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Immer wieder fragt sich die junge Hexe, ob sie denn wirklich die Letzte sei und hofft doch so sehr darauf, ein Kind zu finden, das die gleiche Begabung wie sie hat. Brierley ist eine der letzten Sharia-Hexen, die einst das Land beherrschten, doch nun muss sie im Geheimen leben und sich immer vor den neuen Herren des Landes verstecken. Durch ihre Kräfte ist sie in der Lage, Krankheiten und Verletzungen zu heilen. Sie arbeitet als Hebamme und hilft den einfachen Leuten des Volkes, das das ihrige beinahe ausgelöscht hat.
Ein Zufall bringt sie auf das Schloss des Herzogs und lässt sie Zeuge eines groben Übergriffes von Lord Landreth auf einen Stallburschen werden. Sie heilt den Jungen zwar direkt vor den Augen des Herzogs, doch sie schafft es, dieses sehr geschickt zu tarnen. Ein Spitzel des Regenten versucht allerdings, die junge Frau als Druckmittel gegen den Herzog einzusetzen und eine Lawine wird losgetreten: Brierley gerät in die Mühlen der Sharia-Gesetze, die mit ihrem Tod enden sollen. Doch erneut verursacht Lord Landreth einen Zwischenfall, der fast zum Tode der Herzogin führt, nur Brierley kann sie noch retten. Der Herzog ist von ihren Fähigkeiten so angetan, dass er bereit ist, den Kampf mit dem Regenten so bald als möglich aufzunehmen, um die Hexe vor dem Tode zu retten. Unvermeidlich wäre dieser Kampf für ihn sowieso gewesen. So wird die junge Frau ein Spielball der Herrschenden und gerät von einer unangenehmen Situation in die andere, bis sie schließlich entkommen kann.
Dieses Buch zeichnet eine Gesellschaft, in der eine erbarmungslose Inquisition jede Hexe verfolgt und vernichten will. In dieser Gesellschaft lebt die junge Frau und kämpft sich durch. Ein spannendes Thema, das zu einem sehr spannenden Buch verarbeitet wurde. Die Geschichte nahm mich gefangen und ich habe es fast auf einmal gelesen. Der einzige Wermutstropfen war, dass der Schluss ein wenig kurz ausfällt, und einige Fragen offen bleiben. Es ist ein sehr gutes Buch, das ich Fantasy-Freunden nur empfehlen kann. --Tina Dobosch