Es ist eine Tragödie. Ausgerechnet der Offizier, auf dessen Feuer-Befehl hin eine eigener Panzer in (ersten) Golf-Krieg vernichtet wurde und der damit für den Tod seiner eigenen Leute verantwortlich ist, soll nun eine Untersuchung durchführen. Die beschäftigt sich mit dem genauen Gegenteil. Ein weiblicher Offizier hat sich im Golf-Krieg als Hubschrauberpilotin mit ihrem Leben für die eigenen Leute eingesetzt und ist schließlich gefallen. In Rückblenden wird der Fall der abgestürzten Hubschrauberbesatzung aus der - erstaunlicherweise recht unterschiedlichen - Sicht der beteiligten (männlichen) Soldaten gezeigt. Die ungeheuerlichen Vorfälle, auf die ich hier aus Gründen der Spannung nicht eingehen will, lassen einen nach dem anderen aus dieser Gruppe zerbrechen. Denzel Washington und Meg Ryan, hier in einer für sie recht ausgefallenen Rolle, zeigen wieder große Schauspielkunst. Der Film kommt mit äußerst wenig Musikuntermalung aus und ist für Hörgeschädigte, auch wegen der deutschen Untertitel für Hörgeschädigte, gut zu verstehen. Nur bei den Kampfszenen geht der Pegel sehr stark nach oben, aber Hubschrauber, Panzer und Gewehre sind nun mal lauter als das gesprochenen Worte. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, sollte es denn wirklich so sein, dass der amerikanische Präsident den Silver Star der toten Mutter deren ca 5 Jahre alten Tochter verleiht. Für mich ist das schlicht geschmacklos.