In dem Buch "Mutter sag, wer macht die Kinder" von Janosch (alias Horst Eckel) der etlich Preise und Auszeichnungen erhalten hat, erleben die Kleine Maus Tütü un der beste Küsser der Mäuseschule Didi Neumann die erst große Liebe ihres Lebens. Die fröhliche Geschichte der beiden, erklärt Kindern ab der 2.Schulklasse auf einem unkomplizierten Weg wie Mama und Papa Kinder machen.
Den Kindern wird erst anhand eines blühenden Kirschbaums erklärt, wie das mit dem Befruchten der Blüte funktioniert, dann wird erläutert wie ein Hahn eine Henne befruchtet und so neues Leben, das Küken entsteht.
Als letztes Beispielführt der Lehrer Schröder nun den Menschen auf.
Der Inhalt des Buches ist für Kinder im Grundschulalter angemessen, denn sie werden langsam auf die Antwort der Fragen: "Wer macht die Kinder" und "Wie werden sie gemacht" hingeführt.
Da die Kinder in diesem Alter anfangen Fragen zu diesem Thema zu stellen und sich dafür interessieren wo sie und ihre Geschwister herkommen, sind sie interessiert das Buch zu lesen oder sich das Buch vorlesen zu lassen.
So wird ihnen Erkenntnis, dass nicht nur bei der Befruchtung der Menschen neues Leben entsteht, sondern auch bei Tieren und Pflanzen vermittelt.
Für die Grundschulkinder ist das Buch spannend geschrieben, denn schon am Anfang kommt der freche Kater Mikesch und will alle Gschwister und die Mutter von Tütü fressen. Außerdem wird nach und nach aufgezeigt, wie Kinder gemacht werden.
So hat die Geschichte einen hohen Informationsgehalt, der durch die lustige Geschichte auch einfach verständlich gemacht wird und die Kinder ihn sich leicht einprägen können.
In dem buch gibt es auch witzige Elemente, wie zum Beispiel die Lügengeschichten des Mäusevaters und die Tatsache, das die Mäuse manchmal nicht im Unterricht aufpassen und dann nur Unsinn auf die Fragen des Lehrers antworten.
In dem kompletten Buch werden verständliche Worte für die Zielgruppe verwendet, aber es werden auch Begriffe wie Penis und Vagina geschrieben, dann aber auch erklärt. So ist die Geschichte für Grundschüler sprachlich gut zu verstehen und nach zu vollziehen.
Durch die witzigen Illustrationen wird den Kindern das Thema und die Geschichte noch verständlicher gemacht und sie können anhand der Bilder und einer kurzen Erläuterung eines Erwachsenen die Geschichte verstehen und das Thema begreifen.
Das Buch hat auf mich sehr witzig gewirkt, aber dennoch wird ein wichtiges Thema auf eine ungezwungen, interessante Art und Weise erklärt.
Ich denke dies ist eine gute Möglichkeit, wie Eltern ein so wichtiges Thema ihrem Kind beibringen können.
Durch den lockeren Umgang mit der Thematik, was heut zu Tage oft immer noch verschwiegen wird, habe ich das Buch gerne gelesen und es hat Spass gemacht zu sehen, wie einfach man einem Kind etwas so kompliziertes beibringen kann.
Meiner Meinung nach ist das Buch an alle Eltern weiter zu empfehlen, die am Daumen drehen und nicht wissen wie oder wo sie anfangen sollen zu erklären.
Hier wird das Thema in einer witzigen Geschichte, ganz beiläufig erklärt aber dennoch auf den Punkt gebracht.
Auch denke ich, das mit dem Buch genau die richtige Zielgruppe angesprochen wird, denn wären die Kinder zu jung, würden sie den Sinn des Buches nicht verstehen, wären sie zu alt, würden sie alles ins lächerliche ziehen und auch in der Beschreibung, Wortwahl und Rahmengeschichte nicht angesprochen werden.
Im Großen und Ganzen habe ich keine Kritik an dem Buch, denn den Kindern wird klar und deutlich erklärt, wie das mit dem "Kindermachen" funktioniert.
Schade finde ich nur, dass das Thema nicht von der Mäusemutter, wie man am Anfang denkt, erklärt wird, sondern von dem Lehrer Schröder, der die Mäusekinder unterrichtet. Ich denke es ist wichtig, das ein Kind so etwas von seinen Eltern und nicht durch den Lehrer erfährt.
In der heutigen Zeit ist es leider viel zu oft so, dass zu Hause keine so wichtigen Themen noch besprochen werden.