Kurzbeschreibung
Die hier vereinten Beiträge vermitteln, was Frauen mit der Gestaltung Mutter angeblich verbindet. Die Autorinnen nähern sich dem Phänomen in seinen komplexen Bedeutungen und Konzeptionen; ihre Untersuchungen beziehen die an die Biologie der Frau geknüpften, "mütterlichen" Attribute ebenso ein wie Vorstellungen von der sozialen Mutterschaft und die Institutionalisierungen von Muttergestalten auf fiktionaler Ebene: Sie treten auf als Allegorie, Symbol und Metapher, als mythische, religiöse, politische und meta/physische Gestalt - "Denkmäler" der Mutter und Mutterschaft, die allerdings nicht als Machtzugeständnis an Frauen zu interpretieren sind. Ihre Wirkungskraft ist jedoch bis heute aktuell und für das gegenwärtige Geschlechterimaginäre relevant. Der zeitliche Rahmen der historischen, soziologischen, theologischen, psychoanalytischen und philosophischen Analysen reicht von der Antike bis zur Gegenwart. Mit Beiträgen von Nicole Loraux, Rachel Monika Herweg, Ingvild Birkhan, Johanna Gehmacher, Heidi Degethoff de Campos, Iris Bubenik-Bauer, Sabine Strasser/Eva Schliesselberger, Maria Glaser, Claudia Card, Gerburg Treusch-Dieter, Alice Pechriggl.
Über den Autor
Gudrun Perko, geb. 1962 in Knappenberg/Kärnten, lebt seit 1982 in Wien, ist Philosophin, freie Wissenschafterin und externe Lektorin an verschiedenen Instituten in Österreich sowie Begründerin von gp profundus.think.process, Institut in Wissenschaftscoaching und Wissenschaftslektorin. Mitbegründerin und Obfrau des Vereins Feministische Forschungsgemeinschaft zu Philosophie & Politik sowie Mitbegründerin des Verbandes Feministische Wissenschafterinnen in Österreich und des Emma Goldmann Institutes in Berlin. Im Milena Verlag erschienen: "Phänomene der Angst" (gemeinsam mit Alice Pechriggl) und "Mahlzeit. Frauen zwischen 70 und 100 erzählen aus ihren Erinnerungen"