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My name is Bruce [Blu-ray]
 
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My name is Bruce [Blu-ray]

Bruce Campbell , Grace Thorsen , Bruce Campbell    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Movieman.de

In der Theorie ist "My Name is Bruce" ein gigantischer Spaß. In der Praxis hat der Film ein durchaus nervendes Potenzial, das er von Minute zu Minute mehr ausschüttet. Und das sage ich als großer Bruce-Campbell-Fan. Was funktioniert, ist Campbells Hang zur Selbstironie. Und sein Mut, sich auch über sich selbst lustig zu machen. Doch das bringt den Film auch nur soweit. Und das ist kaum mehr als die Hälfte der ohnehin kurzen, aber sich doch recht lang anfühlenden 80 Minuten Laufzeit. Campbell stellt Campbell als einen durch und durch unsympathischen Kerl dar. Er hat keinerlei Qualitäten, derentwegen wir ihn mögen würden. Er ist Bruce Campbell. Und das muss reichen. Tut es aber leider nicht. Denn es ist eben nicht Bruce Campbell, sondern nur eine Farce desselben. Problematisch erweist sich das Drehbuch von Comic-Autor Mark Verheiden, das recht holprig daherkommt und Campbell und seine Ko-Stars mit hanebüchenen Dialogen überzieht, die keiner der mehr oder minder schlechten Schauspieler auch nur annähernd glaubwürdig darbieten kann. Campbell ist im Vergleich zum No-Name-Cast des Films wohl noch der beste Schauspieler. Doch wenn er niemanden hat, mit dem er agieren kann, bleibt von seiner Darstellung nicht mehr als fahle Hampelei. Selbst der berühmte Campbell-Charme kann dabei nicht über die offensichtlichen Schwächen dieses unglaublich billigen Films hinwegtäuschen. Hinzu kommt, dass Ted Raimi jedes Mal den Film zum Stocken bringt. Er spielt gleich drei Rollen, jede davon abstruser als die andere, wobei der italienische Groucho-Marx-Anstreicher besonders enervierend ist. Was bleibt, ist eine Wagenladung voller In-Jokes auf Campbells fast 30-jährige Filmkarriere, Cameos von EVIL DEAD-Akteuren wie Ellen Sandweiss und ein Monster, das fast so lächerlich wie die Aliens aus CAVE ALIEN 2 wirkt. Ach ja, als Regisseur bekleckert sich Campbell auch nicht mit Ruhm. Die Inszenierung ist altbacken und fernsehgerecht. Esprit kommt hier kaum bis gar nicht auf. Fazit: Eine hübsche Idee, deren Potenzial leider verschleudert wird. Bruce-Campbell-Fans werden ob dieser Bruce-Campbell-Nummernrevue noch halbwegs unterhalten. Alle anderen dürften nur noch den Kopf schütteln...

Moviemans Kommentar zur DVD: Eine durchwachsene DVD, deren Bild unausgegoren ist und deren Ton kräftiger entwickelt sein könnte. Der Großteil des Bonusmaterials ist sehr unterhaltsam.

Bild: Der Film ist eine Low-Budget-Produktion und sieht auch dementsprechend aus. Das heißt, dass die Farben zwar nett sind, aber manchmal etwas überzogen erscheinen. Rauschen ist durchgehend vorhanden, fällt aber vor allem bei Szenen in Dunkelheit auf (00:06:06). Dumm nur, dass der Großteil des Films in der Nacht spielt. Die Kompression ist mau ausgefallen. Schon in den ersten Sekunden hat man starke Artefaktbildung (Fenster bei 00:00:41). Später fallen dann auch noch des öfteren Fälle von Blockrauschen auf (00:09:40). Der Kontrast könnte besser tariert sein. Bei Tagszenen neigt er zum Überstrahlen (Gesichter bei 00:29:01).

Ton: Der Ton ist einigermaßen gut ausbalanciert. Die Dialoge sind klar zu verstehen, wobei sie im Deutschen viel zu aufgesetzt wirken. Der Sprecher für Bruce Campbell bekleckert sich nicht für Ruhm. Schon alleine deswegen ist das Original zu empfehlen, aber auch in Sachen Direktionalität und Effekteinsatz hat der englische Ton die Nase vorne. Es gibt Momente guter räumlicher Darstellung, doch abseits von Action bleibt der Sound frontal zentriert.

Extras: Das Bonusmaterial ist unterhaltsam ausgefallen. Und teils auch witziger als der Film selbst. Der Audiokommentar mit Bruce Campbell und Produzent Mike Richardson ist lebendig und amüsant - so wie man es von den Campbellschen Audiokommentaren gewohnt ist. Das Making Of geht eine Stunde und schafft es nicht nur, das Projekt von der Genese bis zur Veröffentlichung abzudecken, sondern hat auch ein paar nette Gags an Bord. Die Kleinigkeiten um Kif Sanborn und Campbell selbst sind kurz und irgendwie nett, aber man hat das Gefühl, einen In-Joke zu sehen, den man nur versteht, wenn man zu den Eingeweihten gehört. Sehr schräg ist der Trailer zu "Cavealien 2" und das Making Of zu diesem Fake-Film. Das Ergebnis ist total irre (und erinnert vom Schwachsinnsfaktor an Campbells echten Film "Alien Apocalypse"). --movieman.de

OFDb.de

Selbstironie ist eine seltene, wie wichtige Eigenschaft, welche leider viel zu wenig Menschen besitzen. Betrachtet man die Schauspieler Hollywoods, wird diese Eigenschaft noch seltener. Die meisten dieser doch eigentlich vom Glück verwöhnten Personen sind auf ihr Image bedacht und gelten nicht selten als selbstverliebt und eingenommen, was ihr Schaffen angeht. Bruce Campbell, seines Zeichens einer der beliebtesten B-Darsteller unserer Zeit, geht da einen anderen Weg. Selbstironie hat er scheinbar mit der Muttermilch aufgesogen, schließlich veröffentlichte der Star aus den "Evil Dead"-Filmen (und vielen ebenso unterirdischen, wie witzigen anderen Streifen) eine Autobiografie mit dem Namen "If chins could kill: Confessions of a B Movie actor". Doch damit nicht genug, jetzt gibt es also auch einen Film, in dem er sich selbst, ungeschönt (eher im Gegenteil hoffentlich) spielt. Folgerichtig heißt das Werk "My Name is Bruce".

Dabei lässt er kein gutes Haar an sich und seinem Schaffen. Viele seiner erfolgreichen, aber auch weniger erfolgreichen Filme werden zitiert oder erwähnt. Der Film quillt dabei nur so über vor Referenzen, und richtet sich damit an eine nicht unbedingt kleine Anzahl an Filmfreunden: Den Fans von Bruce Campbell! Für diese ist der Film eine wahre Wonne, denn bei der Masse an versteckten Anspielungen ist es schon eine Aufgabe alle zu entdecken, zu identizieren und einzuordnen. Dabei geht Campbell nicht zimperlich mit sich selbst um, sondern zeichnet sich selbst als zynischen, abgebrannten und versoffenen Schauspieler, der nicht nur beruflich auf keinen grünen Zweig kommt, sondern auch privat viele Probleme hat und zudem auch seine Fans nicht gerade gut behandelt. Gerade Szenen, die dies thematisieren machen dem Fan Spaß und belegen deutlich, dass sich Bruce Campbell nicht allzu ernst nimmt und einen ausgeprägten Sinn für Humor hat.

Verpackt wird dieses selbstreferenzielle Konstrukt in eine Story, die an Filme wie "Drei Amigos" oder "Galaxy Quest" gemahnt, und ist also eigentlich nicht originell. Eine Kleinstadt wird von einem chinesischen Dämon terrorisiert, der mit Vorliebe die Köpfe der Einwohner abtrennt. Ein glühender Bruce Campbell-Fanatiker entführt kurzerhand seinen großen Helden, damit dieser sich dem Dämon stellt. Bruce, ganz arrogant, nimmt die Bedrohung nicht ernst, sondern denkt, dass er einen Auftritt hat. Als er dann merkt, dass mit dem Dämon nicht zu spaßen ist, nimmt der "Held" schnell reißaus...

Auch wenn die Story nicht originell ist und auch die eingeflochtene Liebesgeschichte nicht Pulitzer-verdächtig ist, wirkt der Film jederzeit frisch und zu keiner Zeit langweilig. Dies liegt ganz klar an der One-Man-Show von Mr. Campbell, der immer noch genauso witzig ist, wie zu besten "Evil Dead 2" oder "Armee der Finsternis"-Zeiten. Doch auch die anderen Darsteller wirken frisch, gut und unverbraucht. Ein gutes Beispiel ist dabei die bezaubernde Grace Thorsen, die nicht nur Bruce Campbell um den Finger wickelt, sondern mit ihrer natürlichen Aura auch den Zuschauer verführt.

So ist "My name is Bruce" ein rundum rundes, wie ungewöhnliches Filmvergnügen mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller, einer erfrischenden Besetzung und guten Special Effects. Fanboys sollten sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen, denn mehr Bruce Campbell geht einfach nicht. Dass sich diese Ikone des B-Filmes auch auf den Arm nehmen kann und dabei viele selbstironische Seitenblicke zulässt, ist dabei das Sahnehäubchen, das aus einem guten Film einen sehr guten macht. So entstand nach "Bubba Ho-Tep" ein weiterer Volltreffer mit Mr. Campbell. Man fragt sich, warum Mainstream-Hollywood nicht öfter auf die Qualitäten von Bruce Campbell zurückgreift, der nach seiner Trademark-Rolle als Ash aus den "Evil Dead"-Filmen auf billige Horror-/Trashfilme festgelegt wurde und doch so viel mehr kann. Vielleicht erbarmt sich Sam Raimi ja noch mal und versteckt seinen guten Freund nicht in winzigen (wie köstlichen) Nebenrollen seiner "Spider-Man"-Filme sondern zimmert ihm die große Bühne, die ihm eigentlich zusteht. Diesem witzigen, wie talentierten Menschen wäre es eigentlich zu wünschen!

--- Snake Plissken

Kurzbeschreibung

Als ein paar Jugendliche auf einem Friedhof aus Versehen einen schlecht gelaunten China-Dämon in Gummi-Ganzkörpermontur zum Leben erwecken und dieser fortan die heimatverbundenen Bewohner des Kuhkaffs Gold Lick, Oregon, terrorisiert, hat Teenager Jeff, der wohl größte existierende Bruce Campbell-Fan, die krass gute Idee, seinen Superstar im Kampf gegen die Kreatur um Hilfe zu bitten. Das Problem: Bruce ist gerade im Dreh zu Cave Alien 2, einem weiteren Meilenstein seiner Filmkarriere. Problem Nr. 2: Der hochbegehrte Schauspieler würde einen Teufel tun, bekloppten Fans unter die Arme zu greifen. Also kidnappen die Goldlicker kurzerhand den Hoffnungsträger und schaffen es tatsächlich, Bruce mit Freibier und den heißen Kurven von Jeffs Mama einigermaßen bei Laune zu halten. Bis der bärtige Untote erscheint und unser Held schleunigst die Flucht ergreift.

Produktbeschreibungen

My Name is Bruce DV
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