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Mythen des Alltags (edition suhrkamp) Taschenbuch – 28. Oktober 1964


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 168 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 27 (28. Oktober 1964)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518100920
  • ISBN-13: 978-3518100929
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.873 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Für weniger als den Preis einer Schachtel Veronal erhält man Auskunft über Billy Graham. "The Family of Man", Einsteins Gehirn, Beefsteak und Pommes Frites, das Gesicht der Garbo, den neuen Citroen." Harun Faroqhi, Spandauer Volksblatt, 16. Mai 1965

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Mythen des Alltags
OA 1957 DE 1964Form Sachbuch Bereich Soziologie
Was haben Beefsteak und Pommes frites, Albert Einsteins Gehirn und Citroën, Plastik, Jean Racine und der Striptease gemeinsam? Die auf den ersten Blick banalen Erscheinungen der Medien sind die Mythen des Alltags, deren Zeichencode Roland Barthes in seinen Untersuchungen zu entziffern suchte. Darüber hinaus entwickelte er die Zeichentheorie des Linguisten Ferdinand de Saussure (1857–1913) weiter und stellte die Verkettung von Konsumwelt und (sozialen) Machtverhältnissen dar.
Inhalt: Barthes hebt in seinen 19, in den Jahren 1954–56 entstandenen Essays hervor, dass der Wirklichkeit der zeitgenössischen Medien durch Zeichen eine Natürlichkeit verliehen werde, welche die geschichtlichen Grundlagen gesellschaftlicher Entwicklungen leugne. So kritisierte er in seinem Text über die Pariser Fotoausstellung Die große Familie der Menschen den gesetzten Mythos einer »identischen Natur«, der den verschiedenartigen Völkern auf den Fotos unterstellt wird. Durch die Gleichsetzung der Menschen würde die historische Bedingtheit der gegenwärtigen Situation (Kindersterblichkeit, Arbeitsbedingungen etc.) geleugnet. Mit Beispielen aus allen Lebensbereichen wird dem Leser deutlich gemacht, dass das Schweigen über bestimmte Sachverhalte und die vereinfachende Gleichsetzung komplizierter Phänomene einer Leugnung derselben gleichkommt.
Anhand des Titelbildes eines Magazins, das einen schwarzen Soldaten in französischer Uniform beim Salutieren vor der Trikolore zeigt, erklärt Barthes die fortwährende Bestätigung und Verteidigung des französischen Kolonialismus durch die Gesellschaft sowie die Tatsache, dass alles zum Mythos werden kann, wenn sich die Gesellschaft diesen Mythos zum Zweck einer bestimmten Botschaft aneignet.
Um ursprüngliche Zusammenhänge aufzulösen und dem Leser eine neue, unverbrauchte Sehweise zu ermöglichen, die den behandelten Gegenstand schließlich aus dem Bann des Mythos befreit, zieht Barthes in seinen Essays ungewöhnliche Vergleiche. Das Zeichensystem des Autos setzt er mit dem der großen gotischen Kathedralen gleich, aus Plastik wird bei ihm eine alchimistische Substanz.
In einem Essay widmet er sich dem Gesicht der Garbo, in einem anderen den »eigensinnigen Haarfransen«, die Die Römer im Film als Zeichen ihrer Herkunft tragen. Neben den Haarfransen sei das unaufhörliche Schwitzen des »römischen Volkes« ein »bastardhaftes Zeichen« für die »Intensität seiner Erregung und die rohe Natur seines Standes«. Mit solchen Beispielen zeigt Barthes, wie die Zeichen der Alltagsmedien übertreiben und zugleich doch ergänzungsbedürftig sind.
Wirkung: Barthes hat es mit seiner humorvollen Analyse populärer »Mythen« geschafft, die Grenze zwischen Hoch- und Massenkultur zu durchbrechen sowie eine breite Leserschaft für sich zu gewinnen. Die von ihm entwickelte Zeichentheorie hat internationale Anerkennung gefunden. Wissenschaftler und Schriftsteller wie Umberto R Eco und der US-amerikanische Körperzeichenanalytiker Greil Markus (*1945) wurden durch seine Schriften beeinflusst. Barthes regte die Erforschung der Volkskultur in den europäischen und US-amerikanischen Kulturwissenschaften entscheidend an. S. H.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 20. Juni 2003
Format: Taschenbuch
Es gibt nur wenige Sachbücher, die nach fünfzig Jahren noch aktuell und kaufenswert sind. Roland Barthes' "Mythen des Alltags" ist eines davon. Aus Angst, das Kleinod nicht mehr zurück zu bekommen, habe ich mein Exemplar nicht oder nur gegen ein Depot in Millionenhöhe ausgeliehen. Jetzt habe ich zwar den Status eines Exklusivverwalters verloren, dafür hat die Soziologen- und Semiotikerwelt ein wichtiges Buch wieder gewonnen. Was ist denn so toll an diesen 150 Seiten? Aus heutiger Sicht vor allem die Beispiele. Keiner hat klüger und unterhaltender über Einsteins Gehirn, blutige Steaks oder Strip-tease geschrieben als der verstorbene Roland Barthes. Und nur wenige haben so viel dazu beigetragen, dass der Alltag ins Blickfeld der Soziologen geriet, wie Roland Barthes. Jedes seiner Beispiele ist ein kleines Kunstwerk. Das Erstaunliche ist aber, dass auch vieles von seiner Theorie noch Gültigkeit hat. Klar, entwickelte sich auch die Semiotik weiter. Klar, trägt die Neurologie zur Wahrnehmung von Symbolen Neues bei. Doch ersetzt man einige Begriffe und reichert seine Thesen mit Zeigemässem an, so sind auch die 65 Seiten Theorie noch immer erhellender als vieles, das seine Berufskollegen in den letzten Jahrzehnten ausgeheckt haben. Ein Klassiker, der sogar weit weniger kostet als Barthes' berühmt gewordenes Steak.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 10. September 1999
Format: Taschenbuch
Unser Leben steckt voller Mythen: Ereignisse und Bilder, Namen und Handlungen, die wir mit einer über ihren eigentlichen Bestand weit hinausgehenden Bedeutung aufgeladen haben. Barthes interessiert sich dabei nicht so sehr dafür, warum wir das tun (etwas aus religiösem Hunger in säkularen Zeiten), sondern eher dafür, wie das abläuft. Dazu hat er zunächst die Objekte solcher Mythen untersucht - das Spektrum reicht von einem Bericht über einen Auftritt des Wanderpredigers Billy Graham bis hin zu einem Kapitel über den neuen Citroen. Nach diesen semiologischen Fingerübungen versucht Barthes dann, aus ihnen eine Theorie zu destillieren. Mythos als Form der Kommunikation, die Sprache ergänzt, übertreibt und aufhebt. Die gleichzeitig dazu beiträgt, Kommunikation zu entpolitisieren und durch ihre Verwendung bestimmte politische oder ideologische Zustände zu verfestigen. Und zu deren Entzifferung es bestimmter Fähigkeiten und eines gesellschaftlichen Konsenses bedarf. Insgesamt ein sehr interessantes Buch und auch ein Klassiker des Post-Strukturalismus und der postmodernen Theorie. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von C. Paun am 4. September 2002
Format: Taschenbuch
Roland Barthes beschäftigt sich mit Dingen, die vielen anderen Wissenschaftlern entgehen, weil sie als Trivial angesehen werden. Doch sie sind für unsere Gesellschaft alles andere als Nebensächlich. So geshen hat Barthes bereits in den 50ern eine Reihe von Kulurwissenschaftlichen Essays veröffentlicht, die sich allesamt gut lesen und sehr zu empfehlen sind. Ob es den Citroen DS (Déesse) geht oder um das universell verwendbare Plastik. Barthes hebt Alltäglichkeiten auf ein philosophisches Niveau - und das auf sehr niveauvolle Weise.
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