Beim ersten Durchlauf fühlt man sich aufgrund der sehr dichten Arrangements schon sehr erschlagen, hat man doch durchgängig das Empfinden, gleichzeitig von unterschiedlichen Musikstilen, diversen Kulturen und verschiedenen Weltreligionen einschließlich dazugehöriger religiöser Metaphern heimgesucht zu werden.
Lässt man sich jedoch ein wenig Zeit und die Titel erneut auf sich wirken, wird es interessant.
Da wird ein sehr farbenfroher Bilderbogen entrollt, der sich deutlich erkennbar an ‚Vangelis', ‚Dead Can Dance' und anderen Formationen orientiert, die in der Vergangenheit arabische, indische und afrikanische Elemente in ihre Musik haben einfließen lassen.
Durch das Hinzufügen europäischer Ambient-, Trance-, und Techno-Elemente bekommt diese Aufnahme allerdings genau die Zutaten beigemengt, die diese Produktion benötigt, um sich eigenständig nennen zu können.
Sehr flächenbetonte, melancholische Soundcollagen wechseln sich ab mit geschickt arrangierten Ambient-Dance Nummern, die wiederum von gelegentlichen Techno-Hardcore Stücken abgelöst werden. Und über allem schwebt meiner Meinung nach das Bedürfnis, die verschiedensten Kulturen in Einklang zu bringen - eine besondere Art Appell, der den Effekt haben könnte, Völkerverständigung unter der Spiegelkugel anzuregen.
Allerdings treffen nicht alle Titel meinen Geschmack und verfehlen im Vergleich zu den meisten anderen Stücken durch eine zu simple Melodie- und Harmonieführung das eben angesprochene Ziel.
Insgesamt aber kann ich diese Produktion jedem Liebhaber von Fusions-Musik wärmstens ans Herz legen !