Peter Freund, sehr erfolgreich mit den "Laura-Bänden", legt nun eine Reihe mit einem männlichen Protagonisten vor. Anstelle von Laura Leander gibt es nun Nico Niklas. Blöder Name. Alliteration schön und gut, aber der Name wirkt unfreiwillig komisch.
Ich habe an dem Hörbuch zwei Punkte, die mich stören:
Zum einen ist die Geschichte gut und spannend, aber manche Handlungsstränge, inklusive der Haupthandlung, enden abrupt um nicht zu sagen: Es hört einfach mittendrin auf. Da gibt es zum Beispiel ein böses Wesen, das aus der Welt Mysteria in die reale Welt wechselt und immer wieder als finstere Bedrohung auftaucht, während es auf der Suche nach einem besonderen Buch ist. Das wird komplett nicht gelöst.Schönen Gruß vom nächsten Band!
Dann erwartet man auch, dass Nico, nachdem er das Schwert erlangt hat, den Kampf mit dem Bösen aufnimmt; schließlich hatte er immer wieder Visionen davon. Pustekuchen - da ist das Buch/Hörbuch nämlich zu Ende! Ein anständiges Finale gibt es nicht. Das finde ich - aus Leser- bzw. Hörersicht - unanständig. Peter Freund hätte gleich eine Trilogie veröffentlichen müssen. Alle Bände in einem Schuber (wie beispielsweise den Herrn der Ringe).
Die zweite Schwäche, und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreiben würde, ist der Leser: Rainer Strecker. Das ist vielleicht meine ganz persönliche Schrulligkeit, denn ich liebe seine Tintenherz-Lesungen. Nur erkennt man hier, dass er, im Gegensatz zum von mir ebenfalls geschätzten Rufus Beck, ein relativ begrenztes Repertoire hat: Buster und die Elster tauchen hier akustisch in anderen Rollen wieder auf. Das finde ich sehr irritierend.
Insgesamt eine nette, spannende Geschichte, aber mit den von mir angemerkten Schwächen. Da es teilweise relativ blutig zugeht, nicht für Kinder im Grundschulalter geeignet. Da gibt es genug Dinge, die Angst machen können.