Wow! Dieses Wimmelbildspiel war bisher das schwierigste, das ich gespielt habe. Die Grafiken sind wieder sehr schön - ein alter, gruseliger Jahrmarkt, auf dem man auch schon mal Leichenteile liegen sieht. In manchen Bildern denkt man eher, dass man auf einer Müllkippe ist und nicht auf dem Rummel.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Madame Fate, die Hellseherin hat vorausgesehen, dass sie um Mitternacht ermordet wird. Du sollst ihr nun helfen, den Schuldigen zu finden. Dazu mußt Du einen ganzen Haufen Verdächtige überprüfen und jeder von ihnen scheint einen Grund zu haben, Madame Fate um die Ecke zu bringen.
In diesem Spiel wird - im Gegensatz zu den Vorgängern - auch gesprochen. Madame Fate erklärt alles und wirft auch in den einzelnen Leveln immer wieder einen Satz in den Raum. Allerdings wiederholen sich diese Sätze immer wieder, so dass es nach einer Weile etwas nervt. Aber den Ton kann man ja abstellen, wenn es zuviel wird.
Sehr gut fand ich, dass man nicht nur die Gegenstände auf der Liste suchen mußte, sondern auch einen Rätselgegenstand, der sich irgendwo im Bild verbirgt. Findet man diese Gegenstände, besteht die Möglichkeit einige Sondersachen freizuschalten.
Dann kann man in einigen Wimmelbildern durch einen "glitzernden Ort" noch in ein zusätzliches Bild gelangen. Und hier muss man dann einige Gegenstände erst zusammenbauen, bevor sie von der Liste gestrichen werden. So z.B. zwei Fotos in ein Medallion stecken, einen Geldschein wieder zusammenfügen oder einen Frosch reparieren, indem man das fehlende Bein sucht und anfügt. Sehr abwechslungsreich.
Außerdem gibt es noch etwas neues. Jede verdächtige Person wird als Bild dargestellt und hier muss man dann nur 2 Gegenstände suchen. Diese Gegenstände dann aber viele Male. z.B. 12 Zigaretten und 10 Süssigkeiten in einem Bild. Ergibt dann aber nur 2 Gegenstände. Das ist recht lustig.
Hat man in einem Level alle Gegenstände gefunden, wirft man einen Blick in Madame Fates Kristallkugel. Und hier warten die harten Nüsse. Einige dieser Zwischenspiele hat man zwar schnell gelöst, wenn man ein wenig nachdenkt, andere aber waren so schwer, dass ich sie trotz Tipps nicht lösen konnte. Frustriert hat mich das aber in keiner Weise. Es hat einfach Spaß gemacht es zu probieren und wenn man es nicht schafft, hat man die Möglichkeit einfach weiter zu gehen. Das kostet dann nur ein wenig Zeitabzug im nächsten Level.
Pro Level gibt es 5 Tipps. Ich habe mir diese dann meist für die Zwischenspiele aufgehoben. Gepielt habe ich im entspannten Modus und das war gut so, denn für die Rätsel habe ich manchmal viel Zeit gebraucht.
Die Lösung des Spieles war dann sehr überraschend. Verknüpft sie sich doch mit dem Spiel "Ravenhearst". Auch wird eine Verbindung zum nächsten Spiel "Return to Ravenhearst" hergestellt. Klasse!!!
Ich kann dieses Spiel nur empfehlen! Stundenlanger Spielespass und einige harte Nüsse garantieren schlaflose Nächte. Freue mich schon auf den Nachfolger.