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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
kann ein wichtiges Werkzeug sein zur Selbsthilfe!, 9. November 2005
Das Zwölf-Schritte-Programm sieht man des Öfteren in Filmen, meist bei Sitzungen der Anonymen Alkoholiker. Eventuell wird das Programm deshalb zumeist mit diesen in Verbindung gebracht. Und bei genau so einem Treffen kam auch Beattie das erste Mal mit ihm in Kontakt. Sie war abhängig und musste von Staats wegen eine Entziehungskur machen. Anfänglich begriff sie nichts, erst später setzte ein Lernprozess ein. So wird es auch dem Leser des Buches gehen. Das Programm ist kein 10-Minuten-Instant-Heilungs-Kurs, sondern ein Hilfsmittel. Wer den Hollywood-Film Spurwechsel , beziehungsweise dessen bemerkenswertes Ende gesehen hat weiß, dass der Mann nicht nur vom Alkohol abhängig war, sondern seine Abhängigkeit viel tiefer ging. Das Lesen eines Beattie-Buches kann auch dazu führen, dass man erst erkennt, dass man abhängig oder co-abhängig ist. Das Programm wird nämlich nicht nur bei den AA eingesetzt, sondern auch bei anderen Selbsthilfegruppen, zum Beispiel eben bei denen der Co-Abhängigen (CoDA) oder anderen Gruppen.Es wäre nicht sinnvoll, hier einfach die zwölf Schritte aufzuzählen und zu sagen, das ist es, was im Buch steht. Der Leser sollte Beattie selber durch die zwölf Schritte folgen, die Erzählungen von Betroffen lesen und nach und nach eigene Denkprozesse starten. Positiv ist die Erklärung einiger Fachbegriffe aus dem Heilungsprogramm. Den Abschluss bilden dann die zwölf Schritte der AA und dann die der CoDA, der Anonymen Co-Abhängigen. Eines noch: Der Gottesbezug im Programm mag manche Menschen abschrecken, aber es heißt "Gott, wie wir ihn verstehen". Der Begriff Gott wird also nicht dogmatisch verstanden. Und ob man nun Meditation oder Gebet sagt, wen kümmert das, geschadet hat es ja noch keinem. Sogar manche Atheisten drücken in diesem wichtigen Fall ein Auge zu. Sicher, es ist keine leichte Lektüre, dafür gibt es andere Lebenshilfebücher, die bequemer zu verarbeiten sind. Aber Betroffenen kann das Buch ein wichtiges Werkzeug sein. Und auch wer glaubt, er wäre frei von (Co-)Abhängigkeiten, sollte ruhig mal ein Blick in dieses Buch werfen, er könnte Dinge an sich selber bemerken, die er vorher nie beachtet hat ...
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