Da ich bereits andere Bücher von Mark T. Sullivan gelesen habe und von diesen sehr begeistert war, bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen.
Wie ich es von den Büchern von Mark T. Sullivan gewohnt war, zauberte mit das erste Kapitel auch hier wieder einige Fragezeichen in den Kopf.
Mit Beginn des zweiten Kapitels scheint alles etwas klarer zu werden und sich eine Richtung, in die das Buch verläuft herauszukristalisieren, bis der Fund der Leiche alles erstmal ordentlich durcheinander wirbelt.
Im Grunde genommen geht es das ganze Buch so weiter. Wenn man denkt, dass man endlich mal, versteht, was vor sich geht, tun sich im Handumdrehen neue Fragen auf.
Aber genau darum, bleibt das Buch bis zum Ende hin spannend, da man sich nie sicher sein kann, dass nicht doch noch etwas unvorhergesehenes passiert.
Der Dokumentarfilmer Patrick Gallagher, der lieber fischen geht, als Informationen für seinen nächsten Film zu sammeln und die Polizistin Andie Nightingale, die früher ein Alkoholproblem hatte und auch sonst noch etwas seltsam wirkt, sind die Hauptfiguren des Thrillers. Sie waren mir auf Anhieb sympatisch, gerade weil sie ihre kleinen Fehler, Macken und Kanten haben und eben nicht perfekt sind. Man erfährt im Laufe des Buches immer mehr über die beiden und ihre jeweiligen Leben.
Auch die anderen Personen sind gut beschrieben und wirken wie aus dem "normalen Leben gegriffen". Allerdings bleiben einige Charaktere bis zum Ende hin undurchsichtig, was der Spannung zusätzlich zu gute kommt.
Der Schreibstil ist flüssig und detailliert. Es herrscht eine gute Waage zwischen Landschafts-, Personen- oder Ortsbeschreibungen und Dialogen (ich selbst mag es nämlich nicht, wenn die Beschreibung überhand nimmt). Durch die detaillierten Beschreibungen fühlt man sich selbst ins Geschehen nach Lawton versetzt.
Das Geschehen wird ab und an durch Rückblenden Patrick Gallaghers unterbrochen, welche aber gut als solche "gekennzeichnet" und der Situation angepasst sind, so dass sie den Lesefluss weder beeinträchtigen noch den Leser zu sehr verwirren.
Fazit:
Ein sehr spannendes Buch, von dem ich nicht beim Lesen kaum losreißen konnte. Aber genau das, kennt man von Mark T. Sullivan daher haben sich meine anfänglich hohen Erwartungen vollends erfüllt und ich kann es nur weiterempfehlen.