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Produktinformation
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Seinen neusten Roman Mustererkennung hat William Gibson haarscharf auf jener zeitlichen Nahtstelle platziert, in der die Gegenwart zur Zukunft wird. Cayce Pollard, die Hauptfigur des Romans, arbeitet als Coolhunterin: Sie verfügt über die besondere Fähigkeit, bereits im Vorfeld zu erspüren, ob ein Firmenlogo dem Geschmack einer Käuferzielgruppe entspricht und dazu taugt, einen Markennamen durchzusetzen. Diese ? hochbezahlte ? Tätigkeit lässt ihr viel Zeit, sich mit aktuellen Modetrends und neusten technologischen Entwicklungen zu beschäftigen. Dabei stößt sie im Internet auf geheimnisvolle Filmclips, um die sich ein weltweiter Kult gebildet hat. Tausende von Usern sind süchtig nach ihnen. Wie gehören die einzelnen Szenen zusammen? Was bedeuten und woher stammen sie? Die Clips sind von einer solchen suggestiven Kraft, dass Cayce beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Und damit beginnt eine Reise, die in Londons Camden Town ihren Anfang nimmt und bis nach Tokio und Moskau führt ...
William Gibson hat einen Roman über den Beginn des 21. Jahrhunderts geschrieben, der sich durch visionären Weitblick und sprachliche Eleganz auszeichnet. Und erstmals ermöglicht eine Übersetzung auch deutschsprachigen Lesern, Gibsons stilistische Brillanz in vollen Zügen zu genießen. Wie bei keinem anderen SF-Autor vor oder nach ihm lassen seine Metaphern uns die Andersartigkeit einer Zeit erahnen, die noch nicht ganz die unsere ist. Wie kein anderer Schriftsteller unserer Zeit lässt er uns den Schauder spüren, der einen wesentlichen Teil unseres Lebensgefühls ausmacht ?- das Lebensgefühl von Menschen, die in einer Zeit leben, deren Wesensmerkmal die Beschleunigung ist. Unsere Gegenwart wird immer mehr mit unserer Zukunft deckungsgleich. William Gibsons Mustererkennung ist der Roman dieser unserer Zeit. --Helge Basler
Nach Neuromancer (Sprawl-Trilogy im englischen Original) folgte die wenig beachtete, weniger revolutionäre, aber gefällige Idoru-Trilogie (Bridge-Trilogy im englischen Original) und nun die The Blue Ant Trilogy mit Pattern Recognition (Mustererkennung), Spook Country (Quellcode) und Zero History (Systemneustart).
Mustererkennung ist der erste Teil der The Blue Ant Trilogy und eigentlich kein Science-Fiction mehr - jedenfalls nicht im Sinne eines Zukunftsromans, denn er handelt 2002, ein Jahr nach 09/11.
Die 32-jährige Cayce Pollard besitzt ein Talent, das sie in der globalen Marketingwelt der Großunternehmen zum gut bezahlten Star macht: Sie reagiert allergisch auf wirkungsvolle Firmenlogos. Plant ein Unternehmen ein neues Logo, holen sie Cayce. In den sterilen global-digitalen Lebensräumen ist ihre Fähigkeit so archaisch wie Hellseherei in einem Raumschiff - und dennoch etabliert und nie infrage gestellt. "Case" Begeisterung sind jedoch nicht Logos, sondern Filme. Kurze Filmschnitte von unmöglicher Qualität, die unbekannte im WWW verbreiten. Als sie den Auftrag erhält, die Produzenten der Filme zu finden, führt sie die Suche bis nach Russland und in die Vergangenheit.
Mustererkennung ist eine sprachliche Offenbarung und Zeitgeistanalyse, mit der Gibson auf den Punkt trifft, was eigentlich nicht zu fassen ist: die Zukunft in der Gegenwart. --Wolfgang Treß/textico.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Wenn Cayce immer müde ist, liegt das daran, dass sie in nur etwas mehr als zwei Wochen drei oder vier Transatlantik-Langstreckenflüge absolvieren muss. Wen ihre Müdigkeit stört, der möge einfach auch mal so fliegen. Wäre sie von Gibson nicht als müde dargestellt worden, kämen hier Kommentare wie "Wie kann Cayce eigentlich nach so vielen Flügen noch so fit sein?!?"...
Wenn soviele Modelabels und Neu-Sprech-Begriffe vorkommen, dann passiert das, weil sich Cayce im Metier von Mode und Marketing bewegt - dieser Stil gehört schlicht zur Charakterbeschreibung von Cayce. Wie sie denkt und was sie sieht, liest der Leser auch in der für sie typischen Sprache - man überlege nur einmal, wie sich die Gespräche von Medizinern oder IT'lern anhören, wenn diese "unter sich" sind. Abgesehen davon haben wir jetzt 2005 - jeder, der sich geistig noch nicht in unserer modernen Informationsgesellschaft befindet (die eben teilweise so spricht), der soll bitte einfach keine Bücher von Gibson lesen, geschweige denn rezensieren.
Wie auch immer - wieder einmal hat Gibson bewiesen, wie visionär er 2001/2002 denken kann: Cayces Mutter, die die Stimmen von Toten auf Tonbändern hört (das Thema ist grade super-trendig), Guerilla-Marketing (siehe Puma-Sperma-Pics), Internet-Foren, Blogs, digitale Wasserzeichen, Dot-Com-Crash, etc, pp.
Wer aufmerksam liest, wird viele Sachen bemerken, die Gibson 2001/2002 beschrieben hat und die JETZT Trends setzen und Fakt sind.
Dass viele hier ein eher negatives Bild des Werkes aufzeichnen, liegt evtl. daran, dass sie es nicht im Orginal auf Englisch gelesen haben. Die Deutsche Übersetzung ist in meinen Augen das Allerletzte: "Asian Sluts" wird bspw. zu "Verdorbene Asien-Girls" übersetzt, obwohl es sich um eine URL (Internet-Adresse) handelt...solche massiven Schnitzer gibt es fast auf jeder Seite. Die Übersetzung (von Cornelia Holfelder-von der Tann und Christa Schuenke) ist unter aller Sau, obwohl das Buch eigentlich auch Frauen anspricht. Selbst ich, der ich kein ausgebildeter Übersetzer bin, würde das Klassen besser hinbekommen (welcher Verlag hat Interesse an einer Gratis-Übersetzung?).
Das englische Orginal ist sicherlich nichts für Englisch-Anfänger, da sehr anspruchsvoll ("It is that flat and spectral non−hour, awash in limbic tides, brainstem stirring fitfully, flashing inappropriate reptilian demands for sex, food, sedation, all of the above, and none really an option now."). Aber für Leute, die des Öfteren englisch zum Spass lesen, ein absoluter Genuss.
Generell muss man sich einfach auf Gibson einlassen, sonst wird man an keinem seiner Bücher tiefere Freude verspüren. Wenn man sich einlässt, verreist man in eine Welt, die so real ist wie keine andere Scheinwelt. Die Story ist spannend bis zur letzten Seite, sofern man geistig flexibel genug ist zu akzeptieren, dass der Protagonist einen AppleCube+Internet und keine Schreibmaschine+Briefpost mehr zur Kommunikation benutzt.
Viel Spaß allen anderen beim Lesen des besten 2003 erschienenen ScienceFiction-Werkes!
Liest man ein Buch dagegen in erster Linie, weil man am Fortgang einer gradlinig erzählten Geschichte mit klarem Spannungsbogen interessiert ist, und empfindet man Schilderungen mit wenig Action, dafür aber viel Atmosphäre eher als langweiligen, überflüssigen Ballast, sollte man wohl besser die Finger von "Mustererkennung" lassen.
Das soll nicht heißen, dass die Handlung uninteressant ist. Ganz im Gegenteil! Die Geschichte ist originell, ideenreich und interessant. Allerdings liegt das, was das Buch so besonders und herausragend macht, eher in der außergewöhnlichen Stimmung als in der "nackten" Handlung.
Für mich ist es ein Buch zum immer Wiederlesen!
Wenn Cayce immer müde ist, liegt das daran, dass sie in nur etwas mehr als zwei Wochen drei oder vier Transatlantik-Langstreckenflüge absolvieren muss. Wen ihre Müdigkeit stört, der möge einfach auch mal so fliegen. Wäre sie von Gibson nicht als müde dargestellt worden, kämen hier Kommentare wie "Wie kann Cayce eigentlich nach so vielen Flügen noch so fit sein?!?"...
Wenn soviele Modelabels und Neu-Sprech-Begriffe vorkommen, dann passiert das, weil sich Cayce im Metier von Mode und Marketing bewegt - dieser Stil gehört schlicht zur Charakterbeschreibung von Cayce. Wie sie denkt und was sie sieht, liest der Leser auch in der für sie typischen Sprache - man überlege nur einmal, wie sich die Gespräche von Medizinern oder IT'lern anhören, wenn diese "unter sich" sind. Abgesehen davon haben wir jetzt 2005 - jeder, der sich geistig noch nicht in unserer modernen Informationsgesellschaft befindet (die eben teilweise so spricht), der soll bitte einfach keine Bücher von Gibson lesen, geschweige denn rezensieren.
Wie auch immer - wieder einmal hat Gibson bewiesen, wie visionär er 2001/2002 denken kann: Cayces Mutter, die die Stimmen von Toten auf Tonbändern hört (das Thema ist grade super-trendig), Guerilla-Marketing (siehe Puma-Sperma-Pics), Internet-Foren, Blogs, digitale Wasserzeichen, Dot-Com-Crash, etc, pp.
Wer aufmerksam liest, wird viele Sachen bemerken, die Gibson 2001/2002 beschrieben hat und die JETZT Trends setzen und Fakt sind.
Dass viele hier ein eher negatives Bild des Werkes aufzeichnen, liegt evtl. daran, dass sie es nicht im Orginal auf Englisch gelesen haben. Die Deutsche Übersetzung ist in meinen Augen das Allerletzte: "Asian Sluts" wird bspw. zu "Verdorbene Asien-Girls" übersetzt, obwohl es sich um eine URL (Internet-Adresse) handelt...solche massiven Schnitzer gibt es fast auf jeder Seite. Die Übersetzung (von Cornelia Holfelder-von der Tann und Christa Schuenke) ist unter aller Sau, obwohl das Buch eigentlich auch Frauen anspricht. Selbst ich, der ich kein ausgebildeter Übersetzer bin, würde das Klassen besser hinbekommen (welcher Verlag hat Interesse an einer Gratis-Übersetzung?).
Das englische Orginal ist sicherlich nichts für Englisch-Anfänger, da sehr anspruchsvoll ("It is that flat and spectral non-hour, awash in limbic tides, brainstem stirring fitfully, flashing inappropriate reptilian demands for sex, food, sedation, all of the above, and none really an option now."). Aber für Leute, die des Öfteren englisch zum Spass lesen, ein absoluter Genuss.
Generell muss man sich einfach auf Gibson einlassen, sonst wird man an keinem seiner Bücher tiefere Freude verspüren. Wenn man sich einlässt, verreist man in eine Welt, die so real ist wie keine andere Scheinwelt. Die Story ist spannend bis zur letzten Seite, sofern man geistig flexibel genug ist zu akzeptieren, dass der Protagonist einen AppleCube+Internet und keine Schreibmaschine+Briefpost mehr zur Kommunikation benutzt.
Viel Spaß allen anderen beim Lesen des besten 2003 erschienenen ScienceFiction-Werkes!
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