Pea ist verzweifelt: sie ist absolut unscheinbar, ihre Haare machen sie verrückt und ihre Kleidung passt hinten und vorne nicht. Noch dazu ist sie schrecklich ungeschickt und neigt dazu sich zu blamieren, kaum macht sie den Mund auf. Sie ist ein absolut hoffnungsloser Fall.. oder?
Venus - oder auch unter dem Namen Aphrodite bekannt - ist die Göttin der Liebe. Sie ist der absolute Traum eines jeden Mannes - wunderschön, liebenswert und intelligent. Doch sie lebt schon viel zu lange allein und sehnt sich nach dem, was sie anderen immer und immer wieder schenkt: die wahre Liebe.
Durch einige Zufälle (Schicksal?) treffen Pea und Venus aufeinander und Venus beschließt Pea zu helfen.
Zuerst möchte ich euch abtippen, was ganz vorne im Buch steht. Das soll den Lesern einen Eindruck vermitteln, was sie von dieser Reihe erwarten können und sollen und auf was für Geschichten sie sich in dieser Reihe freuen dürfen. Ich fands sehr informativ. Einzig der Vergleich mit der House of Night-Reihe fand ich nicht so geglückt - mit diesen Büchern hat diese Reihe für mich garnichts zu tun.. .
"Liebe Leserinnen und Leser,
okay, ich gestehe - Autoren haben ihre Lieblingsbücher. Ich weiß, ich weiß, Bücher sind wie Kinder und wir geben nur ungern zu, dass wir eines lieber mögen, aber es stimmt. Die Göttinnen-Bücher sind meine Lieblingskinder.
Wie House of Night, meine Bestseller-Serie für junge Erwachsene, so feiert auch die Göttinen-Reihe die Unabhängigkeit, Intelligenz und Schönheit der modernen Frauen. Meine Helden haben alle eines gemeinsam: Sie wissen starke Frauen zu schätzen und sind klug genug, sowohl Köpfchen als auch Schönheit zu würdigen. Ist die Mischung von Respekt und Anerkennung nicht ein exzellentes Aphrodisiakum?
Sich in die Mythologie zu versenken und alte Legenden neu aufzuarbeiten macht Spaß. Göttin der Liebe ist alles in allem eine erotische Komödie. Vielleicht ist dieser Band der lustigste und sinnlichste der Serie - schließlich ist ja Venus selbst die Hauptperson! In Göttin des Meeres erzähle ich eine moderne Fassung der Geschichte von Undie, der Meerjungfrau - sie tauscht den Platz mit einer Offizierin der U. S. Air Force, die selbst dringend einen Tapetenwechsel braucht. Dann begeben wir uns - in Göttin des Lichts - mit den göttlichen Zwillingen Apollo und Artemis auf eine nette Reise nach Las Vegas. In Göttin der Frühlings wende ich mich dem Mythos der Persephone und Hades zu und schicke eine moderne Frau in die Hölle. Wer hätte gedacht, dass die Hölle und ihr grüblerischer Gott so wunderbare, verführerische Aspekte haben könnten?
Göttin der Rosen ist eine Version meines Lieblingsmärchens Die schöne und das Biest. Darin habe ich eine magische Welt erschaffen, aus der die - guten und bösen - Träume stammen und ein atemberaubendes Tier ins Leben gerufen.
Aber auch der Trojanische Krieg interessiert mich schon seit langem und ich finde, dass Achilles ein Held ist, der endlich auch ein Happy End verdient. Darum geht es in Göttin des Sieges - ich bin gespannt, wie es euch gefällt.
Ich hoffe, ihr habt Spaß an meinen Welten und ich wünsche euch, dass ihr euren eigenen Funken Göttinnen-Magie entdeckt!"
Ich freue mich auf jedes Buch der Reihe sehr - aber am meisten auf Göttin der Rosen, muss ich gestehen. Allerdings bin ich auch sehr neugierig auf den zweiten Band - denn am Ende von Göttin der Liebe befindet sich eine Leseprobe, die Lust auf mehr (Meer ;) ) macht.
Jetzt aber zum Buch selbst..
Ehrlich gesagt ist dieses Buch mehr Liebesroman als sonst etwas. Wie P.C. Cast es auch selbst sagt: es ist tatsächlich irgendwie eine erotische Komödie.
Die ganze Sache mit den Göttern, dem Olymp und den mythischen Elementen laufen eher "selbstverständlich" nebenbei. Es gibt keinen Feind, den es nebenbei zu besiegen gilt und es gibt auch kein Rätsel, das aufgeklärt werden muss. Es geht schlicht und einfach um die Liebe. Eigentlich passend - schließlich geht es um die Göttin der Liebe. Jedoch muss man aufpassen, nichts anderes zu erwarten.
Die Handlung im Buch spielt sich ab wie in einem typischen, humorvollen Liebesroman. Denn Humor hat die gute P.C. Cast wirklich bewiesen. Wer schon ihre Partholon Bücher gelesen hat, weiß was ich meine. Eine Spur Sarkasmus, selbstironische Charaktere und nicht immer ganz der nötige Ernst, den die Situation erfordern würde. Manchen Lesern macht das Spaß, andere kriegen die Krise. Ich zähle zur ersten Gruppe.
Sex-Szenen gabes hier natürlich auch. Man kann sie jedoch an einer Hand abzählen und sie gingen nie über besonders viele Seiten. Dennoch wurden sie teilweise sehr detailreich beschrieben.
Venus fand ich gegen meine Erwartungen richtig richtig toll. Sehr oft bekommt man ein arrogantes, selbstverliebtes und herablassendes/zickiges Bild von Aphrodite vermittelt - obwohl sie die Liebenden zusammenbringt. In diesem Buch war sie einfach nur wahnsinnig herzlich und eine richtig tolle Freundin. so stelle ich mit die Göttin der Liebe vor. Sie hat mich überrascht und ich habe ihr die Wendung der Geschichte wirklich gegönnt - ganz anders, als ich es dachte, als ich den Klappentext las.. .
Pea ist eigentlich eine erwachsene Frau - und doch benimmt sie sich teilweise wie ein Teenager. Sie hat absolut kein selbstbewusstsein und hat sehr mit sich selbst zu kämpfen, sobald es um Männer und ihr Aussehen geht. Dabei ist sie im Grunde ein sehr hübsches Mädchen. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser zusammen mit Venus, welche Teenager-Erfahrungen Pea heute noch quälen.
Auf die beiden Männer möchte ich garnicht näher eingehen, außer die Anmerkung, dass sie sich irgendwie sehr ähnlich waren. Obwohl sie im Prinzip grundlegend verschieden sind.
Das Ende ist auch sehr typisch für einen Liebesroman. Es wirkt mir ein bisschen zu sehr hingedreht, wie es gerade am besten gepasst hat und hat mir dann doch ein bisschen den Spaß verdorben. Auch wenn es auf der anderen Seite schön kitschig war.
Fazit
Eine Geschichte mit viel Liebe und Humor und ein paar mythischen Elementen. Ich freue mich auf mehr! Dieses Buch bereitet seinem Leser ein paar spaßige Lesestunden - jedoch sollte man nicht zu viel erwarten.