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Mutmassungen über die Poesie. Inkl. 2 CDs: Lesungen und ein Gespräch
 
 
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Mutmassungen über die Poesie. Inkl. 2 CDs: Lesungen und ein Gespräch [Audiobook] [Gebundene Ausgabe]

Hans Magnus Enzensberger , Raoul Schrott , Denis Scheck , Hubert Winkels


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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Haus der Poesie

sks. «Ein Lied will ich machen rein aus nichts», sang der Troubadour Guihelm, Graf von Poitiers und Urgrossvater von Heinrich Löwenherz, im 12. Jahrhundert. Er schlug damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Poesie auf. Bestimmten auch in früheren Werken der Lyrik Metrum, Mathematik und Musikalität den Fluss der Verse, so trat hier mit der Gematrie ein poetisches Verrätselungssystem auf den Plan, das jedem Buchstaben einen Zahlenwert zuordnete und so einen Subtext von geheimen Botschaften mitlieferte. Dechiffriert man zudem die Silbenkombinatorik nach einem bestimmten Schlüssel, erhält man das Akrostichon: «Wilhelm hat gut gerechnet.» Raoul Schrott ist nicht nur selbst als Dichter ein Meister der lyrischen Form, er ist auch ein Literatur-Detektiv, der mit weltläufigem Sensorium die Ursprünge des Dichtens freilegt. In Lesungen und einem Gespräch mit Hans Magnus Enzensberger werden zentrale Schauplätze der Poesie von ihren Anfängen im 24. Jahrhundert vor Christus bis in unsere Tage besichtigt und in ausgewählten Beispielen zu Gehör gebracht. Auf zwei CD mit einem ausführlichen Textbuch kommentieren die beiden Dichter, angeleitet von Denis Scheck und Hubert Winkels, ihren höchst anregenden Besuch im Hause der Poesie.

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2000
Zwei CDs, die ein langes Interview enthalten, das zwei Rundfunkredakteure mit Raul Schrott und Hans Magnus Enzensberger geführt haben, schält Hans-Herbert Räkel aus bibliophilem Büttenpapier mit etwas Text und viel pompejanischer Wandmalerei. Zunächst spürt man noch das große Wohlwollen des Kritikers gegenüber dem Projekt, das aber bald deutlicher Enttäuschung weicht. So folgt Räkel erst noch willig Schrotts Ausführungen über die "Erfindung der Poesie", ärgert sich dann aber zusehends über die selbstverliebte Oberflächlichkeit und eine zur Stilblüte neigende Geschwätzigkeit des Dichters, dem die Interviewer nichts entgegen zu setzen hätten. Ihre Gesprächsanregungen seien häufig auf dem Niveau von Prüfungsfragen. Auch Enzensberger "der nun wirklich über das Verfassen von Lyrik genug nachgedacht hat" enttäuscht den Rezensenten. Am Ende hält er die schöne Hülle in den Händen und stellt erschüttert fest, dass "Inhalt und Ausdruck ... sooft nicht auf dem Niveau dieser Gestaltung sind".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Der Großmeister und der Shooting-Star der deutschen Dichterszene, Hans Magnus Enzensberger und Raoul Schrott, debattieren in diesem zweistündigen Gespräch Grundfragen der Poesie und lesen Gedichte aus Schrotts Anthologie. Ein Essay Schrotts ergänzt das Gespräch.

Autorenportrait

Raoul Schrott, Jahrgang 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Hans Magnus Enzensberger, geboren 1929 in Kaufbeuren, lebt heute in München. Seit einiger Zeit schreibt der Autor auch Kinder- und Jugendbücher. Sein Buch "Der Zahlenteufel" wurde mit dem 'Luchs' ausgezeichnet.
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