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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
101 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es hätte mehr sein können...,
Rezension bezieht sich auf: Mylo Xyloto (MP3-Download)
Wenn ich persönlich an Coldplay denke, verbinde ich es mit alternativer Musik, die sich nicht am Mainstream orientiert, aber mittlerweile trotzdem Mainstream ist. Mit diesem Album geht die Band einen weiteren Schritt auf diesen Markt zu.Ich habe das Album nun einige Male gehört, beim ersten Mal, das gebe ich ganz ehrlich zu, war ich enttäuscht. Denn dass sich das Album ähnlich wie schon "Viva La Vida" mehr am durchschnittlichen Musikgeschmack orientiert, tat mir schon etwas weh. Von den insgesamt 14 Tracks sind aber nur 11 als richtige Songs zu bezeichnen. Die in "Viva La Vida" eingeführte Eingenart, die Tracks mit solchen Lückenfüllern ineinander übergehen zu lassen wird hier leider fortgeführt. Von daher ist der erste Track "Mylo Xyloto" enttäuschend, denn dieser ist nämlich der erste von diesen drei Songs. Die meisten Tracks kannte ich schon von Live-Auftritten in den letzten Monaten, "Hurts Like Heaven" zum Beispiel sollte eigentlich einer meiner absoluten Lieblingstracks werden. Unheimlich tolle, abwechslungsreiche Melodie, schöne Gitarre und natürlich Martin's Stimme machten diesen Song zum top Livetrack. Ein großes Fragezeichen schwebte mir dann über dem Kopf, als ich die Studio-Version hörte. Warum wird Martin's Stimme von einer zweiten unterlegt, die sich anhört wie ein Roboter? Warum so elektronisch? Ganz versauen tut es den Track nicht, aber ich war schon etwas schockiert und ich kann es absolut nicht verstehen. Dann geht's weiter, "Paradise". Toller Song, ein Stilmix aus "Viva La Vida" und "X&Y". Martins Stimme steht zurecht im Vordergrund und macht diesen Song aus, so, wie es bei Coldplay sein sollte. Im Anschluss folgt ein weiterer Hoffnungsträger. Charlie Brown ist definitiv bei den Live-Auftritten der beliebteste Track gewesen. Martin und seine Akustikgitarre gehen sofort ins Ohr und entwickeln sich unweigerlich direkt zum Ohrwurm, tolle Variablen im weiteren Verlauf machen diesen Song einzigartig. Dieser Track wird einmal ein Klassiker a la "Yellow" oder "Clocks" sein. Danach wird es wieder etwas ruhiger, in "Us Against the World" singen Martin und Schlagzeuger Will Champion zusammen eine schöne Ballade, die Coldplay-Fans direkt ins Herz gehen sollte. "M.M.I.X." ist ein weiterer, überflüssiger Track. Eine 50 Sekunden lange, unspektakuläre Einleitung zu "Every Teardrop Is A Waterfall". Als der Track im Juni als Single erschien, war ich erst enttäuscht, aber man muss dieses Lied einfach lieb gewinnen. Ich möchte es auf diesem Album nicht missen. Auch "Major Minus" war schon vorher bekannt. Ich mochte dieses Lied schon da nicht und ich bezweifle, dass sich daran noch etwas ändern wird. Martins Stimme wird komplett in den Hintergrund geschoben, im Refrain nur ein "Uh uh uh". Nein, das ist wirklich nicht Coldplay. "U.F.O." ein weiterer, ruhiger Track der den Hörer mit einer schönen Melodie auf den wohl kontroversesten Track dieses Albums vorbereitet. "Princess Of China". Auch dieser Song war Live umwerfend. Auch dieser Track ist im Studio komplett kaputtproduziert worden, durch den ganzen Track zeiht sich ein schrecklich elektronischer Synthesizer. Dazu kommt dann noch Rihanna. Spätestens hier merkt man: Die Band hatte bei der Produktion nur eines im Kopf: Geld, Geld, Geld. Denn dieser Track wird mit Sicherheit Chartstürmer, alleine wegen den Millionen von Teenagern, die wirklich alles kaufen, wo diese jaulende Schrulle mitmacht. Sie versaut dieses Lied, sehr schade. Man kann nur hoffen, dass ein Live-Album ohne ihre Stimme erscheint. Ein weiterer, völlig misslungen Titel ist dann "Up in Flames". Aus den einfachsten Soundloops zusammengebastelt. Martin wiederholt sich am laufenden Band. Keine Spur von Coldplay. "A Hopeful Transmission" ist der letzte Lückenfüller. Allerdings ist dieser wenigstens gut, tolle Einleitung zu einem tollen Track. "Don't Let It Break Your Heart" holt kurz vor Schluss nochmal alles raus, was die Band zu bieten hat. Ein überraschend mitreißender Track auf dem Weg zur Stadionrocker, bei dem ich sofort Gänsehaut bekommen habe. Ein Manko: Leider ist Martins Stimme wieder etwas zu leise. "Up With The Birds" rundet das Ganze sehr angenehm ab und hinterlässt mit einem tollen Finale einen positiven Eindruck. Alle Tracks: (Mylo Xyloto - 5/10) Hurts Like Heaven - 7/10 Paradise - 9/10 Charlie Brown - 10/10 Us Against The World - 8/10 (M.M.I.X. - 2/10) Every Teardrop Is A Waterfall - 8/10 Major Minus - 6/10 U.F.O. - 8/10 Princess Of China - 5/10 Up In Flames - 4/10 (A Hopeful Transmission - 6/10) Don't Let It Break Your Heart - 9/10 Up With The Birds - 8/10 Insgesamt würde ich dem Album 7/10 Punkte geben, ich mache daraus mal 4/5 Sterne, beide Augen zugedrückt. Fazit: Für den Mainstream-Markt perfekt. Auch für langjährige Coldplay-Fans finden sich einige schöne Songs. Das beste Album der Band ist es aber nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
100 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von Kunst, Kommerz und Mainstream,
Rezension bezieht sich auf: Mylo Xyloto (Audio CD)
Es scheint momentan modern Coldplay Geldgier, Massenanbiederung und Berechnung zu unterstellen. Ich spreche nicht von "alten" Fans (hierbei meine ich die ersten beiden Alben) die zurecht einttäuscht sein dürfen, dass Coldplay nicht mehr klingen wie früher, sondern von der landläufigen Meinung der Nachrichten- und Musikmagazine.Ich konnte den Vorwurf schon im Zusammenhang mit der ersten Single "Every teardrop is a waterfall" nicht verstehen. Nun bin ich ein geübter Musikhörer und durchaus Indie (um dieses abgedroschene Klischee zu bedienen), aber einen absichtlich "kommerziellen" Hit hab' ich da nicht gehört. Wo ist denn in diesem Song, der stark gewachsen ist im Laufe der Monate, bitte der Refrain? Das Album ist ähnlich: Natürlich der vielfach zitierte breite, zugkleisterte Sound, wie man ihn von Eno erwartet. Dahinter finde ich viele tolle Songs und Melodien, die man viel massenwirksamer hätte produzieren können... Ist es "kommerziell" Chris Martins Stimme, quasi das Erkennungszeichen Coldplays, in vielen Songs stark zurückzunehmen? Ist es "kommerziell" drei Titel aufzunehmen, die nur aus 30 Sekunden Soundfetzen bestehen? Und wo zur Hölle waren die alten Hits "Yellow" oder "In my place" unkommerziell? Dabei ist die Frage Mainstream vs. Indie-Kunst eh unnötig. In anderen Ländern geht man an diese Sache viel unverkrampfter. Entscheidend ist doch gut oder schlecht bzw. gefällt oder gefällt nicht. Mir gefällt die neue Coldplay und zwar viel besser als das Vorgängeralbum. Weil der Sound noch gigantischer ist und weil sich dahinter doch klarere Songs als auf großen Teilen von "Viva la vida" zeigen. Die aktuelle Single "Paradise", am ehesten der prädestinierte Hit. Die wunderbare Ballade "Us against the world", bei der Martin mal im Vordergrund singen darf und gut wie selten klingt. "Hurts like heaven" und "Charlie Brown" - trotz des veränderten Sounds doch typisch Coldplay. Auch das viel gescholtene Stück mit Rihanna ("Princess of China") find' ich irgendwie cool, weil eben nicht total eingängig. Total eingängig und kommerziell war Rihannas Duett mit Eminem...und oh wunder, auch das darf man gut finden, wenn man will. Insgesamt finde ich "Mylo Xyloto" abwechslungsreich, voller Energie, bombastisch überzogen und doch berührend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mylo Xyloto (Audio CD)
Als Coldplay gegründet wurden, war meine ältere Tochter 4 Jahre alt und meine jüngere noch nicht geboren. Bis "X & Y" war ich Coldplay-Fan, bei "Viva la Vida" war es mit der Liebe fast schon vorbei, und mit "Mylo Xyloto" kann ich nicht mehr viel anfangen, meine Töchter hingegen sind jetzt Fans. Aber das ist auch gut so, denn eine Familie so ganz ohne Generationenkonflikt ist doch auch nicht ganz gesund, oder?Was aber wirklich, und ich denke objektiv, zu kritisieren ist, das ist der Sound dieses Albums (eigentlich aller Alben von Coldplay, aber dieses ganz besonders): "Mylo Xyloto" klingt einfach wie in einem kleinen gekachelten Badezimmer aufgenommen, in den 1970ern nannten das manche den "Kinks-Sound" ' keine Dynamik, einfach nur "loud", optimiert für PC-Lautsprecher und billige Smartphone-Kopfhörer. Besonders verwunderlich daran ist die Mitwirkung von Brian Eno, der eigentlich ein Klangmeister ist. Gerade noch drei Sterne dafür, dass immerhin doch einiges gute Songpotential, so nenne ich es mal, vorhanden ist, und auch deshalb, weil ich mal optimistisch die Behauptung wage, dass das nächste Album nur besser werden kann... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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