.... sondern für alle, die gute musik noch mit einer überdurchschnittlichen stimme, diese "einkleidendem" arrangement und dem verzicht auf irgendwelchen animierten firlefanz verbinden. ist es beths bestes album??? da werden die meinungen weit auseinandergehen, denn dieses album reizt die bandbreite ihrer stimme bei weitem nicht aus. dafür bekommt man bei "my california" wohl einen tiefen eindruck in eine zutiefst verletzliche seele. mit "sister heroin" traut sich beth an die verarbeitung eines themas, dass man seinem ärgsten feind als schicksal nicht wünschen würde und das dennoch seit jahrzehten für allzuviele real ist, den verlust einer schwester/ eines bruders durch drogenmissbrauch. ein thema, dass auch für beths leben selbst real zu werden schien.
beginnt das album mit "my california" noch etwas holprig und auch etwas gewöhnungsbedürftig abgemixt, so sind auf diesem album mindestens zwei durchaus "radiotaugliche" nummern dabei.
"life is calling" und "love is the hardest" dürften in den beth-hochburgen holland, dänemark und norwegen das zeug haben, in den charts zu landen und mit ein wenig glück trauen sich auch in deutschland ENDLICH mal die programmredakteure der rundfunksender nicht nur persönlich beth zu ihren favoriten zu erklären, sondern dies auch ihren konsumenten anzubieten.
fazit: das album ergänzt nach meinem persönlichen empfinden die vorhergehenden alben, insbesondre das "37 days" und ist ein "must have" für alle musikbegeisterten, bluesrock-affinen interessenten. es besticht durch klare persönlichkeit, etwas, dass immer wieder versucht wird in marketing- und promotionveröffentlichungen anderer darzustellen, dass aber allzuoft nur konstruiert ist. bei beth ist es kernig hörbar, ehrlich wahrhaftig und deshalb glaubhaft.
und am besten ist beth hart immer noch auf einer bühne. 2010 in berlin, hamburg, köln und aschaffenburg. ich denke, man sieht sich da.....;-)