Das schmale Bändchen zeigt auf, wie es im Laufe der Geschichte des Christentums zur Vorstellung des Sühnetodes Christi gekommen ist und dass dies nicht per se ein wesentlicher Bestandteil des Christentums ist. Das neue Leben, von dem Jesu spricht, ist ein Leben, das jedem in der Nachfolge hier und jetzt zugänglich ist, ohne mythologische Vorstellung eines stellvertretenden Todes Christi am Kreuz. Helmut Fischer gelingt es, alten Ballast als solchen, in einem Rückgang zu den Quellen, sichtbar zu machen. Die Frage "Musste Jesus für uns sterben?" kann daher klar mit NEIN beantwortet werden. Eine andere Frage ist es, was für Symbole für die wesentlichen Inhalte der Botschaft Jesu, seine Botschaft der Liebe, in der Gegenwart gefunden und verstanden werden können. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, eine kurze, aber sehr lohnende Lektüre.