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Mythen der Ökonomie: Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen
 
 
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Mythen der Ökonomie: Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen [Taschenbuch]

wirtschafts- u. umweltpolitische Alternativen (Beigewum) Beirat f. gesellschafts-
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 166 Seiten
  • Verlag: Vsa; Auflage: 1., Aufl. (April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899651197
  • ISBN-13: 978-3899651195
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 502.762 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine Sammlung von 30 der wichtigsten ökonomischen Irrlehren. Diese Mythen werden in den einzelnen Beiträgen kurz vorgestellt und mit ökonomischen Argumenten widerlegt.Die öffentliche Debatte über Wirtschaft und Wirtschaftspolitik ist dominiert von der Sachzwang-Logik. In der Diskussion um wirtschaftliche Reformen spielen Wünsche, Interessen und Ziele gesellschaftlicher Gruppen keine Rolle. Alles dreht sich um die Frage, welchem Anpassungsdruck durch neueste Entwicklungen (Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Konjunkturflaute, ausufernde Steuerbelastung) wieder Folge zu leisten ist. Der ökonomischen Expertise kommt bei der Plausibilisierung entsprechender Reformmaßnahmen eine wichtige Rolle zu: Wirtschaftswissenschafter, Unternehmensverbände und Wirtschaftspolitiker haben die Aura des besseren Wissens und begründen mit Expertenwissen zu treffende Maßnahmen.

Dieser Zustand ist aus zwei Gründen problematisch:
1. Viele Zusammenhänge und Empfehlungen sind in den Wirtschaftswissenschaften selbst umstritten. Es gibt nicht die eine Expertise, sondern auch unter Experten Streit darum, was "wirtschaftlich vernünftig" ist.
2. Die Dominanz von Expertenmeinungen, die nicht das ganze Für und Wider zu jeder Frage darlegen, sondern einseitige Stellungnahmen als Expertise ausgeben, verhindern, was einer Demokratie angemessen ist: eine breite wirtschaftliche Bildung der Bevölkerung und ihre Einbindung in wirtschaftspolitische Debatten und Entscheidungen.

Die AutorInnen liefern ein kompaktes Nachschlagewerk und ein Argumentarium für ökonomiekritische Debatten in beinahe jeder Lage: Kneipe, Talkshow, Bundestag etc. Ihre Themen reichen von "Die Überalterung macht den Wohlfahrtsstaat unfinanzierbar" bis "Börse dominiert die Wirtschaft", von "Private Pensionsvorsorge ist besser" über "Regulierungen schaden der Wirtschaft" bis "Nur Fleiß und Leistung machen ein Land reich".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Zahlreiche ökonomische Mythen haben Eingang in (wirtschafts-)politische Debatten jüngeren Datums gefunden und spielen eine prominente, oft auch dominierende, Rolle in Reformdiskussionen über den - je nach Standpunkt - Um- bzw. Abbau der wohlfahrtsstaatlich organisierten Sozialsysteme in Österreich und Deutschland. Sie treten der breiten Öffentlichkeit als so genannte Sachzwänge entgegen, deren Logik man sich zu unterwerfen hat und an denen sich politische Entscheidungen auszurichten haben. In diesem Buch findet sich eine Sammlung der wichtigsten ökonomischen Mythen, welche kurz skizziert und dann einer Gegenargumentation unterzogen werden. Insgesamt werden knapp 30 solcher Mythen vorgestellt und kritisch diskutiert. Das Buch ist in vier Themenkomplexe unterteilt, um die sich die gesammelten Mythen ranken: Staats-, Arbeits-, Unternehmens- und Gesellschafts-Mythen wurden versammelt.
So stößt der/die Leser/in bei der Lektüre auf nur allzu bekannte Mythen wie „Staatsverschuldung ist schlecht", „Die Steuern sind zu hoch", „Arbeit ist zu teuer", „Private Altersvorsorge ist sicherer als die staatliche Rente" oder „Wir brauchen mehr Eigenverantwortung". Auch der groteske Slogan der Wirtschaftskammer Österreich „Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut" hat Eingang in dieses Kompendium gefunden. Die ausgewählten Mythen werden in sehr kompakter Form auf jeweils wenigen Seiten kurz umrissen und mit Gegenargumenten konfrontiert. Unterstützt wird diese Form der Darstellung von einem anschließenden Glossar.
Mit diesem Werk wird den vermeintlichen Nicht-ExpertInnen, die den überwältigenden Teil der Bevölkerung ausmachen, ein kompaktes Nachschlagewerk und Argumentationshilfen für ökonomische Debatten geliefert. Im Vorwort haben die AutorInnen ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, mit diesem Buch „zu jenem Rüstzeug beizutragen, das einer Demokratie angemessen ist: eine breite wirtschaftliche Bildung der Bevölkerung und ihre Teilnahme an wirtschafspolitischen Debatten und Entscheidungen." Und dieses Vorhaben kann als gelungen erachtet werden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beigewum ist der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen; dieser versucht sog. "Mythen der Ökonomie" zu entlarven und zu widerlegen, wie z.B. "Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut" oder "Gehälter werden nach Leistung bezahlt". Es bietet für den ökonomischen Laien viel Interessantes und Lehrhaftes, manche Mythen (die auch tatsächlich solche sind) werden entlarvt und widerlegt. Anderes wird als Mythos bezeichnet und widerlegt, was unstrittig keiner ist: "Die Aktienbörse macht uns alle reicht" oder: "Wirtschaftswunder und Wiederaufbau haben wir aus eigener Kraft geschafft" oder: "Arbeit ist zu teuer". Gerade das Kapitel "Arbeitsmythen" hat stellenweise einen arg klassenkämpferischen Ton; es ist ja gut, wenn der Arbeitnehmer am Unternehmensfortschritt partizipiert, das soll er; es ist aber ein Trugschluss, zu behaupten, wenn gute Löhne gezahlt werden, dann kurbelt das die Wirtschaft an, wenn schlechte Löhne gezahlt werden, kommt sie zum Erliegen. Es fehlt die Diskussion um die Sicherung der Arbeitsplätze (Stichwort: Osterweiterung) und damit um die Lohnnebenkosten. Der angebliche Mythos "Arbeit ist zu teuer" ist somit keiner. Es ist eine Wahrheit, die man oft auch von Arbeitnehmern und Arbeitslosen zu hören bekommt.
Für meine Freunde aus der Wirtschaft ist dieses Buch wie eine Handbibel, für mich als freiberuflich tätigen Kleinunternehmer oftmals ein Stein des Anstoßes, des Ärgers. Jedenfalls war es Ursache für viele stundenlange Diskussionen. Vier Punkte für saubere und gut verständliche Aufarbeitung des Themas; kein fünfter Punkt wegen stellenweise einseitiger Darstellung bzw. Positionierung: die Position der "Wirtschaft" wird viel zu kritisch und arbeitnehmerfeindlich dargestellt.
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