Kurzbeschreibung
Das Debütalbum 'Muss Laut Sein', das sich über einen langen Aneinandertastungsprozess entwickelt hat, zeigt, wie die Innenwelten junger Frauen mit ein paar BPM und etwas Druck im Niedrigfrequenzbereich kanalisiert und entfesselt werden können. Es geht um Sex der auf der Platte meistens ficken heißt und Liebe, um das Problem, beides miteinander zu verwechseln. Die erste Single 'Liebe Schmeckt Gut' brachte die Band an so ungleiche Orte wie The Dome, fiese kleine Clubs auf der gemeinsamen Tour mit Paula und die Media Control Charts. Jetzt steht Lebenszeichen Nummer zwei auf dem Plan. Ein Plan, der immer noch versucht, eine vernünftige Balance aus Weltherrschaft, total viel Bier und einer Bruttoregistertonne Spaß zu erreichen. Sollte man aber auch nur im Ansatz das Gefühl haben, dafür müssten sich Grossstadtgeflüster in irgendeine Richtung verbiegen: Müssen sie gar nicht. 'Ich Muss Gar Nix' heißt dann auch der Song, der endlich den Schnee hat abtauen lassen,! der Olli Kahn aus dem Tor der Nationalmannschaft gespült hat. Der dafür sorgt, dass Josef Ackermann nur Home Shopping Kanäle zu Hause empfangen kann. Ein Song gegen die Verbissenheit, gegen den überzogenen Ehrgeiz, gegen Verhaltensmuster, die so viele Menschen zu Herdenschafen machen. Jen Bender erreicht am Mikro die Intensität einer jungen Debby Harry, spielt mit der Laut-Leise Dynamik und erklärt nebenbei, dass Atmen und Geschlechtsverkehr durchaus gleichwertig sind, man alle anderen Aktivitäten aber bitte nur nach Lust und Laune auszuführen habe. Der Elektrorakete unter dieser furiosen Performance hat O.L.A.F. Opal den letzten Glanz verliehen, der in jüngster Vergangenheit vor allen Dingen mit seiner Arbeit für Juli auffiel, aber auch ansonsten einer der spannendsten Produzenten der Republik ist. ...Eigentlich muss niemand etwas. Ausser Ich Muss Gar Nix gut finden. Und das ist wirklich leicht.
Biographie der Mitwirkenden
Jen Bender und Raphael Schalz sind Großstadtmenschen. Die eine Berlinerin. Der andere Bremer. Beide Mitte zwanzig. Aber genau wie eine Großstadt im besten Falle aus einem interessanten Gemenge aus kulturellen Einflüssen und unterschiedlichen Charakteren besteht, genau so sind auch Raphael und Jen an unterschiedlichen Polen angesiedelt. Sie laut, direkt, immer Cutting Edge gestylt, gerne um neun Uhr morgens auf der Bassbox anzutreffen. Er der kreative Ruhepunkt, der im heimischen Studio Pizzakartons und Aschenbecher stapelt, permanent an Songideen arbeitet und sein Haus nur dann gerne verlässt, wenn der SV Werder Bremen gerade ein Spiel in der Nähe hat. Sie nicht unbedingt eine Raverin, er ebenso wenig ein Nerd. Aber sehr unterschiedlich. Wie diese zwei Menschen sich näher kennen lernen: Rätselhaft und im Dunkeln bleibend. Und nicht nur das: Die mögen sich sogar, verschmelzen zu einem Kreativduo, dass sich seit Gründung von Grossstadtgeflüster im Jahre 2003 immer mehr als Band begreift.