Mutter und Sohn 2013 CC

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Die 60-jährige Cornelia ist ein monströses Muttertier. Als ihr Sohn ein Kind tot fährt, unternimmt sie alles, um ihn vor dem Gefängnis zu bewahren, droht den Beamten mit ihren Beziehungen nach oben und schreckt vor Bestechung nicht zurück. Sie bestimmt die Spielregeln, bis sich der Filius ihrer erdrückenden Liebe entzieht. Erst sehr spät realisiert die Dame aus der Oberschicht, dass nicht jeder zu kaufen ist, und empfindet beim Besuch der in Armut lebenden Eltern des gestorbenen Jungen einen Hauch von Mitgefühl.

Darsteller:
Luminita Gheorghiu, Ilinca Goia
Verfügbar als:
DVD

Details zu diesem Titel

Discs
  • Film FSK ages_12_and_over
Laufzeit 1 Stunde 48 Minuten
Darsteller Luminita Gheorghiu, Ilinca Goia, Bogdan Dumitrache, Florin Zamfirescu, Natasa Raab
Regisseur Calin Peter Netzer
Genres Drama
Studio Warner Home Video
Veröffentlichungsdatum 21. Januar 2014
Sprache Rumänisch, Deutsch
Untertitel Deutsch
Originaltitel Pozitia Copilului

Andere Formate

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT am 22. Januar 2014
Format: DVD
... fragt der Sohn Barbu erneut seine Mutter Cornelia. Er hat ihr gerade nicht nur einen Vorschlag über den Umgang miteinander gemacht, sondern seine Aussage glich eher einem Ultimatum. Er, der Sohn, wolle selbst bestimmen, wann und wie oft er in nächster Zeit mit ihr, seiner Mutter, Kontakt aufnehme. Es ist der letzte Versuch des schon lange erwachsenen Barbu in diesem Film, sich von seiner dominierenden Mutter zu lösen. Der Film beginnt mit einem Gespräch zweier Mittfünfzigerinnen: Cornelia beklagt sich bei Ihrer Schwester über ihren erwachsenen Sohn, er wolle nichts mit seiner Mutter zu tun haben, Schuld sei diese Frau, mit der er zusammenlebe. Ohne den Sohn bis dahin kennen gelernt zu haben, ist bereits klar, dass das Verhältnis zu seiner Mutter nicht nur angespannt, sondern zerrüttet ist. Nur wenig später lernt man Cornelia aber ganz anders kennen: Nachdem Sie durch ihre Schwester von dem Autonunfall erfahren hat, bei dem ihr Sohn einen Jungen überfahren und getötet hat, fährt sie direkt zur Polizeistation, schüchtert die Beamten durch ihre bloße Präsenz ein, zwingt den Sohn seine gerade gemachte Aussage zu ändern und ist permanent per Telefon mit einflussreichen Freunden im Gespräch. Sie spielt ihre ganze Autorität und ihren Einfluss aus, damit ihr geliebter Sohn, der eigentlich mit ihr nichts mehr zu tun haben will und ihr offen seine Abneigung zeigt, nicht ins Gefängnis kommt. Die ebenfalls bei der Polizei anwesende Familie des Opfers wird weitgehend von ihr ignoriert. Erst gegen Ende des Films leuchtet gegenüber der Mutter des getöteten Jungen so etwas wie Mitleid und Anteilnahme auf.Lesen Sie weiter... ›
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joroka TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 23. Februar 2014
Format: DVD
Liebe kann erdrücken. Mutterliebe sowieso. Cornelia ist sich nicht bewusst, was bei ihr und ihrem einzigen Sohn Barbu schief läuft. Sie kann seine Abgrenzung ihr gegenüber nicht verstehen, da sie doch bereit wäre, alles für ihr geliebtes Kind zu geben, welches sich inzwischen auch schon jenseits der 30 befindet. Doch dann wittert sie ihre große Chance, als Barbu bei einem verkehrswidrigen Überholmanöver ein Kind tötet und sie ihre Beziehungen spielen lassen möchte, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und der noch unter Schock stehende Barbu kann sich nicht wirklich dagegen wehren. Cornelia arrangiert zunächst aus taktischen Gründen auch eine Begegnung mit den Kindeseltern, wird dabei letztendlich jedoch mit ihrer eigenen Menschlichkeit konfrontiert....

Kann man mit Geld alles wieder richten? Diese Frage stellt der Film in den Raum. Cornelia und ihr Sohn entstammen der Oberschicht, das junge Unfallopfer und seine Familie aus ärmlichen Verhältnissen. So bietet die Handlung einen Blick in das aktuelle rumänische Gesellschaftsgefüge, in dem sich, wie in den meisten osteuropäischen Ländern, die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. So erweist sich auch das Recht als manipulierbar, wenn man über Geld, Macht und Einfluss verfügt.
Der Film ist jedoch ebenso ein Werk über Mitgefühl und Solidarität und über die Unfähigkeit, menschliche Zuneigung mit Geld zu erkaufen.

Die Schauspieler agieren auf hohem Niveau. Auch über die Ausstattung und Dramaturgie gibt es wenig zu meckern. Ein paar Handlungsschleifen erschienen mir ungewöhnlich, wenn auch nicht missgünstig. Das Handy ist mit das wichtigste Utensil im Film.
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Von MK am 18. August 2014
Format: DVD
"Mutter und Sohn" ist so realistisch, dass jeder, der solch eine "Glucke" als Mutter hat, ihn nur schwer wird aushalten können, körperliche und vor allem psychische Schmerzen empfinden wird. Gleichzeitig hilft der Film diesen Menschen mit der Erkenntnis, dass sie nicht die Einzigen mit diesem Problem sind, und das hat viel Beruhigendes.

Die Mutter in diesem Film ist eine Frau aus dem Bürgertum, also an sich eine ziemlich normale. Der Sohn ist ihr einziges Kind, ihr Ein und Alles. Als er mit seinem Auto ein Kind überfährt, will die Mutter ihm helfen, die Situation für ihn regeln, ihn schützen. Das alles tut sie, ohne ihn zu beteiligen. Sie behandelt ihn wie ein Kleinkind und wirft ihm gleichzeitig vor, sein Leben nicht in den Griff zu bekommen.

Der Film überreißt den Charakter der Mutter nie, sondern arbeitet ihn akribisch heraus. Mütter, die Bevormundung mit Liebe gleichsetzen, verwechseln, wie ich meine, werden deswegen ihre Unerträglichkeit, Übergriffigkeit, ja Brutalität, gar nicht erkennen - weder im Film noch bei sich. Sie werden sich weiterhin wundern, weshalb sich ihr Kind ständig entziehen will, statt sie wiederzulieben.

Möglicherweise können Zuschauer, die keine vergleichbare Mutter haben, dem Film nicht ganz so viel abgewinnen. Dennoch würde ich auch ihnen "Mutter und Sohn" als intensive psychologische Studie wärmstens ans Herz legen.

Er ist ein sehr starker Film und zu Recht der Gewinner des "Goldenen Löwen" auf der Berlinale 2013 gewesen.
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