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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessante Aufschlüsselung der Denkweisen - nicht zu Ende gedacht, 9. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Muster im Kopf: Warum wir denken, was wir denken (Taschenbuch)
Den alten Spruch: "Du bist ja nicht dumm, Du weißt nur ein bißchen wenig!" hielt ich bisher für eine Floskel. Das wurde in diesem Buch widerlegt, denn der Autor stellt klar: Das Gegenteil von Wissen ist nicht Dummheit, sondern Nichtwissen. Denn das Gegenteil von Dummheit ist Intelligenz. Diese Erkenntnis fand ich sehr aufschlußreich. Friedhelm Schwarz bietet viele interessante Denkansätze, zum Beispiel setzt er sich auch mit der Frage auseinander, was den Geist formt: Gene oder Gesellschaft. Er versucht nachzuvollziehen, wie sich die Denkweisen in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt haben und in welchen Entwicklungsphasen das Denken jedes Einzelnen am stärksten geprägt wird. Insgesamt ist das Buch, auch in Bezug auf die Handlungsmuster des Menschen, sehr interessant. Nur leider fand ich, daß einige Passagen zu kompliziert formuliert waren, so daß ich manche Seiten mehrfach las, bis ich den Sinn verstand. Auch verfolgt der Autor einige Gedankenstränge nicht bis zum Ende, einige Male kam mir das Ende des Kapitels zu abrupt vor. Dafür hält sich Herr Schwarz dann aber wieder mit völlig überflüssigen Zusammenfassungen auf, einige Passagen sind lediglich herauskopiert und etwas umformuliert. Durchaus lesenswert, aber nicht herausragend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Besser gleich richtige Fachliteratur lesen, 3. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Muster im Kopf: Warum wir denken, was wir denken (Taschenbuch)
Der Vorteil dieses Buches ist, dass es relativ leicht und handlich ist, so kann man es sich unterwegs zu Gemüte führen. Ansonsten machte mich die Lektüre zunehmend ärgerlich. Der Autor verliert sich in der oberflächlichen Präsentation einiger wissenschaftlicher Inhalte, über die er wohl mal was gelesen hat, reißt viele Themen an und bringt nichts wirklich auf den Punkt. Man hat das Gefühl, er möchte einfach möglichst viel Material "unterbringen", ob es nun gerade passt oder nicht. Ständig geht ihm die Struktur abhanden, mehr als einmal musste ich nachschlagen, in welchem Thema ich nun eigentlich gerade unterwegs war. Was mich endgültig ärgerlich machte, war die zunehmende Vermischung möglicher Fakten mit eigenen Anschauungen und Vorurteilen (irgendwas müssen ihm die "68er" angetan haben und auch "die Jugend" kommt nicht so besonders gut weg). Hier wird das Buch völlig unbrauchbar, denn ich kann nicht erkennen, welche Aussagen wissenschaftlich belegt sind und welche einfach nur dem Hirn des Autors entsprungen sind. Fazit: Wer nicht in der Lage ist, ein Fachbuch zu schreiben, sollte es besser lassen. Schließlich gibt es genug Experten in diesem Bereich, die wirklich lesenswerte Bücher herausgebracht haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlicht ärgerlich, 30. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Muster im Kopf: Warum wir denken, was wir denken (Taschenbuch)
"Muster im Kopf" möchte erklären, was unser Denken unbewusst oder halb-bewusst auf typische Weise bestimmt, wie Motive, Erinnerungen, Verarbeitungs-Schemata usw. wirken können. Erwartet hatte ich ein leicht lesbares und doch intelligentes Buch, das mir zu einem vertrauten Thema zumindest einzelne neue Ideen bieten könnte. Ich wurde sehr enttäuscht, da dieses Buch nur leicht und schnell lesbar war und auch dies nur, solange man nicht über zu platte Gedanken und Formulierungen stolpert. Hier zwei ohne lange Suche herausgegriffene Beispiele: "Es ist ein populärer Irrtum, anzunehmen, dass jedes Wissen veraltet. [...] Was veraltet, ist zunächst all das Wissen, das im direkten Zusammenhang mit aktuellen Nachrichten und Ereignissen steht. Es veraltet besonders schnell und es wird auch extrem schnell wertlos." (S. 93) "Was bei der Nexter-Generation besonders auffällt, ist, dass noch viel zu wenig junge Leute zukunftsträchtige Ausbildungen anstreben. [...] Offensichtlich haben die Jugendlichen immer noch nicht begriffen, wo in Zukunft die Chancen liegen." (S. 114) Diese Selbstgewissheit stützt sich offensichtlich vor allem auf Tageszeitungen und im besten Fall populärwissenschaftliche Magazine wie die Psychologie Heute als Quellen. Gern erläutert der Autor Definitionen und Klassifizierungen, z.B. Persönlichkeitsmerkmale, Arten der Intelligenz oder die "34 Talent-Leitmotive des Gallup-Instituts", die dann noch kurz kommentiert werden und anschließend keine Rolle mehr spielen. Neben diesen durchaus noch wissenschaftlichen Ansätzen finden sich auch Alltagsbeobachtungen, die leider in einem ebenso sicheren Ton als Wahrheiten dargestellt werden, à la "Irgendetwas findet sich [für den Verkaufsleiter, der abends mit seinen Mitarbeitern essen geht] immer, um Streit anzufangen und sich als Alphatier zu profilieren." (S. 134) Mich hat die Lektüre regelrecht verärgert, ich kann von diesem Buch nur abraten.
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