form 184 Juli/August 2002
Missverständnis Mappe "Den Herren Pecher und Böckmann sei Dank.Schon allein dafür, dass sie allen potenziellen Bewerbern der diversen Design-Studiengänge schonungslos klar machen, dass es nicht ausreicht, ein paar Zeichnungen zusammenzuraffen, um sich damit auf einen der raren Studienplätze zu bewerben. ... Hier hilft dieses Buch. Anhand von kurzen Stellungnahmen diverser Hochschullehrer, Erfahrungsberichten von Bewerbern und insgesamt 50 "erfolgreichen" Mappen belegen die Autoren, worauf es vor allem ankommt: auf künstlerische Eigenständigkeit...Selbstverständnis und gewisse handwerkliche Fähigkeit. ... Auch dies macht das Buch zu einer wertvollen Hilfe: Die Legenden zu den Mappenbeispielen geben nicht nur Auskunft über das jeweilige Institut, die Studienrichtung, das durchschnittliche Alter der Studenten und das Aufnahmeverfahren, sondern eben auch über die Vorbereitung. ... Eines jedenfalls gelingt den Autoren überzeugend: Das Missverständnis Mappe wird umfassend aufgeklärt. Wer nach der Lektüre dieses Kompendiums immer noch glaubt, die Mappe sei ausschließlich ein Transportbehältnis, der sollte sich gleich bei der Post bewerben."
Kurzbeschreibung
Jahr für Jahr versuchen ca. 60.000 junge Menschen einen Studienplatz im Fachbereich Design zu ergattern. Damit gehört dieser Studiengang zu den beliebtesten und am stärksten nachgefragten in Deutschland. Rund 80 Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen bieten ein Studium in den Fachbereichen Grafik-, Kommunikations-, Foto-, Industrie-, Textil- oder auch Modedesign an, doch übersteigt die Zahl der Bewerber die vorhandenen Plätze bei weitem. So bewarben sich beispielsweise im vergangenen Jahr an der Universität Köln rund 1.400 Aspiranten für einen der 70 zu vergebenden Plätze. Ähnlich groß ist der Konkurrenzkampf an anderen Hochschulen.
Nun ist nicht jeder, der Design studieren will, auch dafür geeignet. Für die Vergabe der Studienplätze wird deshalb kein Notendurchschnitt zugrunde gelegt, vielmehr muss jeder Bewerber sein künstlerisch-gestalterisches Talent unter Beweis stellen. So unterschiedlich die Aufnahmeverfahren an den einzelnen Fakultäten dabei im Detail auch sein mögen, die erste Hürde für die Studienwilligen ist an allen Fakultäten die gleiche: sie müssen eine Mappe mit individuellen Arbeiten abliefern.
Dabei erhalten sie in der Regel keine wirklich konkreten Hilfestellungen oder Vorgaben. Sie sind sich mehr oder weniger selbst überlassen, weshalb nun ein anstrengender, über viele Monate währender Orientierungslauf beginnt. Man besucht Ausstellungen und wälzt Bildbände anerkannter Meister, versucht an einem der heiß umkämpften Mappenberatungstermine teilnehmen zu können oder in Gesprächen mit Designstudenten und Künstlern die Erleuchtung zu finden. Wenn man welche kennt! Mit Abstand am begehrtesten ist jedoch der Blick in erfolgreiche Bewerbungsmappen, die Mappen derjenigen also, die die Aufnahmeprüfung bereits bewältigt haben.
»Mythos Mappe« gewährt diesen Einblick. In dem großformatigen Buch werden auf 228 Seiten die Arbeiten aus insgesamt 50 erfolgreichen Bewerbungsmappen gezeigt, womit »Mythos Mappe« eine außerordentlich umfangreiche Dokumentation von weit über 1.500 Abbildungen liefert. Jeder Aspirant hat die nie dagewesene Möglichkeit, seine Fähigkeiten einem realen Vergleich zu unterziehen. So findet er in »Mythos Mappe« die Antworten auf die beiden Fragen, die ihn in dieser schwierigen Lebensphase am meisten beschäftigen: Wie gut bin ich wirklich? Wie gut muß ich sein?
In einem redaktionellen Teil liefern renommierte Professoren aus den einschlägigen Fachbereichen sowie gestandene Designer interessante Statements zum Thema. Auf der Internetseite zum Buch gibt es ein Forum, über welches sich die vielen Interessierten austauschen können.
Klappentext
Um die berenzten Studienplätze im Fachbereich Design entbrennt an den mehr als 80 Univerversitäten und Hochschulen des Landes alljährlich ein heißer Konkurrenzkampf, wenn zehntausende Aspiranten versuchen, einen der raren Plätze zu ergattern. Maximal nur jeder Zehnte hat Erfolg. Wer sich für einen Studienplatz im Fachbereich Design bewerben möchte, muss eine individuelle Bewerbungsmappe füllen und mit den darin enthaltenen Arbeiten sein künstlerisch-gestalterisches Talent unter Beweis stellen, die wichtigste Grundvoraussetzung für das Designstudium. An dieser Hürde kommt man nur vorbei, indem man sie nimmt. So beginnt für die Aspiranten ein schwieriger Orientierungslauf, denn zunächst einmal ist jeder bei der Arbeit an der Mappe sich selbst überlassen. Man versucht Einblicke zu gewinnen und sich wo immer möglich zu inspirieren. Besonders begehrt ist natürlich der Blick in die Mappen derjenigen, die es bereits geschafft haben. MYTHOS MAPPE zeigt deshalb rund 2.000 Arbeiten aus 50 erfolgreichen Bewerbungsmappen von Designstudenten, die erst vor wenigen Monaten mit ihrer Mappe erfolgreich waren. Dazu liefern renommierte Professoren, erfahrene Designer und Designstudenten wertvollen Input zum Thema Bewerbungsmappe.