In "My favorite things" findet Coltrane seinen charakteristischen Ton auf dem Sopransaxophon: das Titelstück, einen melodiösen, leicht melancholischen Walzer aus einem Musical, den man nach dem ersten Anhören nicht mehr vergisst, verwandelt Coltrane mit seinen alle Register seines Instrumentes durcheilenden Läufen in eine staunenerregende Demonstration seiner Meisterschaft auf diesem Instrument. In "Everytime we say Goobye", einer sehr schönen Ballade, fasziniert McCoy Tyner mit einem unglaublich transparenten, virtuosen Klaviersolo - gar nicht von der Sorte "brüllender Klavierlöwe" wie in späteren Jahren - vielleicht einem seiner besten. Die beiden anderen Stücke zeigen Coltrane im Kontrast dazu mit packenden Improvisationen auf dem Tenorsaxophon: hervorzuheben ist besonders seine mitreißende Version von "Summertime", die hier auf jede Sentimentalität des Originals verzichtet. Ein abwechsungsreiches, voll zufriedenstellendes Highlight des John Coltrane Quartetts.