Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ich wuenschte, ich haette das Buch nicht gekauft..., 12. August 2006
Als ich den Klappentext auf der Rueckseite des Buches gelesen habe, dachte ich, dass das Buch sehr vielversprechend klingt und habe es mir gekauft. Schon so ca. ab der 10. Seite fand ich es allerdings nur noch uebel.. Die Dialoge klingen so gestelzt und salbungsvoll, genau wie in den alten "Sandalenschinken" (=filmen) aus den 50er und 60er Jahren (die Filme mag ich allerdings manchmal ganz gerne). Dann, oh Schreck, kommt noch die ganze christliche Froemmelei a la Quo Vadis hinzu wo jeder einen noch helleren Heiligenschein ueberm Kopf schweben hat... nein danke! Das war aus dem Klappentext ueberhaupt nicht ersichtlich! Ich wollte echt keine Heiligengeschichte lesen! Die Geschichte und Charaktere sind uebrigens auch sehr gekuenstelt und auch so anstrengend, dass es mich ab der 20. Seite echt Ueberwindung gekostet hat, das Buch fertig zu lesen. Fuer Buecher wie "Der Tribun" und "Die Schwerter des Tiberius" von Iris Kammerer, die meine absoluten Lieblinge sind (neben Maddox' SPQR Serie) brauchte ich ungefaehr einen Tag, weil mich die Geschichte so fesselt (hab die bestimmt auch schon 3x wieder gelesen), aber an Myrrha hab ich gute 2 Wochen gelesen, und das heisst etwas bei einem 284 Seiten starken Buch! Alles in allem hat mich das Buch so geaergert, dass ich einfach mal eine Bewertung schreiben musste :)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Packender Roman, 17. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Myrrha (Gebundene Ausgabe)
Der Mythos von Myrrha, erzählt bei Ovid, berichtet von der Königstochter, die sich in ihren eigenen Vater verliebt und diesen unerkannt im Schutz der Nacht verführt. Zur Strafe wird sie in einen Baum verwandelt, die Myrrhe. Aber nicht um diese Myrrha geht es Angela Dopfer-Werner in ihrem Roman, sie erzählt die Geschichte der Heiligen Afra von Augsburg, deren Weg Myrrha von der cyprischen Königstochter über die römische Venusdienerin bis zur christlichen Märtyrerin führt. Angela Dopfer-Werner erzählt nicht nur eine Geschichte, sie versetzt sich in einen Menschen, der bereit ist, für seinen christlichen Glauben jedes Opfer auf sich zu nehmen und erforscht dessen Beweggründe. Die Autorin setzt sich auseinander mit den Motiven, die die frühen Christen bewegt haben, ihren alten Götterkulten den Rücken zu kehren und sich dem neuen Glauben des Jesus von Nazareth zuzuwenden. Dieser minutiös recherchierte und unglaublich spannende Roman ist weit entfernt von den historischen Phantastereien, die in den letzten Jahren den Buchmarkt überschwemmt haben. Nicht die Historie ist der eigentliche Hintergrund der Erzählung, viel wichtiger sind Schicksal und Beweggründe der handelnden Personen, die wie in jedem guten Roman über das Persönliche hinausweisen auf den universellen Charakter der menschlichen Gestalt.
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4.0 von 5 Sternen
Verführung durch Religion, 29. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Myrrha (Gebundene Ausgabe)
Das Thema ist uralt und immer wieder spannend. Glaubhaft recherchiert und interessant erzählt. Historischer Roman, handelt von der Priesterin Myrrha im heidnischen Rom unterwegs nach Augsburg zur Zeit der frühen Christianisierung - für Nichtchristen eher ungeeignet wegen der gefühlvollen Bekehrung. Für Christen beeindruckend und anregend, sich nach dem Wert des persönlichen Glaubens zu fragen.
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