Die Spielerin bewirbt sich in der Festung von Tirisfal für die Assistenzstelle im Konzil und hat sogar ein Empfehlungsschreiben der Magischen Akademie dabei. Sie trifft auf Lord Nort, den Leiter des Konzils, der sie trotz der Empfehlung erst einmal prüfen will, bevor er sie in das Konzil aufnimmt. Ihre erste Aufgabe als neue Assistentin ergibt sich gleich selbst, denn ein wertvolles Buch, das Traktat über Licht und Dunkelheit, ist gestohlen worden und abgesehen von der Tatsache, dass Lord Nort eine Gestalt gesehen hat, die mit dem Buch durch ein Portal verschwunden ist, gibt es keine weiteren Hinweise, wer der Dieb sein könnte. Sollte das Buch und das darin enthaltene Wissen in die falschen Hände geraten sein, besteht große Gefahr für die ganze Welt und Irene trifft bei ihren Nachforschungen nicht nur ihre Schwester Annie wieder, die zu Irene's Entsetzen selbst zu den Verdächtigen gehört.
Vergleicht man den ersten mit dem zweiten Teil, hat sich so ziemlich alles verbessert was sich verbessern lässt. Teil 2 ist wesentlich abwechslungsreicher und aufwendiger gestaltet worden und fordert einen auch mehr zum Mitdenken und Selbstherausfinden auf. Hier gibt es auch kein Zeitlimit mehr und aufgrund des gänzlich verbesserten Ablaufs des Spiels hat selbst im 23. und damit letzen Level das Eintönigkeitsgefühl keine Chance.
Jedes Level bietet einen neuen Spielort, an dem man unterschiedlich viele Aufgaben zu erledigen hat, bei denen natürlich auch wieder einige Inventarobjekte gefunden und eingesetzt werden müssen, die genau wie viele der anderen Objekte oft gut versteckt sind und bei denen auch nicht immer sofort ersichtlich ist, was man nun mit ihnen anfangen soll. Abhilfe kann dann im Notfall der Tipp schaffen, der sich nach jedem Gebrauch recht schnell wieder auflädt und einem mit gelben Sternchen signalisiert, das es hier etwas zu finden oder etwas einzusetzen gilt. In diesem Spiel muss ohnehin sehr viel kombiniert werden, und das auch oft in einer ganz bestimmten Reihenfolge, sonst lässt sich eine Aufgabe nicht lösen und man steht für einen Moment wirklich völlig auf dem Schlauch.
Auch grafisch hat sich einiges getan, die Bilder sind nicht mehr so duster und simpel gestaltet und bilden zusammen mit den Objekten, den Dialogen, den Figuren, der Musik und allem was noch dazu gehört eine gut gelungene Einheit. Die Dialoge sind zwar manchmal ein wenig zu lang geraten, aber dafür lässt sich die Geschichte auch wunderbar verfolgen, so dass man am Ende nicht das Gefühl hat, nicht zu wissen worum es in dem Spiel eigentlich ging.
Leider sind auch im zweiten Teil von "Magic Academy" keine variablen Objekte vorhanden, aber da man sich im ersten Durchgang eh nicht alles merken kann ist ein erneutes Durchspielen gar nicht mal so übel. Wem schon der erste Teil gefallen hat, der wird von Teil 2 noch viel begeisterter sein, denn der ist eine absolut gelungene und verbesserte 4,5 Sterne-Fortsetzung und sowohl für Such- als auch für Knobel- und Tüftel-Fans geeignet.