr Vertrauen in die Arbeitslust ihrer Mitarbeiter zu setzen und von der üblichen "Verdachtskultur" Abstand zu nehmen. Denn hinter vielen "Motivationsmaßnahmen", zum Beispiel Zielvorgaben oder Incentiv-Anreizen, steht der unausgesprochene Verdacht, dass die Mitarbeiter aus freien Stücken nicht ihre ganze Leistung geben. Und eben dieser Verdacht verdirbt der Belegschaft dann tatsächlich die Arbeitslust. Eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.
Eine gute Führungskraft sorgt vielmehr dafür, dass sich die Eigenmotivation des Mitarbeiters entfalten kann, indem dieser die nötige Entscheidungsfreiheit, das nötige Wissen und vor allem das nötige Vertrauen seine Vorgesetzten bekommt.
Mit diesem Buch hat Sprenger die Motivationskrise als erster heraufziehen sehen und die - leider bis heute - unbeachteten Rezepte dagegen geliefert, noch dazu auf philosophischem Fundament und in geistreichem Schreibstil. Ein immer noch und immer wieder lesenswertes Buch!
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MYTHOS MOTIVATION wird von vielen Unternehmern und Führungspersönlichkeiten als Machwerk eines unbelehrbaren Weltverbesserers betrachtet, dessen Inhalte zu Anarchie führen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Caligula veröffentlicht

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Diese Buch ist einfach nur klasse. Endlich räumt mal jemand mit dem Unsinn auf, Menschen motivieren und führen zu wollen, in dem man ihnen Boni zahlt oder variable Gehälter. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Pladdeflabbes veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Endlich mal klare Worte
Wenn jemand einmal gebündelt Wissen über Führung haben möchte, und nicht jeden vorbeifahrenden Zug für richtig hält ist mit diesem Buch auf dem richtigen Gleis.
Vor 10 Monaten von Martin Schult veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ab dafür...
Herr Sprenger zeigt anschaulich, wie man Wege aus der Sackgasse Leben finden kann. - Gelungen!
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3.0 von 5 Sternen Theorie und Praxis
Mir ist in meiner langjährigen Führungspraxis diese "Motivationsmaschinerie" immer suspekt gewesen und ich habe die Spirale des "immer mehr versprechen müssen" selbst erlebt und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. September 2007 von Angela Wigger-Hamann

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"Viele Worte, die gemacht werden, um einfache Gedanken mitzuteilen, sind ein untrügliches Zeichen der Mittelmäßigkeit" (Schopenhauer)

Selten war ich auf ein Buch so... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2007 von Christian Herwig

5.0 von 5 Sternen Wichtig!
Tja...Mitarbeiterführung...das ist so eine Sache. Befragen Sie einmal 10 Führungskräfte zum Thema Motivation, dann werden Sie 10 verschiedene Meinungen bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2006 von Bernd Katritzke

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