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Mythgarthr Bd 2: Der Zauberer
 
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Mythgarthr Bd 2: Der Zauberer [Gebundene Ausgabe]

Gene Wolfe , Jürgen Langowski
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 654 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1. Aufl. (Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608937765
  • ISBN-13: 978-3608937763
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 205.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

" (...) ein echtes Meisterwerk - eine große Geschichte, großartig erzählt. Gene Wolfe ist der Erzmagier der phantastischen Literatur." (Nick Gevers, Locus Magazine)

Kurzbeschreibung

Mit »Der Zauberer« bringt Gene Wolfe seine zweibändige »Mythgarthr«-Saga zum Abschluß - ein echtes Meisterwerk - eine große Geschichte, großartig erzählt. Gene Wolfe ist der Erzmagier der phantastischen Literatur.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rückkehr nach Mythgarthr 31. Dezember 2007
Von Jan-niklas Bersenkowitsch TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Mit dem Zauberer bringt Gene Wolfe seine zweibändige Reihe, die mit dem Ritter ihren Anfang nahm, zu Ende und es gelingt ihm das Niveau des Vorgängers zu halten, sogar zu steigern. Dies liegt vor allem daran, dass "der Zauberer" etwas besitzt was seinem Vorgänger selbst abging: Einen dichten roten Faden. Der wird aber in der ersten Hälfte des Buches nicht durch den Hauptprotagonisten Sir Able getragen, sondern durch Nebenfiguren aus dem Vorgängerband, die aber scheinbar auch nichts anderes zu sein scheinen als schizophrene Ausgeburten von Arts(der junge Mann der diese Geschichte in Form eines Briefes aus der Ich-Erzählperspektive aufschreibt. Das vergisst man aber aufgrund des "magischen" Schreibstils nur allzu schnell, da es Wolfe wie auch schon im Vorgänger gelingt, trotz Mangel an ausgeschriebenen Emotionen, die Figuren auf Grund ihrer ausschweifenden Gedankengänge und der Interaktion mit den anderen sehr lebendig wirken zu lassen) Persönlichkeit sind und scheinbar nur deswegen die Handlung vorantragen, da er sich in der nun geradezu übermächtigen Haut seiner Überpersönlichkeit "Sir Able" nicht mehr wohl zu fühlen scheint.

Dies legt sich jedoch im Laufe der Zeit und Able selbst rückt nun wieder in das eigentliche Licht der Handlung, in der alle losen Fäden aus dem ersten Teil logisch und konsequent zusammengeführt werden und schlussendlich zu einem Happy End führen, welches jedoch bei genaueren Lesen, sich im Grunde als das genaue Gegenteil herausstellt, was aber auch wieder rein vom Blickwinkel des Betrachters abhängt.

Wie auch der Ritter kann man den Zauberer auf vielschichtige Art und Weise lesen. Mal als schönes Märchen im Stile klassischer Rittergeschichten, in denen es um Ehre, Liebe und ehrenvolle Kämpfe (von dem es übrigens noch mehr als im Vorgänger gibt) geht. Dann wieder als psychologische Charakterstudie des jugendlichen, unsicheren Autors, der sich aus Furcht vor dem realen Leben in diese brutale, gnadenlose Fantasiewelt flüchtete und sich dort indirekt mit seinen eigenen Wünschen, Ängsten und Perversionen auseinandersetzt, um schlussendlich zu erkennen, dass er dort nicht ewig bleiben kann. Dem Einen mag das Gefallen, dem Anderen weniger. Auch die nun noch deutlich werdendere Bezüge auf die nordische Götterwelt und der Sage um König Arthurs Tafelrunde( an manchen Stellen deutlich zitiert), werden wohl nicht jedermanns Nerv treffen, genau wie die manchmal wirr erscheinenden(Aus Fieberträumen des verletzten Art geboren?) Textpassagen und Andeutungen, die einem wie schon im Vorgängerband sich verwirrt am Kopf kratzen lassen und dem unvorbereiteten Leser dazu bringen könnten das Buch verärgert aus der Hand legen.

Wer jedoch den Ritter schon liebte oder zumindest interessant fand, wird mit dem Zauberer mehr als nur hervorragend bedient sein und sich erneut von der sagenumwobenen Welt Mythgarthr bis zum Ende verzaubern lassen und es mit dem Gefühl ein Meisterwerk moderner Literatur gelesen zu haben, zufrieden lächelnd aus der Hand legen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bücher von Gene Wolfe haben sich schon immer durch ein Abweichen von der Norm ausgezeichnet. Mit seinem aktuellen Doppelwerk ("Der Ritter" war Teil 1) ist er aber am Ziel vorbeigeschossen und lässt den Leser etwas ratlos zurück.

Das Positive: Der Weltenentwurf mit seinen verschiedenen Ebenen ist gut gelungen. Die Art und Weise, wie man auf höhere oder tiefere Ebenen wechselt, wird in der typische Wolfschen Manier nur vage erklärt und lässt der Fantasie des Lesers Spielraum.

Auch gut gelungen sind - wie immer bei Wolfe - verschiedene phantastische Details, die immer wieder am Rande in die Handlung einfliessen und den Leser zum Staunen bringen.

Das Negative: Alle handelnden Figuren, und ganz besonders die Hauptfigur, verhalten sich auf eine Art und Weise, die es dem Leser unmöglich macht zu ahnen, wie die Figuren in bestimmten Situationen reagieren werden. Das Verhalten der Figuren wirkt sprunghaft und beliebig. Wolfe macht es dem Leser schwierig, sich auf die Figuren einzustellen.

Die Handlung der beiden Bücher ist gelinde gesagt seltsam; selbst am Ende fragt sich der Leser, ob die Geschichte jetzt aufgelöst wurde oder der Autor keine Lust mehr hatte, weiterzuschreiben. Bei der Handlung kann man auch kaum von einem Roten Faden reden, eher von einem dünnen Fädchen, von dem sporadisch auch noch abgeschweift wird.

Die Bücher machen stellenweise richtig Spass zu lesen; an anderen Stellen möchte man sie am liebsten in die Ecke werfen.

Ein ungewöhnliches Leseerlebnis ist es aber allemal. Für Fans von Gene Wolfe zu empfehlen.
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