Das ist Anne Deveraux(Renee Zellweger) Standardsatz, wenn wieder einmal etwas komplett "in die Hose" gegangen ist. Ihre Söhne Robbie(Mark Rendall) und George(Logan Lerman) bekommen diesen Satz während ihrer Jugend öfter zu hören, denn bei Anne geht grundsätzlich fast alles schief. Als sie an einem schönen Sommertag im Jahr 1953 zu früh nach Hause kommt, findet sie ihren Mann, den Bandleader Danny(Kevin Bacon) mit einer anderen im Bett. Anne Deveraux ist keine Frau, die sich das bieten lässt. Sie packt die Sachen und die Kinder und beginnt eine Rundreise durch die Staaten. Von New York geht es über Boston, Pittsburgh, St.Louis und Hollywood. Das Ziel der Reise: Einen Mann zum Heiraten finden! Das sollte für eine gut aussehende Frau wie Anne kein Problem sein, aber die Wirklichkeit sieht dann doch anders aus. Annes "alte Kontakte" erweisen sich als notorisch pleite, militärisch verrückt, bereits verheiratet oder einfach nur dreist und eklig. Während dieser Odyssee der Gattensuche immer an Annes Seite: Der clevere, unglaublich coole George und sein Bruder Robbie, der immer Annes Ansprechpartner Nummer eins ist, wenn es um Fragen in punkto Klamotten oder Stricken geht. So sucht Anne verzweifelt nach einem Mann, ihr Sohn Robbie träumt von einer Schauspielkarriere und George, der sich als Chronist der Reise erweist, möchte einfach nur zu seinem Vater Danny zurück. Eigentlich sollte sich ja alles zum Guten wenden, aber wie gesagt, Anne hat nicht immer Glück...
Richard Loncraine hat die Jugenderinnerungen des Schauspielers George Hamilton mit leichter Hand auf die Leinwand transportiert. Dabei ist ein Roadmovie entstanden, bei dem es um eine verführerische, starke und doch so schwache Frau geht, die von ihren Söhnen immer wieder aufgerichtet wird. Loncraines Produktion hält sich in dramatischen, lustigen, bewegenden und tief emotialen Momenten geschickt die Waage. Da macht das Zuschauen einfach Spaß. George Stimme aus dem Off hält uns immer wieder auf dem Laufenden, was gerade passiert, vor allem aber was er fühlt und denkt. An herrlichen Schauplätzen entlang der Route 66 hat Loncraine die Welt des Jahres 1953 wieder auferstehen lassen. Dazu gibt es einen zeitgemäßen Soundtrack, der so passend wie gelungen ist. Nach etwa einer halben Stunde gibt es, meiner Ansicht nach, einen kleinen Hänger in der Story, aber das ist locker zu verschmerzen.
Da ist sie wieder einmal: Renee Zellweger! Eigentlich ist sie als Schauspielerin nicht unbedingt meine Traumbesetzung, aber hier muss ich mal wieder neidlos anerkennen: Diese Frau kann spielen! Ihre Anne Deveraux ist ein Klasseweib der 50er Jahre mit reichlich Schwächen als Zugabe. Logan Lerman agiert als George grandios und Mark Rendall gibt den femininen Robbie extrem gelungen.
-My one and only- ist gelungenes Kino für die ganze Familie. Nicht kitschig, nicht übertiefsinnig, aber auf jeden Fall eine gute Geschichte, die zum Lachen, Nachdenken und "Nachfühlen" bestens geeignet ist. So sollte gutes Kino im Bezug auf Unterhaltung sein. Richard Loncraine kann mit dem Ergebnis seiner Produktion zufrieden sein. Und George Hamilton, also der Mann hat als Jugendlicher wirklich etwas mitgemacht. Gut, dass er alles aufgeschrieben hat. Ansonsten würde man eine Story wie -My one and only- erfinden müssen.