Kurzbeschreibung
Metropolen ist der faszinierende Charakter eines geöffneten Buches eigen, wenn man geneigt ist, darin zu lesen. In ihrem Text analysiert Bollerey die Anziehungskraft, die jenseits des modernen Massentourismus liegt, Eindrücke, die nicht direkt ins Auge springen. Sie blättert im MYTHOS METROPOLIS.
Die Autorin blättert gewissermaßen im MYTHOS METROPOLIS, der sich in den Werken berühmter Schriftsteller, Maler oder auch Filmregisseure spiegelt. Gegenüber deren eher sanfter Lesart der Stadt wird von Künstlern wie Piranesi und George Grosz ein anderes Bild vermittelt: die Stadt als ein lautes, sich aufdrängendes Tier.
Weitere Kapitel des durchgängig in englisch und deutsch geschriebenen Textes behandeln die psychologischen und physiologischen Lebensbedingungen des heutigen Großstadtmenschen etwa bei Georg Simmel oder auch den immer wieder zitierten Vergleich mit dem biblischen Babylon. Illustriert wird er durch einen Bilderbogen von historischen und zeitgenössischen Photos, Gemälden und Zeichnungen sowie Karikaturen, Postkarten und Werbeplakaten, die kaleidoskopartig die Textabschnitte und Aphorismen begleiten.