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Die Mythen des alten Japan
 
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Die Mythen des alten Japan [Gebundene Ausgabe]

Nelly Naumann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 1996 --  

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 231 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406411479
  • ISBN-13: 978-3406411472
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 14,8 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.074.881 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Mythos, altjapanisch

LL. Die altjapanischen Mythen sind bis auf wenige Ausnahmen heute auch in Japan so vergessen, dass sie ausserhalb der Shinto-Priesterschaft und der Gelehrten nur wenige genauer kennen. Wie viel fremder sind sie für die Europäer! Die weltweite Präsenz der griechischen Mythen noch in der postmodernsten Moderne ist ein selber fast schon mythologisches Faktum. Und doch, wenn die Sonnengöttin Amaterasu sich in eine Felshöhle zurückzieht, so dass die ganze Welt im Dunkel versinkt und nur das vergnügte Lachen der 800 Myriaden Götter über den gekonnten Striptease einer begabten Götterkollegin die Sonne wieder hervorlocken kann, dann konvergiert das bis ins obszöne Detail mit dem griechischen Demeter-Baubo-Mythos: Das Lachen und die Lust am Geschlecht retten die Welt.

Das Beispiel ist der gründlichen Darstellung der altjapanischen Mythen durch die Japanologin Nelly Naumann zu entnehmen. Sie bietet eine Neuübersetzung und eingehende Kommentierung der beiden ältesten japanischen Literaturdenkmäler aus dem Anfang des 8. Jahrhunderts, unter Einbeziehung archäologischer und topographischer Befunde. Gleichzeitig ist das Buch für anthropologische und komparatistische Fragen offen. Und es übersieht auch die ideologische Gebrauchsgeschichte der Mythen nicht. Hier von Missbrauchsgeschichte zu reden wäre eine Verkennung der Tatsache, dass die «Rationalität» dieser Mythen von Anfang an in ihrer herrschaftslegitimierenden Funktion liegt. Nicht immer geht es dabei so lustvoll dramatisch wie in der Amaterasu-Mythe zu.

Heute nicht mehr selbstverständlich: Das Buch ist so gut mit Namen- und Sachregister erschlossen, dass es als Handbuch benutzt werden kann. Die beigegebenen Photos hingegen meiden die scharfen Konturen – vielleicht eine Art von photographischer Tuschmalerei?

Kurzbeschreibung

Götter, Helden und Ungeheuer, Kulthandlungen, magische Praktiken und Geburtsriten finden sich in den Jahrtausende alten Mythen Japans. Nelly Naumann versteht die kraftvollen, bilderreichen mythischen Texte durch ihre Interpretationen nahe zu bringen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Buch ist wirklich empfehlenswert, wenn man sich für die Mythologie Japans interessiert. Ich selbst studiere Japanologie und mußte auch eine Hausarbeit über die Kojiki schreiben. Wenn jemand die Kojiki von Philippi gelesen hat, wird man sich sicher gewundert haben, was für merkwürdige Namen angegeben waren. In Nelly Naumanns Werk wurden die Namen auch so geschrieben, wie sie auch ursprünglich vorgesehen waren, was auch zum Verständnis beiträgt.
Weiterhin werden auch die einzelnen Textstellen aus der Kojiki und dem Nihongi gegenübergestellt und man kann gleich die Unterscheide lesen, ohne 2 Bücher gleichzeitig nutzen zu müssen.
Nach jedem Kapitel gibt sie auch eine sehr ausführliche und verständliche Erklärung zu dem jeweiligen Abschnitt. Weiterhin erklärt sie auch die jeweiligen Unterschiede zwischen Kojiki und Nihongi. Weiter erwähnenswert ist es, daß sie auch diverse Rituale, welche in beiden Werken vorkommen näher analysiert und auch erwähnt welche heute noch existieren, bzw. später noch praktiziert wurden und wo es in anderen Kulturen ähnliche Rituale gibt.
Alles in allem ein sehr gutes und informatives Werk, wenn man sich schnell in die japanische Mythologie einlesen will.
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Von D. Schroedter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hatte das Buch bei einem Rest-Seller bestellt. Geleitet wurde ich dabei vor allem vom Titel und dem Cover. Daraus folgte für mich die Erwartung, ein japanisches Märchenbuch zu kaufen. Ob ich bei der Bestellung den Klappentext lesen konnte, weiß ich nicht mehr. Zwar wird dort auch von "kraftvoller Sprache" gesprochen, dann aber folgt der entscheidende Hinweis, dass einige Urmythen in diesem Band analysiert und interpretiert werdne.

D.h. ganz konkret, das Buch ist kein Märchenbuch. Es ist eine wissenschaftliche Abhandlung, in der die Urmythen auseinandergepflückt und auch in ihrem historischen Kontext gedeutet werden. Als solches ist es sicher für Studierende relevanter Fächer und alle anderen, die man getrost als "harten Kern" bezeichnen kann, interessant. Es werden die beiden Hauptquellen aus dem 8 Jhdt. herangezogen und sowohl im Kontext der damaligen politischen Situation als auch evtl. später erfolgter Nachdeutungen analyisert. Dabei werden die beiden Quellen gegenübergestellt und die Unterschiede aufgelistet (auch wieder im soziopolitischen Zusammenhang). Das ist übersichtlich und gut aufgebaut.

Ich bin nun zwar akademisch durchaus nicht unbefleckt und kann mit solchen Texten umgehen, meine Erwartungshaltung war jedoch eine sprachlich modern aufbereitete Fassung klassischer japanischer Märchen. Da diese Erwartung definitiv nicht erfüllt wurde, und ich immer noch denke, dem Buch sieht man seinen wahren Charakter nicht an, kann ich dem Buch als solches definitiv keine starke Wertung geben. Zerreißen will es allerdings auch nicht, da es ja grundsätzlich ein gutes Buch in seiner relevanten Nische ist. Ich selber bin jetzt ungefähr in der Mitte angekommen und erhalte trotz allem einen groben Überblick über die japanischen Märchen. Die altertümliche Schreibweise (in der u.a. massig Namen aufgeführt werden, die mehr einer Genealogie oder Zahlenmystik dienen und später nie wieder auftauchen) macht es zwar nicth leicht zu lesen und erinnert an alte Bibeltexte (A war der Vater von B, der der Vater von C war, der der...), hat auf der anderen Seite aber seinen eigenen schweren Reiz. Insofern entscheide ich mich für drei Sterne.

FAZIT: Wer ein Märchenbuch zum schmökern oder gar als Gutenachtgeschichte sucht, wird hier nicht fündig. Die Mythen des alten Japans ist ein Wissenschaftsbuch, das eigentlich Vorkenntnisse voraussetzt (allein, um die zahlreichen Namen auseianderhalten zu können). Erstere werden sehr enttäuscht sein von dem Buch (1 Stern), letztere einen hohen Nutzen haben (5 Sterne). Im Schnitt drei Sterne. Allerdings muss man sich darüber klar sein, dass so ermittelte drei Sterne natürlich wenig Aussagekraft haben. Für eine vieleicht irgendwann kommende Neuauflage würde ich mir wünschen, den wisschenschaftlichen Charakter des Buches ganz deutlich darzustellen.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schwer zu lesen 22. Februar 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist zwar durchaus sehr interessant, aber leider auch schwer zu lesen. Man muß sich wirklich sehr mit den Thema auseinander setzen, um nicht den Überblick zu verlieren. Ich habe es nicht geschafft es zu Ende zu lesen. Resümee: Für den Fachmann sicherlich zu empfehlen, aber für den Layen zu schwer zu lesen.
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