-Was nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten muß! Nach dem druckvollen DAMAGE-Album legen/legten Black FLag hier ein äußerst unbequemes Werk vor, das rückblickend Rollins` Soloschaffen erahnen ließ. Gerade ich als jüngerer Rollins-Fan, der erst Henrys eigene Band und erst dann Black Flag kennenlernte, kann seine Historie nur aus diesem Winkel betrachten. Die recht langsam daherfließenden Songs, die auf MY WAR für eine Hardcoreband epische Länge annehmen, spiegeln in jedem Fall den Titel wider, was hier heißt: Weniger punkiges Geschrammel, mehr Blues und Texte, die sich weniger sozial- als selbstkritisch geben; Texte, die sich nicht mehr auf Rebellion einer Masse beziehen, sondern die den eigenen (wahrscheinlich Rollins`) "Krieg" thematisieren. Eben "My War".