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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
211 von 248 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wo ist Lena die Rampensau? Oder war das alles zu viel für sie?,
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ich gehöre zu denen, die sich von der ersten Minute an von diesem wundervollem Mädchen verzaubern ließen. Wie sie da so stand mit ihrem verschmitztem Lächeln und loslegte "ay ay..." Das hatte eine Präsenz und Anmut, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen und gehört hatte. Und beim bloßen Hören der natürlich sogleich herunter geladenen Videos der Casting Staffeln und zur CD verarbeiteten Audio-Songs, viel mir auf, wie man, selbst ohne die Bilder vor sich zu haben, diese Freude und Frechheit, diesen Schalk er-hören und wahrnehmen kann.
All das ist bei der vorliegenden CD leider wie weggeblasen. Vielleicht wurde hier die Persönlichkeit einfach zu stark wegproduziert, möglicherweise aber ist die Müdigkeit, die hier an Stelle der Lebendigkeit und Fröhlichkeit der Liveauftritte zu weilen unüberhörbar ist, dem Stress und einer überhasteten Produktion geschuldet. Am deutlichsten wird dies in den Songs "My Same" "New Shoes" und "Mr. Curiosity", die für die CD neu produziert wurden. Hört man sie im direkten Vergleich zu den Liveauftritten von USFO, glaubt man fast einer anderen Sängerin zu lauschen. Wo ist die einfühlsame Zartheit, die rührende Feinfühligkeit und Zerbrechlichkeit in "Mr. Curiosity" geblieben? Wo ist das Strahlen, die Frische und die Freude, wo die kleinen Genialitäten und Artefakte, die die Live Auftritte von Lena zu einem unterhaltsamen Kunstgenuss machten und wenigstens teilweise auch immer noch machen, wenn man die Auftritte in diversen Fernsehformaten verfolgt? Das was allerorten an Lena gelobt wird, ihre Authentizität (ich würde eher sagen: lebendige Natürlichkeit), konnte sie leider nicht ganz mit auf die CD nehmen. Schade. Eine Lehre sollte sein, dass die Produktion einer wirklich guten CD länger braucht als ein, zwei Wochen. Und eine Bitte an die Produzenten: Lasst Lena doch Lena sein. Dann wirds auch bei der nächsten CD, die hoffentlich kommt, wieder lebendig(er). Eins macht das Album jedenfalls klar: Da ist noch sehr viel Luft nach oben - bitte schöpft das beim nächsten Album aus, denn Lena hat das Zeug zu wesentlich mehr. Über die einzelnen Lieder und ihre Qualität selbst wurde hier schon einiges, wie ich finde auch Richtiges geschrieben, daher nur dies: Gute Songs sind das A und O einer guten Sänger-Karriere. Mit der Auswahl ihrer Songs bei USFO hat Lena Gespür für die richtigen Songs bewiesen. Leider kommen die vorliegenden neuen Lieder allesamt und wie ich finde inklusive Sattelite oder Bee nicht an die Qualität von "My Same", "Diamond Dave", "Mouthwash", "New Shoes" oder "Mr. Curiosity" heran. Für Lenas Zukunft als Sängerin wird ganz entscheidend sein, ob sie die Songschreiber findet, die ihr das richtige Material liefern können, oder besser noch, ob sie es lernt selbst gute Songs zu schreiben. Noch eins: Der Hang so vieler Rezensenten und Kritiker, Musiker und Künstler miteinander zu vergleichen und zu kategorisieren, stammt wohl stets aus einem Buchhalterhirn. Ob bei Lena zu viel oder zu wenig Kate Nash oder Stefanie Heinzmann drin ist, ob da etwas imitiert wird, ob das Englisch so gut oder schlecht wie ein Bauarbeiter-Englisch ist... Solche Fragen interessieren eigentlich nur Menschen, die nie gelernt haben Musik zu hören ohne voreingenommen zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
(Zu) typisch Raab,
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ja, die Wirkkraft einer Sängerin wie Lena Meyer-Landrut steht und fällt mit dem zu interpretierenden Material. Ihr wurde während des USFO-Castings immer wieder bescheinigt, jedes Song-Material so verarbeiten zu können, dass es als originäres Lena-Lied daherkommt.
Nun, dieses Werk beweist imposant das Gegenteil. Lustigerweise sind es just die Songs, die aus der Feder ihres Mentors Stefan Raab stammen, die am wenigsten Lena-esque sind. Von den 13+1 Stücken dieses Albums sind das 6. Dass Lena eine eigenständige Darbietung dieser Titel so schwer fällt, mag daran liegen, dass es nun mal nicht leicht ist, den Stefan-Raab-Plastik-Funk anders wiederzugeben als Stefan Raab. Einschätzung jedes einzelnen Titels: 1. Satellite (Frost / Gordon): Pop as Pop can. Diesen etwas kantigen Pop-Song dürfte inzwischen jeder gehört haben. Die harmonischen Kanten lassen ihn sehr gut aus anderen Pop-Produktionen herausstechen; die minimalistische Instrumentierung bieten der Interpretin Raum zur Entfaltung. (****) 2. My Cassette Player (Raab / LML): Easy-Listening-Bass-Loop mit zahlreichen Sound-Spielereien (Claps, Ukulele (!) etc). Lena hat kaum eine Möglichkeit, hier etwas von ihrer Dynamik unterzubringen. Im Großen und Ganzen einfach langweilig. (**) 3. Not Following (Goulding / Latimer): Hier erkennt man sofort das eingangs beschriebene Phänomen. Der Song stammt nicht von Raab und Lena ist plötzlich wieder in der Lage, Dynamik und Charme zu versprühen. (****) 4. I Like To Bang My Head (Raab / LML): Bei diesem Song kommt wohl der Raabsche Plastik-Funk am stärksten rüber. Leider ist der aber so plattgezogen und anämisch, dass man wenig Lust bekommt, seinen Kopf zu schütteln. Auch hier werden wieder reichliche Sound-/Sprach-Spielereien eingesetzt, als ob vom schwachen Kompositionsgerüst abgelenkt werden muss. (**) 5. My Same (Adkins): Guter Track. Unverspielte Instrumentierung mit richtigen Instrumenten. Sehr dynamischer Song. Leider ist Lena nicht ganz so dynamisch wie bei einer Live-Performance (ist halt 'ne Rampensau). Trotzdem eine sehr schöne Interpretation. (****) 6. Caterpillar In The Rain (Raab / LML): Nette Ballade. Hätte eine Minute kürzer und spärlicher instrumentiert sein können. Nur Piano wäre vollkommen ausreichend gewesen. Wenn dann aber noch Gitarre und Synth-String-Klangteppich nach und nach eingeführt werden, sollte es einen Kontrastpunkt geben. Der ist aber nicht vorhanden. (***) 7. Love Me (Raab / LML): Raab-Plastik-Funk. Wieder seltsame Instrumentierung. Nur Bass und Drum-Computer dürfen ganzzeitig zu hören sein. Zwischendurch kommen Piano, ein Funk-Gitarren-Riff, Claps und ein paar Synth-Effekte durch. Auch hier sind nur wenig Abwechslung und Dynamik auffindbar. (***) 8. Touch A New Day (Raab): Ein vollständig kantenloser fast schlagerhafter Song, der sich um jegliche Kontraste und dynamischen Entwicklungen herumstiehlt. Auch hier wieder computerisierte Percussion-Effekte (Snipping); warum auch immer. Hinzu kommt ein absolut belangloser, sinnbefreiter Text. Absolut ärgerlich, dass dies die zweite Single-Auskopplung aus diesem Album werden soll. (*) 9. Bee (Golan / Ottestad / Strauss): Netter Pop. Aber auch hier fällt wieder auf, dass anscheinend kaum ein Track ohne Clapping und andere Hintergrund-Spielereien auskommt. Das ist einfach unverständlich, da es den Raum der Interpretin zumüllt anstatt ihr Luft zu geben. (***) 10. You Can't Stop Me (Raab): Wieder ein recht einförmiger Funk-Track. Immerhin gibt es sowas wie einen Kontrastpunkt (eine kurze Interlude). Auch hier gibt es wieder Clapping. Ich verstehe es nicht. Und wiederum findet man einen absolut sinnbefreiten Text. (***) 11. Mr. Curiosity (Mendez / Morris / Mraz): Diesen Song hat Lena während ihres Castings sehr eindrücklich interpretiert. Leider hat die Gänsehaut-Wirkung durch die Studio-Produktion etwas nachgelassen. Trotzdem einer der besten Tracks auf diesem Album. (****) 12. I Just Want Your Kiss (Schaub / Lammers / Raab): Die nicht-überladene Produktion dieses Tracks lässt Lena genug Raum, um ihren Zauber zu verbreiten. Außerdem kann sie sich hier endlich wieder der Führung einer dynamischen Entwicklung widmen, die in einem trockenen Ende kulminiert. Sehr schön. (****) 13. Wonderful Dreaming (Raab / LML): Ähm, hust. Wer sich ein wenig mit dem musikalischen Erbe des Stefan Raab befasst hat, wird möglicherweise das Werk "Wir kiffen" kennen. Nun, hier liegt die 10% langsamere Version davon vor. Jedesmal wenn ich "Wonderful Dreaming" höre, bin ich versucht, nach jeder Strophe den "Wir kiffen"-Soundschnipsel dazuzuinterpretieren. Leider findet man auch hier keine musikalischen Kontraste. Das ist alles eher so Easy-Listening-Stoff mit ebenso leider eher schlechterem Text von Lena. (**) 13+1. We Can't Go On (Schaub?): Hell, yes. Wenn es schon Pop sein muss, dann so. Dieses Stück überzeugt durch sehr eindringende Beat+Bass-Kombination aber sonst eher spärliche Instrumentation. Lenas Interpretationstalent erhält freien Lauf. Sie darf sich durch eine Herzkasper-Bridge kämpfen, die diesen Song wunderbar auflöst. Der Track ist herrlich retro produziert. Man hört auch (wahrscheinlich) ein Klick-Fragment eines Sound-Samples. Das mag zwar vor allem für gute Ohren anfangs etwas verstörend sein, gibt diesem Song aber einen unvergesslichen Charme. Es ist ehrlich gesagt eine Schande, dass dieser Song "nur" als Amazon-Exclusive erhältlich ist und nicht auf dem eigentlichen Album vertreten. So frisch und originell wie dieser Song hätte das ganze Album oder wenigstens ein größerer Teil davon klingen sollen. (*****) Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass mir weniger Raab wahrscheinlich besser gefallen hätte. An die Rezensenten, die hier Vergleiche des Song-Materials mit dem von Stefanie Heinzmann anstellen: Ihr liegt absolut daneben. Wirklich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
138 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht ansatzweise die Lena die wir kennen...,
Von
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Es hätte ein Traumalbum werden können. Nachdem ihre Plattenfirma sich folgendermaßen in den Medien äußerte:
"Für Satelite, Love me und Bee hatten wir nur sehr wenig Zeit. Daher kommt der "Lena" Flair nur sehr wenig rüber. Bei dem Album wird dann aber 100% Lena drauf sein!". Zufrieden drehte ich Satelite auf und fragte mich, was denn da wohl noch kommen würde. Wie viele von Euch schon richtig schreiben, dachte ich beim ersten hören des Albums: "Lena Heinzmann"??? Ich mein das sind ganz nette Songs, aber ein Ohrwurm wie Satelite sucht man auf dem Album leider vergebens. Lena ist ein großes Talent und besonders durch ihre Sprechparts im Stil von Kate Nash kann sie zeigen was sie kann. Warum gibt es solche richtigen SPrechparts in keinem einzigen Song? Die Lieder plätschern ein wenig vor sich her ohne wirklich Höhen und Tiefen festzustellen. Es startet sehr stark mit Satelite und hebt sich dann lediglich wieder mit den Songs Love Me, Bee und Mr. Curiousity. Der großartigen Song "My Same" den Lena bereits in der Sendung präsentiert hat und ins Staunen versetzte, wurde auf diesem Album komplett "niedergerissen". Lena sang es in der Sendung mit so viel Kraft, Power, ihrerer eigenen Art und einer unglaublich starken Bandleistung. Auf diesem Album klingt es, als singt Lena es leise vor sich hin und die BGM klingt ebenso unspektakulär. Außerdem hat jedes Lied eine sehr klare Struktur. Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Refrain. Das ist ja auch ok. Aber Lena würde niemal einen Refrain zweimal komplett gleich singen. Man kann nahezu die Refrains kopieren und übereinander legen, und es ist zu 80% komplett gleich. Ich finde es ziemlich schade, dass so ein großes Talent wie Lena sich dann doch irgendwie in die Massenproduktionen einreiht. Ich hoffe das nächste Album wird mehr Lena und weniger Stefanie Heinzmann. So gern ich Lena und ihre Stimme mag. Aber die Songs sind für Stefanie Heinzmann super. Aber für Lena gibts da leider nur 3 Sterne. Die Erwartungen waren anders. Einzig Satelite, Bee und Mr. Curiousity retteten sie auf die 3 Sterne. Ich denke da ist aber noch ne Menge mehr drin :) Ich hoffe sie schöpfen das noch aus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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