Wer mag nicht glauben, daß es in der Natur der Frauen liegt, treusorgend für ihren Nachwuchs zu sorgen. "Die Mutterliebe" stellt diese Fürsorge jedoch als Produkt der jeweiligen Erziehung dar, so daß es z. B. lange Zeit in Frankreich üblich war, die Kleinkinder zu einer Amme aufs Land zu "entsorgen" und sich erst dann um die Kinder zu kümmern und zu sorgen, wenn diese dem gröbsten entwachsen sind. Heute also ein Fall für die klassische "Rabenmutter", damals eine Vorgehensweise, mit der sich Vermögende, die es sich leisten konnten, gegen die Armen abgrenzten, die ihre Kinder selbst aufzogen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern erscheint im neuen Licht, d. h. wenn wir unsere Kinder lieben, dann tun wir das aus freien Stücken und nicht, weil es unsere Gene befehlen. Insgesamt sehr lesenswert!