"Mutter" ist eindeutig die beste Platte von allen aktuellen Rammstein-Studioalben.
Es unterscheidet sich im Gegensatz zu "Herzeleid" (1995) und "Sehnsucht" (1997) als melodischer, reifer, lauter und tiefgründiger.
2001 war es in den deutschen Charts auf Platz 1 und ist somit für den heutigen internationalen Erfolg verantwortlich.
Rammstein versteht hier sein Geschäft ganz deutlich, denn sie machen Lieder, die man immer wieder anhören kann, ohne dass sie langweilig werden.
Für Metal-Fans ist es ein Muss, denn man kann es zu jeder Situation anhören und burnt!!
Leute, die nichts mit schwerfälliger und depressiver Musik anfangen können, sollten hier nicht zugreifen.
Für alle anderen ist das Album sein Geld auf jeden Fall wert.
(Für Drummer ist es sehr geeignet, die Lieder nachzuspielen!)
01. Mein Herz brennt *****
Perfekter Opener in die Rammstein Welt. Das Lied burnt erst richtig
nach mehrmaligen Abspielen. Sandmannbesuch nach Rammstein'scher Art.
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02. Links 2, 3, 4 *****
Burnender Gitarrenriff, taugender Marsch-Beat und typischer aggressiver Rammstein-Refrain zeichnen alleine dieses Lied nicht aus.
Der Background ist, dass die Band bis 2001 rechtsextrem untertitelt wurde.
Aber mich haben sie durch den Song das Gegenteil bewiesen, der sogar noch den Aufruf beinhaltet, gegen Nazis zu handeln.
("Sie wollen mein Herz am rechten Fleck
- doch, seh' ich dann nach unten weg...
Da schlägt es LINKS!")
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03. Sonne *****
Absoluter Top-Song! Bestes RS-Lied überhaupt.
Herr Lindemann beweist hier sein Gesangskönnen, dass man auch in einer Oper vorspielen könnte.
Wieder einmal burnende Riffs, poetischer Text und Gänsehaut-Ohrwurm-Refrain sind hier am Platz.
Keyboarder Flake Lorenz versteht auch sein Werk prächtig.
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04. Ich will *****
Sehr gut gelungenes aggressives Lied. Handelt um die Sichtweise der Medien, die Rammstein unterdrücken und schlecht machen.
Die Band aber weiß, wie Marilyn Manson, dass man Fans vor allem durch Skandale gewinnt.
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05. Feuer frei! *****
Jeder XXX (Trible X - Movie) Zuschauer kennt den genialen Soundtrack. Es ist das wohl aggressivste und schnellste RS-Song überhaupt. (Mit dem Song habe ich angefangen, Rammstein zu hören)
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06. Mutter *****
Toller überzeugender Titelsong, in dem es darum geht, wie ein künstlich erschaffener Mensch sich nach einer Mutter sehnt.
Sehr emotional, ähnlich wie "Sonne". Die Keyboards finde ich wieder genial.
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07. Spieluhr ****
Eigentlich auch wegen dem Ohrwurm-Refrain und der düsteren Stimmung 5 Sterne wert, gilt aber nach den ganzen vorherigen Krachern eher als nebensächlich.
Der Text ist poetisch top, aufgebaut wie ein modernes Märchen und beste Story auf der LP.
Der Refrain wird übrigens von der Tochter von dem RS-Gitarristen Richard Kruspe gesungen.
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08. Zwitter ****
Wieder ein genialer Burner, wobei Rammstein wieder in dem gewohnten Sexismus-Element ist.
Krachende Gitarren, glaubwürdiger Text und melodischer Refrain zeichnen auch dieses Lied top aus, kommt aber leider nicht ganz gegen die Singleauskopplungen an.
Ist durchaus für einige Fans auch 5 Sterne wert.
(Obwohl dieses Lied nicht in den Charts war, ist es einer der bekanntesten RS-Songs)
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09. Rein - Raus ***
Für mich das unbrauchbarste Lied der Platte.
Hier wird wieder das Thema Sexismus aufgegriffen, wie jeder 5. Klässler schon am Titel erkennen kann. Selbes Niveau wie "Bück dich".
Wäre der "Rein - Raus" auf dem Studiovörgänger "Sehnsucht", hätte ich es dort bestimmt wegen der Melodie und den Keyboardparts mit 5 Sternen ausgezeichnet, aber da "Mutter" ein Fortschritt ist, ist es hier eher langweilig.
Live kommt es für Mitbrüller sicherlich besser rüber.
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10. Adios ****
Der härteste und brutalste Song auf "Mutter".
Handelt um jemanden, der Drogen konsumiert und dadurch qualvoll stirbt.
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11. Nebel *****
Rückwärts gelesen "Leben".
Bemerkenswert ist hier, dass zum ersten mal alle Strophen vor dem Refrain kommen und dann noch ein Refrain zum Ausklang.
Sehr schönes, melodisches Outro.
Hinterlässt einen würdigen, nachdenklichen Eindruck auf das Hammeralbum "Mutter".