Wieder ein Buch, das den Rätseln der Menschheit auf die Spur kommen will, doch das sich in manchen Fällen nicht ganz klar ausdrückt und sogar falsches wiedergibt. Das "Raumschiff Viking" kehrte keineswegs "am 26. Januar 1989", "mit den Aufnahmen von der Oberfläche des Planeten Mars" und dem "Gesicht im Mars" zurück (S.291). Dieses wurde am 25. Juli 1976 von Viking 1 fotografiert und als Bild zur Erde gesendet. Die Viking-Sonden sind Marssatelliten und können nicht selbstständig zur Erde "zurückkehren".
Zum Heiligen Gral:
Zitat: Aufgrund der sehr unklaren Beschreibung und nicht zuletzt durch die vielen gegensätzlichen Mythen und Legenden, ist davon auszugehen, dass man die Spur des Grals, sofern er tatsächlich existiert, nicht mehr aufnehmen kann. Der Fund des heiligen Grals wird demnach eher dem Zufall überlassen sein" (S. 111). Die Spur des Heiligen Gral kann man in Wirklichkeit schon seit vielen Jahren aufnehmen. Er existiert so gewaltig, dass er nicht zu übersehen ist. Das ist aber vielen Gralssuchern offenbar nicht bekannt.
Zur Sintflut:
Zitat: Da eine weltweite Sintflut, ..., nicht möglich gewesen ist, gehen einzelne Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei der biblischen Sintflut um eine Überschwemmung gehandelt hat, bei der weite Landesteile für einen längeren Zeitraum unter Wasser standen" (S. 115). Es handelte sich dabei tatsächlich um Überflutungen des Euphrat und des Tigris im mesopotamischen Raum in Sumer um 2300 v. Chr. (Keilschrifttexte über Gottkönig Ziusudra, dem sumerischen Noah). Eine weltweite Sintflut gab es nicht!
Zur Karte des Piri Reis:
Die Karte des Piri Reis von 1513 ist keine Satellitenaufnahme und auch keine Nachbildung davon; sie zeigt auch nicht die Antarktis.
Zu Atlantis:
Atlantis ist eine reine Erfindung Platons. Schon Aristoteles, Platons Schüler, erwähnte um 350 v. Chr., dass Platon selbst Atlantis aus dem Meer gehoben habe.
Derartige Fehler tauchen in solchen Büchern immer wieder auf, wenn sich Textautoren und Lektorat nicht mit den Fachleuten in Verbindung setzen.
Zur Auseinandersetzung mit der Thematik ist dieses Buch durchaus lesenswert. Um den Rätseln wirklich auf den Grund zu kommen, sollte man sich aber auch um andere Quellen bemühen.