Ich gebe dem Buch 5 Sterne, weil ich es mit Begeisterung gelesen habe, es recht informativ und authentisch ist und sich gut runterliest.
Buzzell nimmt kein Blatt vor den Mund und damit meine ich nicht nur sein durchweg gebrauchtes Army-Cockney, sondern auch, dass er schonungslos Schwachstellen im Equipment, ja sogar in der Organisation der Army offen schildert.
Das Buch ist die interessante Geschichte eines Mannes, der scheinbar mehr aufgrund mangelnder Alternativen, denn auf Grund von Überzeugung Soldat wurde. Es beginnt in seiner Zeit als Zivilist, man erfährt, wie es ihn zur Infanterie verschlug und er schildert seine Tour im Irak bis zu ihrem Ende.
Ist man dort, am gleichzeitigen Ende des Buches angelangt, hat man nicht nur eine interessante Schilderung der Bedingungen im Irak bekommen, sondern sich auch durch unzählige Blog-Einträge eines Endzwanzigers gequält, der sich trotz niedrigen sprachlichen Niveaus und mangelnder Tiefe für einen neuen Hemingway zu halten scheint.
Ganz nebenbei erhält man einige Zweifel an der Qualität der US-Soldaten, die ja als Teil der Big Red One (1st Infantry Div.) angebl. zur Elite dieser Armee zählen.
Wer sich mehr für die Kampfhandlungen als solches interessiert und von professionelleren Soldaten lesen will, dem sei als Alternative "Generation Kill" von Evan Wright ans Herz gelegt.